Die Aktie des US-Drohnenherstellers AeroVironment hat in den letzten Tagen eine bemerkenswerte Rally hingelegt. Angetrieben von einem massiven Auftragsregen und politischen Rückenwinden hat sich der Titel innerhalb einer Woche um mehr als die Hälfte verteuert. Doch die rasante Bewertungsexplosion wirft Fragen zur Nachhaltigkeit auf.
Die Treiber hinter dem Höhenflug
Der unmittelbare Auslöser für den jüngsten Kursanstieg sind konkrete und umfangreiche Aufträge des US-Militärs. Das Unternehmen konnte in der vergangenen Woche Verträge im Gesamtwert von 887 Millionen US-Dollar für sich verbuchen. Der Großteil davon, 874 Millionen Dollar, entfällt auf unbemannte Systeme. Besonders strategisch bedeutsam ist ein separates Auftragsvolumen von 13,2 Millionen Dollar für das neue P550-Drohnensystem, das für das Langstrecken-Aufklärungsprogramm der US-Armee entwickelt wird.
Zusätzlich zu diesen unternehmensspezifischen Erfolgen sorgte ein makroökonomischer Faktor für Rückenwind: Berichte über einen vorgeschlagenen US-Verteidigungshaushalt von 1,5 Billionen Dollar für das Jahr 2027 befeuerten die gesamte Rüstungsbranche und gaben AeroVironment weiteren Schwung.
Hohe Bewertung bei volatiler Profitabilität
Die explosive Rally hat die Bewertung des Unternehmens in neue Höhen getrieben. AeroVironment handelt derzeit mit einem KGV-Umsatz-Verhältnis (Price-to-Sales) von über 13. Das liegt deutlich über dem Branchendurchschnitt von etwa 3,7 und spiegelt hohe Wachstumserwartungen wider.
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Diese Erwartungen stehen jedoch in einem Spannungsverhältnis zur aktuellen Ertragslage. Im jüngsten Quartal meldete das Unternehmen trotz eines Umsatzwachstums von über 150% auf 472,5 Millionen Dollar einen Nettoverlust von 17,1 Millionen Dollar. Investoren zahlen somit einen erheblichen Aufschlag für das zukünftige Potenzial, während die Profitabilität noch nicht mit dem Umsatzwachstum Schritt hält. Diese Diskrepanz veranlasste bereits erste institutionelle Anleger wie den Pensionsfonds des Staates Louisiana, einen Teil ihrer Gewinne mitzunehmen und ihre Position zu reduzieren.
Ausblick: Konsolidierung oder Weiterflug?
Die Analystengemeinschaft bleibt grundsätzlich optimistisch, zeigt sich aber angesichts der gestiegenen Bewertung vorsichtig. Die durchschnittliche Kurszielvorgabe liegt bei etwa 367 Dollar, was nahe dem aktuellen Kursniveau von rund 365 Dollar liegt. Piper Sandler sieht mit einem Kursziel von 391 Dollar noch etwa 7% Luft nach oben.
Technisch betrachtet deutet der rasante Anstieg um 51% in nur sechs Handelstagen auf überhitzte Bedingungen hin, die eine Phase der Konsolidierung oder Korrektur wahrscheinlicher machen. Der Markt wird nun genau beobachten, ob das Unternehmen mit seinen nächsten Quartalszahlen im April 2026 zeigen kann, dass die millionenschweren Aufträge auch die Gewinnbilanz nachhaltig verbessern. Der langfristige Trend für den Markt taktischer Drohnen bleibt mit einem prognostizierten Wachstum auf 7,86 Milliarden Dollar bis 2030 intakt.
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