Salesforce zieht die AI-Schrauben weiter an: Mit der Übernahme von Cimulate soll Agentforce Commerce spürbar besser werden. Parallel strafft der Konzern die Kostenbasis, baut Stellen ab und ordnet die Führung rund um Agentforce und Slack neu. Das alles passiert kurz vor den Quartalszahlen – und damit in einer Phase, in der Investoren besonders genau hinschauen.
Cimulate soll Commerce-KI stärken
Cimulate ist auf „agentic commerce“ und intentionsbasierte Produktsuche spezialisiert. Statt klassischer Keyword-Suche soll die Technik besser erkennen, was Kunden wirklich wollen – und daraus eine persönlichere, eher dialogorientierte Produktempfehlung ableiten.
Salesforce will diese KI in die eigenen Commerce-Angebote integrieren, um Einkaufsprozesse für B2B- und B2C-Kunden stärker zu personalisieren. Der Abschluss der Transaktion wird im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 erwartet. Finanzielle Details nannte das Unternehmen nicht.
Stellenabbau und Wechsel an der Agentforce-Spitze
Während Salesforce auf der Produktseite ausbaut, läuft intern ein weiterer Effizienzschritt. Laut Berichten von Business Insider und anderen Finanzmedien startete Anfang Februar eine neue Entlassungsrunde. Betroffen sind weniger als 1.000 Stellen, vor allem in:
- Marketing
- Product Management
- Datenanalyse (Data Analytics)
Hinzu kommt ein Wechsel in der Führung: Adam Evans, zuletzt verantwortlich für die zentrale Agentforce-Plattform, verlässt das Unternehmen. Nachfolger wird Madhav Thattai, bisher Chief Operating Officer der AI-Einheit. Er übernimmt als EVP und General Manager die Leitung von Agentforce.
Ebenfalls neu zugeschnitten ist die Zuständigkeit von Joe Inzerillo. Er wurde zum President of Enterprise and AI Technology befördert und verantwortet künftig Agentforce und Slack. Thattai berichtet direkt an ihn. Damit rücken Kollaboration (Slack) und autonome KI-Agenten organisatorisch enger zusammen.
Börsenlage und Termin im Blick
Die Meldungen fallen in die heiße Phase vor dem Ergebnisbericht: Salesforce legt die Zahlen für das fiskalische vierte Quartal am 25. Februar vor. Die Aktie handelte zuletzt nahe dem 52-Wochen-Tief. Belastend wirken laut Bericht vor allem Marktsorgen rund um das Narrativ vom „Death of SaaS“ – also der Idee, dass KI-Agenten klassische, nutzerbasierte Softwarelizenzen („Seats“) unter Druck setzen könnten.
Gleichzeitig zeigen Übernahme und Umbau, dass das Management die Position der Plattform verteidigen will: Durch tiefere KI-Funktionen in Commerce- und Data-Cloud will Salesforce unterstreichen, dass die eigene Software auch in einer „AI-first“-Welt das zentrale System für Unternehmensdaten bleibt.
Der nächste konkrete Prüfstein ist der 25. Februar: Dann wird sich zeigen, wie Salesforce die jüngsten Schritte im Quartalsbericht einordnet und wie der Markt die Strategie in den Zahlen gespiegelt sieht.
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