ASML liefert nicht nur Rekordzahlen, sondern auch eine auffällig selbstbewusste Prognose für 2026. Der Treiber dahinter: Der KI-Boom hält die Nachfrage nach modernster Chipfertigung hoch – und ASML sitzt bei EUV-Lithografie weiter am längeren Hebel. Doch wie stabil ist dieser Rückenwind wirklich?
Rekordjahr mit prallem Auftragsbuch
Die Zahlen zum vierten Quartal und zum Gesamtjahr 2025 unterstreichen, warum Investoren so genau hinschauen. Im Schlussquartal erzielte ASML mit 9,7 Mrd. Euro Umsatz einen Quartalsrekord. Für 2025 standen 32,7 Mrd. Euro Umsatz und 9,6 Mrd. Euro Nettogewinn in den Büchern – ein Umsatzplus von 16% gegenüber dem Vorjahr.
Bemerkenswert ist vor allem die Profitabilität: Mit einer Bruttomarge von 52,8% für 2025 zeigt sich die Preissetzungsmacht, die aus der dominanten Stellung bei EUV-Systemen resultiert. Gleichzeitig signalisieren die Aufträge, dass die Investitionsbereitschaft der Kunden nicht abreißt: Die Netto-Bestellungen in Q4 lagen bei 13,2 Mrd. Euro, davon 7,4 Mrd. Euro aus EUV-Systemen. Der Auftragsbestand summierte sich auf 38,8 Mrd. Euro.
Wichtige Kennzahlen aus Q4 2025:
– Umsatz: 9,7 Mrd. Euro
– Bruttomarge: 52,2%
– Nettogewinn: 2,8 Mrd. Euro
– Netto-Bestellungen: 13,2 Mrd. Euro
– Auftragsbestand: 38,8 Mrd. Euro
Prognose 2026: Wachstum – trotz hoher Basis
Für 2026 stellt das Management 34 bis 39 Mrd. Euro Umsatz in Aussicht. Die Bruttomarge soll dabei zwischen 51% und 53% liegen. Für das laufende erste Quartal kalkuliert ASML mit 8,2 bis 8,9 Mrd. Euro Umsatz.
Interessant ist die Begründung aus der Mitteilung vom 28. Januar: Kunden hätten eine „deutlich positivere“ Einschätzung für den mittleren Zeithorizont abgegeben – vor allem, weil sie die Nachhaltigkeit der KI-bezogenen Nachfrage robuster einschätzen. Genau das ist der Kern der Story: Nicht nur ein kurzfristiger Nachfragepeak, sondern die Hoffnung auf einen länger laufenden Investitionszyklus.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Asml?
Mehr für Aktionäre – und Fokus auf Speicherchips
Parallel zu den operativen Zahlen erhöht ASML die Ausschüttungen. Das Unternehmen kündigte ein neues Aktienrückkaufprogramm über bis zu 12 Mrd. Euro an, das bis 31. Dezember 2028 laufen soll. Das vorherige Programm über 7,6 Mrd. Euro wurde im Dezember 2025 abgeschlossen.
Auch die Dividende steigt: Für 2025 will ASML eine Gesamtdividende von 7,50 Euro je Aktie vorschlagen, das entspricht +17% gegenüber 2024. Eine Zwischendividende von 1,60 Euro soll am 18. Februar 2026 ausgezahlt werden; Ex-Dividenden-Tag ist der 10. Februar 2026 (Euronext).
Auf der Telefonkonferenz hob das Management zudem Speichersysteme als zentralen Wachstumstreiber hervor. Konkret geht es um eine stärkere EUV-Durchdringung in der DRAM-Fertigung. ASML spricht hier von einer „Perfect-Storm“-Konstellation für die EUV-Adoption – und erwartet, dass der DRAM-Anteil an der EUV-Nachfrage mit der Zeit zunimmt.
Beim Kurs zeigt sich die starke Ausgangslage weiterhin: Mit 1.193,20 Euro notiert die Aktie nur rund 2,6% unter ihrem 52‑Wochen-Hoch.
Zum Vormerken sind die nächsten Fixpunkte klar terminiert: 10. Februar (Ex-Dividende), 18. Februar (Zwischendividende), 25. Februar (Veröffentlichung der Geschäftsberichte nach US GAAP und IFRS) und 22. April 2026 (Hauptversammlung).
Asml-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Asml-Analyse vom 6. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Asml-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Asml-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Asml: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
