Nach dem massiven Kursrutsch der letzten Monate sendet das Top-Management von ServiceNow ein deutliches Zeichen der Zuversicht an die Märkte. CEO Bill McDermott und vier weitere Führungskräfte stoppten überraschend ihre automatischen Verkaufspläne – und der Unternehmenschef kündigte zusätzlich ein millionenschweres Eigeninvestment an.
Stopp der automatischen Verkäufe
Laut einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC vom 17. Februar haben fünf hochrangige Manager ihre sogenannten „Rule 10b5-1“-Handelspläne vorzeitig gekündigt. Diese Programme dienen normalerweise dazu, Aktien von Insidern nach einem festgelegten Zeitplan automatisch zu verkaufen. Zu den Führungskräften, die diesen Schritt vollzogen haben, gehören:
- William R. McDermott – Chairman und CEO
- Gina Mastantuono – President und CFO
- Nicholas Tzitzon – Vice Chairman
- Jacqueline Canney – Chief People and AI Enablement Officer
- Russell Elmer – Special Counsel
Die Kündigung dieser Pläne ist ein juristisch komplexer Vorgang. Er löst üblicherweise Sperrfristen aus, die es den Führungskräften für mehrere Monate untersagen, neue Verkaufspläne einzurichten. Damit nimmt das Management effektiv den geplanten Verkaufsdruck aus der Aktie.
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CEO investiert Millionen
Bill McDermott geht über den bloßen Verkaufsstopp hinaus. Der CEO unterzeichnete bereits am 13. Februar eine Vereinbarung zum Kauf von ServiceNow-Stammaktien im Wert von 3 Millionen US-Dollar. Die Transaktion ist für den 27. Februar 2026 terminiert. Dies ist der frühestmögliche Zeitpunkt, zu dem McDermott kaufen kann, ohne gegen Vorschriften bezüglich kurzfristiger Gewinne (Section 16 des Securities Exchange Act) zu verstoßen. Der Erwerb erfolgt zu den dann geltenden Marktpreisen über einen Broker.
Marktreaktion und Hintergründe
An der Börse wurde der Schritt gestern positiv aufgenommen: Die Aktie legte um rund 4 Prozent zu und schloss bei 105,91 US-Dollar. Dieser Vertrauensbeweis kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, da der Titel zuletzt unter erheblichem Druck stand.
Auf Jahressicht hat die Aktie rund 46 Prozent an Wert eingebüßt, allein seit Jahresbeginn steht ein Minus von etwa 30 Prozent zu Buche. Der Kurs bewegt sich damit gefährlich nah am 52-Wochen-Tief von 98,00 US-Dollar. Hintergrund der Schwäche sind branchenweite Sorgen, dass künstliche Intelligenz die Geschäftsmodelle traditioneller Softwareunternehmen disruptieren könnte. Mit der koordinierten Aktion und dem privaten Kapitaleinsatz stellt sich die Führungsetage nun demonstrativ gegen diese Skepsis.
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