OHB: 1,2 Milliarden für Satellitenkonstellationen
OHB-Aktionäre genehmigen Kapitalmarkterlöse von bis zu 1,2 Milliarden Euro für den Ausbau der Serienfertigung von Satellitenkonstellationen.
Kurz zusammengefasst
- Finanzierungsrahmen von 1,2 Milliarden Euro
- Ausbau der Serienproduktion von Satelliten
- Stabile Dividende von 0,60 Euro je Aktie
- Neuer operativer Leiter ab Juli
Der Raumfahrtkonzern OHB rüstet sich für die industrielle Massenproduktion. Auf der Hauptversammlung gaben die Aktionäre grünes Licht für einen gewaltigen Finanzierungsrahmen. Das Management darf nun bis zu 1,2 Milliarden Euro am Kapitalmarkt einsammeln. Die Börse reagiert am Mittwoch dennoch kühl.
Mit dem frischen Geld will OHB große Satellitenkonstellationen vorfinanzieren. Parallel dazu baut das Unternehmen seine Produktionskapazitäten aus. Der Vorstand kann dafür bis zum Jahr 2031 Wandel- und Optionsanleihen ausgeben. Aktionäre profitieren derweil von einer stabilen Dividende. Sie erhalten 0,60 Euro je Anteilsschein. Der Ex-Tag war bereits am Dienstag.
Umbau für die Serienfertigung
Das Management will den technologischen Vorsprung nun in operative Effizienz übersetzen. Dafür erweitert OHB den Vorstand. Ab Juli übernimmt Luis Alejandro Orellano die neu geschaffene Rolle des operativen Leiters. Er soll künftig die Fertigungsprozesse skalieren. Die Nachfrage im europäischen Raumfahrtmarkt steigt rasant.
Auch im Aufsichtsrat gibt es ein prominentes neues Gesicht. Theodor Weimer zieht für drei Jahre in das Kontrollgremium ein. Er ersetzt Claire Wellby.
Prestigeprojekte und Messe-Auftritt
Abseits der Strukturreformen treibt der Konzern seine Prestigeprojekte voran. In Bremen montieren Techniker aktuell die Weltraumsonde RAMSES. Die Mission zum Asteroiden Apophis hat einen engen Zeitplan. Der Start muss im Frühjahr 2028 erfolgen.
Auf der Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin sucht das Unternehmen nach neuen Verträgen. Das Ziel: eine höhere Auslastung. Eine Schlüsselrolle spielt dabei der sächsische Standort Schöneck. Das ehemalige Technisat-Werk soll das Zentrum der Serienproduktion werden.
Hohe Volatilität prägt den Handel
An der Börse dominiert aktuell eine hohe Nervosität. Die Aktie verlor am Mittwoch 4,49 Prozent und fiel auf 372,00 Euro. Die annualisierte Volatilität von knapp 147 Prozent unterstreicht die massiven Schwankungen.
Trotz des jüngsten Rücksetzers steht seit Jahresbeginn ein beachtliches Kursplus von rund 206 Prozent auf der Anzeigetafel. Kurzfristig erhoffen sich Investoren nun neue Auftragsmeldungen von der ILA in Berlin. Diese könnten dem Kurs frische Impulse liefern.
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