Red Cat Aktie: 743.000-Dollar-Auftrag für US-Armee
Red Cat erhält neuen Rüstungsauftrag für Black-Widow-Drohnen, doch der Aktienkurs gibt nach. Das Unternehmen meldet starkes Umsatzwachstum.
Kurz zusammengefasst
- Neuer Armee-Auftrag für Drohnen
- Aktie trotzdem im Minus
- Umsatzsprung um 849 Prozent
- Jahresziel von 150 Mio. Dollar
Der US-Drohnenhersteller Red Cat Holdings mischt wieder im Militärgeschäft mit. Ein Auftrag der US-Armee sorgt für Aufsehen – doch die Aktie gibt nach.
Safe Pro Group liefert der US-Armee ein Analyse-Kit im Wert von 743.000 Dollar. Darin stecken KI-Software und Red Cats Black-Widow-Drohnen. Die Technik wandelt Videodaten in hochauflösende Karten um und erkennt über 150 Sprengstoff-Typen. All das läuft lokal auf der Drohne, ohne externe Verbindung.
Kurs unter Druck
Die Börse reagiert verhalten. Red Cat notiert bei rund 9,89 Euro. Das sind knapp neun Prozent weniger als am Vortag. Auf Wochensicht summiert sich das Minus auf rund 23 Prozent.
Dabei lief es zuletzt besser: Auf Monatssicht notieren die Papiere knapp 3,5 Prozent im Plus, seit Jahresbeginn sogar über 26 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 16,30 Euro aus dem März ist die Aktie aber rund 39 Prozent entfernt.
Wachstum beschleunigt sich
Red Cat liefert die Schwarz-Witwen-Drohnen seit Anfang 2026 im Rahmen des SRR-Programms an die US-Armee. Hinzu kommt ein europäischer NATO-Partner, der ebenfalls Black-Widow-Systeme bestellte.
Die Zahlen zeigen, wie rasant das Geschäft wächst. Im ersten Quartal 2026 setzte Red Cat 15,5 Millionen Dollar um – ein Plus von 849 Prozent im Jahresvergleich. Der Bruttogewinn drehte von negativ auf 12,7 Prozent.
Ausblick und Ziele
Für die kommenden Quartale peilt das Management einen Jahresumsatz zwischen 150 und 180 Millionen Dollar an. Die Bruttomarge soll sich der 30-Prozent-Marke nähern.
Red Cat rüstet parallel auch auf See auf. Die Tochter Blue Ops startete die Serienproduktion des unbemannten Wasserfahrzeugs Variant 7. Die US-Behörden fördern den heimischen Marinesektor gezielt.
Am 8. Juni überreichte Safe Pro das Analyse-Kit an die Armee. Die Zusammenarbeit mit dem Militär läuft mindestens bis zum dritten Quartal 2026 weiter.
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