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Börsenlexikon
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HandelImmer wieder stellen Anleger die gleiche Frage: Ist es vorteilhafter, eine Order an der Börse zu platzieren oder aber außerbörslich mit dem Emittenten zu handeln? Hier zeigen wir, welche Vor- und Nachteile die beiden Handelswege bieten. Für alle Produkte stellt der Emittent permanent An- und Verkaufskurse. Diesen Service - das Anbieten eines Marktes - nennt man "Market Making". Sobald sich der Kurs eines Basiswerts ändert, aktualisiert das Handelssystem die Preise für Optionsscheine und Zertifikate. Diese Kurse werden dann vom Handelssystem den Kunden zur Verfügung gestellt. Anleger haben damit also immer einen Preis, zu dem sie handeln können.Börslicher HandelLegt ein Anleger beispielsweise eine Verkaufsorder an die Börse, läuft diese in das Auftragsbuch des zuständigen Maklers, das man "Skontro" nennt. Der Makler (oder ein System des Maklers) überprüft nun, ob ein anderer Anleger gerade im gleichen Produkt einen Gegenauftrag (hier: Kaufauftrag) hat und so ein Geschäft zustande kommen könnte.Damit der Makler an der Börse die Order des Kunden ausführen kann, ist er direkt mit dem Handelssystem des Emittenten verbunden. Somit erhält er sekündlich Kauf- und Verkaufskurse für alle Produkte und kann so die Kundenorder ausführen, sofern das Kundenlimit dies zulässt. Der Emittent springt dann sozusagen als Kontrahent ein. Sollte ein anderer Anleger an der Börse einen passenden Gegenauftrag stellen, wird der Makler prüfen, ob dessen Order eine bessere Ausführung für den ersten Kunden ergeben würde als der vom Emittenten gestellte Kurs. Sind beide Preise gleich, wird der Makler die beiden Kundenorders gegeneinander ausühren, bevor er die Preisstellung der Bank zur Orderausführung heranzieht. Durch das Market-Maker-System ist es also unbedeutend, ob es für Optionsscheine oder Zertifikate passende Gegenaufträge im Markt gibt.Eine weitere Besonderheit des börslichen Handels liegt darin, dass Makler an der Börse Limitorders entgegen nehmen können und diese für den Kunden überwachen. Allerdings ist die Ausführung solcher Limits für den Makler nicht verpflichtend und der Kunde hat keinen Rechtsanspruch gegen den Makler. Außerbörslicher HandelZusätzlich zum Börsenhandel bieten einige Emittenten, wie beispielsweise die Deutsche Bank, für ihre Produkte einen außerbörslichen Handel an. Anleger können dann außerhalb der börslichen Handelszeiten direkt über ihre depotführende Bank mit dem Emittenten handeln. 95 Prozent dieses Handels findet über Diskontbroker wie maxblue, Comdirect, Cortal Consors oder DAB Bank statt. Anleger fordern über die Handelsmaske ihres Onlinebrokers mit der Angabe der zu handelnden Stückzahl einen Kurs an. Das Handelssystem der emittierenden Bank versendet direkt nach Erhalt der Anfrage einen Kauf- und Verkaufskurs für das Produkt. Da der Emittent bei der Kursanfrage des Anlegers nicht sehen darf, ob es sich um eine Kauf- oder Verkaufsanfrage handelt, werden immer beide Preise gesendet. Zur Geschäftsbestätigung muss der Anleger dann auf seiner Ordermaske den Knopf "Kaufen" oder "Verkaufen" drücken. Sollte sich der gestellte Kurs ändern, bevor der Kunde das Geschäft bestätigt, kommt dieses nicht zustande. Der Anleger muss die Anfrage dann noch mal starten. Somit wird für beide Seiten sichergestellt, dass sie nicht zu einem für sie negativen Kurs handeln.Sowohl der börsliche als auch der außerbörsliche Handel haben ihre Vor- und Nachteile. Der Anleger muss für sich selbst entscheiden, welche Qualitäten für ihn wichtig sind und welcher Handelsweg zu ihm passt. Börslicher oder außerbörslicher Handel - was tun?Vorteile
Nachteile
Quellenangabe für diesen Artikel: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Handel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist in der Wikipedia unter dieser Seite verfügbar, der Artikel kann hier editiert werden. |
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Deutscher Aktienmarkt ... IG Markets, (11:01) |
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