Vanguard FTSE All-World ETF: 161,26 Euro am Montag
Der Vanguard FTSE All-World ETF zeigt eine starke Abhängigkeit von US-Tech-Werten. Trotz Kursrücksetzern bei Halbleitern notiert der Fonds nahe seinem Rekordhoch.
Kurz zusammengefasst
- US-Tech-Giganten dominieren das Portfolio
- Kurs nahe dem Allzeithoch von 165 Euro
- Nvidia ist größte Einzelposition im Fonds
- Günstige Kostenquote von 0,19 Prozent
Wer in den Vanguard FTSE All-World ETF investiert, kauft die ganze Welt. So lautet zumindest die Theorie. In der Praxis bestimmen wenige US-Tech-Giganten die Richtung. Der jüngste Kursrutsch bei Halbleiteraktien und die schnelle Erholung zeigen das deutlich.
Der ETF beendete den Montagshandel bei 161,26 Euro. Auf Wochensicht steht ein leichtes Minus auf der Anzeigetafel. Seit Jahresanfang verbucht der Fonds jedoch ein solides Plus von gut zehn Prozent. Damit notiert der Kurs nur knapp unter seinem Rekordhoch von Anfang Juni.
Halbleiter geben den Takt vor
Die Erholung im US-Technologiesektor liefert den aktuellen Rückenwind. Der Philadelphia Semiconductor Index sprang am Montag um fast sechs Prozent nach oben. Zuvor hatte ein massiver Ausverkauf Milliarden an Börsenwert vernichtet. Für den Vanguard-Fonds ist das keine Randnotiz.
Nvidia ist mit 4,7 Prozent das größte Schwergewicht im Portfolio. Auch Broadcom gehört zu den Top Ten. Zusammen mit Apple, Microsoft und Amazon prägen diese Mega-Caps die Wertentwicklung. Die breite globale Streuung tritt dabei oft in den Hintergrund.
Die Abhängigkeit von wenigen Einzelwerten bringt Schwankungen mit sich. Während die Chip-Werte am Montag zulegten, bremste Apple den Aufschwung. Die Aktie verlor nach der Präsentation neuer KI-Funktionen an Wert. Solche gegenläufigen Bewegungen dämpfen die Dynamik des Gesamtportfolios.
Technisch präsentiert sich der ETF robust. Der Kurs verläuft deutlich über der 50-Tage-Linie von 155,21 Euro. Auch der RSI-Wert von knapp 55 signalisiert einen neutralen Bereich. Der Fonds pausiert aktuell lediglich nach seiner jüngsten Rekordjagd.
Größe schlägt Preis
Im Wettbewerb der Welt-Portfolios punktet Vanguard vor allem mit seiner Größe. Mit einem verwalteten Vermögen im zweistelligen Milliardenbereich dominiert der Fonds den Markt. Die jährliche Gesamtkostenquote liegt bei 0,19 Prozent.
Konkurrenten locken mit günstigeren Gebühren. Invesco verlangt für seinen vergleichbaren ETF 0,15 Prozent pro Jahr. Xtrackers unterbietet das mit 0,07 Prozent sogar deutlich. Dennoch bleibt der Vanguard-ETF für viele Investoren das Standardinstrument.
Der weitere Kursverlauf hängt nun direkt an der Wall Street. Die kommenden Quartalszahlen von Nvidia und Microsoft entscheiden über die nächste Bewegung. Hält der KI-Boom an, rückt das Allzeithoch von 165,24 Euro schnell wieder in Reichweite.
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