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Knock-Out-Produkte

Sie möchten Kursbewegungen mit größerem Erfolg ausnutzen?

Dann wird es sich für Sie lohnen, Knock-Outs (je nach Emittent auch WAVEs, Turbos, o. ä.) einmal genauer zu betrachten. Denn mit diesen Produkten erhöhen Sie die Chancen, Gewinne aus Kursschwankungen zu erzielen.

Schon kurz nach Ihrer Einführung haben Knock-Out-Produkte den Markt für gehebelte Investments in Deutschland umgekrempelt. Mehr als 50 Prozent aller Umsätze in Hebelprodukten in Deutschland sind in Knock-Outs zu verzeichnen.

Nicht ohne Grund: Knock-Out-Produte sind transparenter von der Preisgestaltung her, einfach zu verstehen und kostengünstiger als andere Hebelprodukte. Nachteile wie "Margin-Zahlungen", hohe Volatilitätseinflüsse, unlimitiertes Risiko oder hohe Transaktionskosten bestehen nicht.

Wie funktionieren Knock-Outs?

Die wichtigen Daten zu einem Knock-Out sind:
  • Basiswert (auf den sich der Knock-Out bezieht)
  • Bezugsverhältnis (z.B. 0,1: ein Knock-Out bezieht sich auf 0,1 Basiswerte)
  • Strike (Basispreis)
  • Knock-Out-Schwelle (Barriere)
  • Laufzeit

Preis und Handel

Die Funktionsweise lässt sich am Besten am Laufzeitende beschreiben. Dann erhalten Anleger den Geldbetrag entsprechend der Differenz zwischen dem Kurs des Basiswertes und dem Strike.

Während der Laufzeit stellt der Emittent Kurse für den Knock-Out, zu denen Anleger das Wertpapier kaufen oder verkaufen können.

Bei Calls entspricht der gestellte Kurs ( Kurs des Basiswertes - Strike ) zzgl. eines Aufgeldes, das über die gesamte Laufzeit abgebaut wird. Bei Puts entspricht der gestellte Kurs ( Strike - Kurs des Basiswertes ) abzgl. eines Abgeldes, das über die gesamte Laufzeit abgebaut wird.

Erreichen der Knock-Out-Schwelle

Wenn die Knock-Out-Schwelle berührt oder unterschritten (Call) bzw. überschritten (Put) wird, verfällt der Knock-Out vorzeitig.

In diesem Fall wird der der Knock-Out entweder zu seinem Restwert zurückgezahlt (wenn Strike != Knock-Out) oder er verfällt wertlos (wenn Strike = Knock-Out) und die Anleger verlieren ihre eingesetzte Prämie.

Hebeleffekt am Beispiel eines Calls

Der Anleger partizipiert 1:1 an der Entwicklung des Basiswertes, setzt aber nur einen Teil des eigentlich dafür nötigen Kapitals ein, er bezahlt für den Knock-Out ja nur ( Kurs des Basiswertes - Strike). Wenn der Basiswert nun um 1 EUR steigt, dann steigt auch der Kurs des Knock-Outs um 1 EUR. Durch den weitaus geringeren Kapitaleinsatz ergibt sich ein Hebeleffekt im Vergleich zum Direktinvestment.

Aufgeld am Beispiel eines Calls

Als Kompensation für den verringerten Kapitaleinsatz muss der Anleger ein Aufgeld hinnehmen. Das Aufgeld errechnet sich aus den Zinsen für den nicht eingesetzen Kapitalanteil (Strike) und den erwarteten Dividenden. Mit fortschreitender Laufzeit verringert sich das Aufgeld täglich entsprechend der aktuellen Zinssätze um die Finanzierungskosten für einen Tag.

5 Tipps für den richtigen Umgang mit Knock-Outs

Damit Ihr Investment mit Knock-Out-Produkten erfolgreich bleibt, sollten Sie folgende Tipps beachten:
  • Nie direkt an der Barriere kaufen
  • Mit Limiten arbeiten (Stop Loss-Management)
  • Marktgeschehen aufmerksam verfolgen
  • Handelszeiten der Börsen beachten
  • Je höher der Hebel, desto höher das Risiko
Knock-Outs eignen sich nur für erfahrene Anleger. Denn bei Erreichen oder Unterschreiten (Call) bzw. bei Erreichen oder Überschreiten (Put) des Knock-Out-Schwelle kann die Wertlosigkeit eintreten. Wer also in Knock-Outs investiert, muss damit rechnen, dass sein Knock-Out wertlos wird.Egal, ob es sich um einen Knock-Out auf Aktien, Indices oder Wechselkurse handelt - wir raten dem Anleger, mit Stopp-Kursen zu arbeiten, um so die Wahrscheinlichkeit eines Knock-Outs zu reduzieren.

Zeit ist Geld: Die Rolle der Börsenhandelszeiten

Die Wertlosigkeit kann nur während der Handelszeit der Aktie oder des Index an der jeweils festgelegten Börse eintreten. Wie sich außerhalb dieser Handelszeit der DAX oder eine europäische Aktie in New York oder Tokio entwickelt, spielt für den tatsächlichen Knock-Out keine Rolle.

Umgekehrt kann jedoch beispielsweise einen Knock-Out auf den Dow Jones oder auf den Nasdaq-Index nur zu den dortigen Handelszeiten zwischen 15.30 Uhr und 22.00 Uhr MEZ ausgeknockt werden. Beim Nikkei 225 Index kann es über Nacht passieren: Unterschreitet der Japan-Index irgendwann zwischen 1.00 Uhr und 8.00 Uhr MEZ in Tokio einen bestimmten Punktestand, wird er über Nacht ausgeknockt.

Zur nächtlichen bösen Überraschung muss es aber nicht kommen. Indikatoren wie Nikkei-Futures weisen zumeist bereits tagsüber auf mögliche Bewegungen hin.

Besonderheit bei Knock-Outs auf Devisen

Bei Knock-Outs auf Wechselkurse ist Folgendes zu beachten: Wechselkurse werden 24 Stunden am Tag durch die Zeitzonen in Asien, Europa und Amerika gehandelt. Somit besteht die Möglichkeit, dass es auch außerhalb der deutschen Börsenzeiten zu einem Knock-Out des WAVEs kommen kann. Als Referenz für den Knock-Out-Event dient uns die Reutersseite EUR=EBS - sie zeigt die Höchst- und Tiefkurse eines Wechselkurspaares, das unter Großbanken in den verschiedenen Zeitzonen gehandelt wurde.

Volatilitätseinfluss bei Knock-Outs

Der Einfluss der Volatilität auf den Preis eines Knock-Outs ist - verglichen mit dem Einfluss auf einen normalen Optionsschein - gering.

Im Gegensatz zu normalen Optionsscheinen steigt bei einer fallenden Volatilität der Preis des Knock-Outs. Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Knock-Out kommt, wird in diesem Fall geringer.

Bei steigender Volatilität verliert der Knock-Out aber an Wert; jetzt steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Knock-Out ausknockt. Relevant für den Anleger wird dieser Einfluss aber erst nahe der Knock-Out-Schwelle.

Aufgrund des sehr hohen Risikos an diesem Punkt sollten Anleger sich überlegen, ob sie zu diesem Zeitpunkt nicht besser in einen konservativen Knock-Out investieren, um die Wertlosigkeit des Knock-Out zu vermeiden.

Mögliche Handelsstrategien

Erfolgstipp: Indextracking mit Hebel nicht größer als drei wählen

Die einfachste Art der Anwendung ist das so genannte "Indextracking mit Hebel". Hier versucht der Anleger, die Bewegung des Index zu "hebeln". Steigt der DAX zum Beispiel um 5 Prozent und der Knock-Out-Call hat einen Hebel von zwei, dann steigt der Kurs des Knock-Out um 10 Prozent.

Jedoch sollten Sie auch in diesem Fall die Kurse besonders sorgfältig verfolgen! Denn Bewegungen des DAX nach unten werden ebenfalls mit Hebel nachvollzogen. Unabhängig davon, ob der Anleger auf steigende (Call) oder fallende (Put) Kurse des Index spekuliert, er sollte Knock-Outs wählen, deren Hebel nicht größer als drei sind.

Immer beliebter: Das Daytrading

Eine weitere Einsatzmöglichkeit ist das Daytrading. Es erfreut sich immer größerer Beliebtheit bei erfahrenen Anlegern. Sie spekulieren auf sehr kurzfristige Trends des Basiswertes. Dabei wählen sie Knock-Outs, deren Knock-Out-Barriere nahe am aktuellen Indexstand oder Aktienkurs liegt.

Der Grund ist einleuchtend, birgt aber auch ein hohes Risiko: Die Knock-Outs weisen nämlich Hebel von über 10, teilweise sogar über 20 auf. Die Folge: Die Bewegung des Index wird überproportional nach oben nachvollzogen - aber eben auch nach unten!

Bewegt sich der DAX nur um 1 Prozent, steigt beziehungsweise fällt der WAVE Call mit Hebel 20 um ganze 20 Prozent. Diese Strategie, wie Daytrading überhaupt, ist daher nur für sehr erfahrene Anleger empfehlenswert, die das Börsengeschehen täglich aufmerksam verfolgen.

Elegante Variante: Mit Knock-Outs Portfolios absichern

Knock-Outs können jedoch auch der Absicherung von Portfolios dienen. Durch die Ausstattung mit einer Knock-Out-Schwelle sind etwa Knock-Out-Puts günstiger als die vergleichbaren normalen Put-Optionsscheine.

Somit verbilligt sich die Absicherung eines DAX-ähnlichen Portfolios für den Anleger. Zusätzlich bieten Knock-Out-Puts den Vorteil, dass die Bewegung des Index nahezu 1:1 nachvollzogen wird und somit die Berechnung der benötigten Anzahl Knock-Outs zur Absicherung einfach ist.

Sollte es dennoch passieren und der Knock-Out-Put verfällt wertlos, kann der Anleger trotzdem lächeln: Sein Portfolio wird zu diesem Zeitpunkt zwangsläufig im Plus notieren.

Open-End Knock-Outs für langfristige Anlage

Seit Kurzem bieten Emittenten auch Knock-Outs an, die nicht laufzeitbegrenzt sind. Mit diesen ist ein langfristiges gehebeltes Investment in einen Basiswert möglich.

Wichtiger Unterschied dieser Produkte zu laufzeitbegrenzten Knock-Outs ist, dass diese Scheine ohne Aufgeld gepreist werden und stattdessen der Strike-Preis des Wertpapiers täglich erhöht (Call) oder erniedrigt (Put) wird, um die Finanzierungskosten des Emittenten zu decken. Die Knock-Out Schwelle wird meist monatlich neu angepasst.

Diese Anpassungen erfolgen nicht willkürlich, sondern sind meist im Vorraus bei den Emittenten abrufbar und orientieren sich an den aktuell gültigen Zinssätzen.

Dadurch, dass kein Aufgeld in die Knock-Outs eingepreist ist, können Open-End Knock-Outs höhere Hebel bieten, als ihre laufzeitbegrenzten Brüder.

Bei diesen Produkte ist es besonders wichtig, eine gute und aktuelle Derivate-Datenbank zu verwenden. ARIVA.DE aktualisiert bei fast allen Emittenten täglich Strikes und Knock-Outs.

Den richtigen Knock-Out finden...

In der ARIVA.DE Datenbank finden Sie eine Vielzahl von Knock-Out-Produkten aller Emittenten. Mit der Suchfunktion können Sie einfach die gewünschten Knock-Outs finden.

Hier einige Startpunkte für Ihre Recherchen: Die wichtigsten Parameter in der Suchmaske für Knock-Outs sind:

TypWählen Sie aus, ob Sie auf steigende (Call) oder fallende (Put) Kurse setzen.
UnderlyingWählen Sie, auf welchen Basiswert sich das Zertifikat beziehen soll.
FälligkeitAchten Sie darauf, dass das Zertifikat nicht innerhalb Ihres Anlagehorizontes verfällt.


Quellenangabe für diesen Artikel:

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Knock-Out-Produkte aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist in der Wikipedia unter dieser Seite verfügbar, der Artikel kann hier editiert werden.

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