2020 Bulkers Aktie: 67,23% unter Mai-Hoch
Nach dem kompletten Flottenverkauf und der Rückgabe von 316 Millionen Dollar präsentiert 2020 Bulkers Ende August seine Quartalszahlen.

Kurz zusammengefasst
- Quartalsbericht für Ende August angekündigt
- Kompletter Flottenverkauf im April abgeschlossen
- 316 Millionen Dollar an Aktionäre ausgeschüttet
- Barreserve von vier Millionen Dollar verbleibt
2020 Bulkers steht vor der Veröffentlichung seiner Ergebnisse für das zweite Quartal 2026. Medienberichten zufolge wird der Bericht voraussichtlich am 26. August vorgelegt. Für Anleger markiert dieser Termin einen wichtigen Orientierungspunkt in einer Phase der fundamentalen Transformation. Nachdem das Unternehmen im Frühjahr seinen operativen Schwerpunkt durch den Verkauf der gesamten Flotte aufgegeben hat, richtet sich das Augenmerk nun auf die verbliebenen Ressourcen und die künftige Ausrichtung der Gesellschaft.
Transformation nach dem Flottenausstieg
Die jüngste Entwicklung von 2020 Bulkers ist durch den vollständigen Vollzug des Flottenverkaufs geprägt. Mitte April schloss das Unternehmen die Übergabe sämtlicher Newcastlemax-Frachter an die jeweiligen Käufer ab. Davon betroffen waren die Schiffe Bulk Santos, Bulk Santiago, Bulk Sydney, Bulk Sao Paulo, Bulk Shenzhen und Bulk Sandefjord. Mit diesem Schritt trennte sich das Unternehmen von seinem gesamten produktiven Kernvermögen.
In der Folge leitete die Geschäftsführung eine umfassende Kapitalrückführung an die Aktionäre ein. Insgesamt wurden rund 316,4 Millionen US-Dollar ausgeschüttet, was rechnerisch etwa 13,80 US-Dollar pro Aktie entsprach. Dieser Prozess wurde durch eine Kombination aus einer Sonderdividende und einem Aktienrückkaufangebot realisiert. Letzteres erfolgte zu einem Festpreis von 129,50 NOK je Aktie und wurde bereits im April abgeschlossen.
Finanzielle Kennzahlen im Übergang
Die Auswirkungen dieser Veräußerungen spiegelten sich bereits in den Zahlen für das erste Quartal wider. Das Unternehmen wies einen Nettogewinn von 154,1 Millionen US-Dollar aus, nachdem im Vorjahreszeitraum lediglich 0,2 Millionen US-Dollar erzielt worden waren. Dieser massive Anstieg war jedoch fast ausschließlich auf den Gewinn aus dem Verkauf der Schiffe zurückzuführen, der sich auf 149,2 Millionen US-Dollar belief.
Nach dem Abschluss der Kapitalrückführungen verbleibt dem Unternehmen laut offiziellen Angaben eine Barreserve von etwa 4 Millionen US-Dollar. Dieser Betrag ist gezielt dafür vorgesehen, die laufenden Kosten für die Aufrechterhaltung der Börsennotierung zu decken. Gleichzeitig soll dieser finanzielle Puffer dazu dienen, neue Geschäftsmöglichkeiten zu prüfen. Das Board of Directors hatte bereits im März den Geschäftsbericht für das Jahr 2025 gebilligt und damit die Basis für die strategischen Weichenstellungen des laufenden Jahres gelegt.
Marktsituation und Ausblick
Am Kapitalmarkt spiegelt sich die drastische Verkleinerung des Unternehmenswertes durch die massiven Ausschüttungen im aktuellen Kursniveau wider. Am Freitag schloss das Papier bei 3,30 NOK, was einem Tagesrückgang von 2,25 % entspricht. Im Vergleich zum 52-Wochen-Hoch von 10.07 NOK, das am 12. Mai erreicht wurde, notiert der Wert aktuell 67,23 % niedriger. Diese Differenz dokumentiert primär den Abfluss der Liquidität im Rahmen der Sonderzahlungen an die Eigner.
Anleger blicken nun gespannt auf den Termin Ende August, um weitere Details zur künftigen Strategie zu erfahren. Da das ursprüngliche Geschäftsmodell mit dem Flottenverkauf beendet wurde, steht die Frage im Raum, ob und in welche Sektoren das Unternehmen mit dem verbliebenen Kapital investieren wird. Das ausgegebene Aktienkapital beläuft sich nach einer Erhöhung im Februar, die aus der Ausübung von Mitarbeiteroptionen resultierte, auf 22.930.906 Stammaktien.
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