2020 Bulkers Aktie: Q2-Bericht nach 626,5-Mio-Verkauf

Nach dem kompletten Flottenverkauf präsentiert 2020 Bulkers auf der Hauptversammlung und im Q2-Bericht seine neue Strategie als Cash-Gesellschaft.

Eduard Altmann ·
2020 Bulkers Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Hauptversammlung und Quartalszahlen am Dienstag und Mittwoch
  • Flottenverkauf erlöste insgesamt 626,5 Millionen Dollar
  • Sonderdividende von 129,5 NOK je Aktie beschlossen
  • Aktie steigt binnen 30 Tagen um 58 Prozent

Die kommende Woche markiert für die Aktionäre von 2020 Bulkers einen wichtigen Orientierungspunkt. Am Dienstag steht die ordentliche Hauptversammlung auf der Agenda, bevor das Unternehmen am Mittwoch seinen Bericht zum zweiten Quartal vorlegt. Diese Termine gewinnen dadurch an Bedeutung, dass die Gesellschaft nach dem vollständigen Verkauf ihrer Schiffsflotte im Frühjahr eine tiefgreifende strukturelle Wandlung vollzogen hat.

Transformation zur Cash-Hülle abgeschlossen

Die operative Neuausrichtung wurde durch die Veräußerung aller sechs Schiffe der Flotte eingeleitet. Dabei handelte es sich um die Einheiten Bulk Sandefjord, Santiago, Shenzhen, Sydney, Sao Paulo und Santos. Medienberichten zufolge beliefen sich die Erlöse aus diesen Transaktionen auf insgesamt rund 626,5 Millionen US-Dollar.

Im Detail wurden für drei der Schiffe 209 Millionen US-Dollar erzielt, zwei weitere brachten 145,5 Millionen US-Dollar ein, während für das letzte Schiff ein Preis von 72,75 Millionen US-Dollar gemeldet wurde.

Diese massiven Mittelzuflüsse prägten bereits das erste Quartal 2026. In diesem Zeitraum konnte 2020 Bulkers einen Nettogewinn von 154,1 Millionen US-Dollar sowie ein EBITDA von 157,3 Millionen US-Dollar ausweisen.

Parallel zur Veräußerung der Sachwerte veränderte sich die Beteiligungsstruktur auf Managementebene: Himalaya Shipping erwarb zusätzliche Anteile an der 2020 Bulkers Management AS und steigerte seine effektive Beteiligung zum 1. April auf 54 Prozent.

Kursentwicklung und Marktumfeld

Als unmittelbare Folge der Flottenverwertung genehmigte das Unternehmen im April eine Sonderdividende in Höhe von 129,5 NOK pro Aktie. Diese Kapitalrückzahlung an die Anteilseigner markierte den vorläufigen Höhepunkt der Schiffsverkäufe. Am vergangenen Freitag gab der Kurs der Aktie um 5,1 Prozent nach und schloss bei 4,46 NOK. Trotz dieses kurzfristigen Rücksetzers weist das Papier auf Sicht von 30 Tagen ein deutliches Plus von 58 Prozent auf.

Damit notiert der Wert derzeit 27 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt. Ein spezifischer Auslöser für die jüngste Volatilität am Freitag war nicht unmittelbar auszumachen, zumal der für den Sektor maßgebliche Baltic Dry Index (BDI) Mitte August mit Werten zwischen 2.791 und 2.841 Punkten eine stabile Tendenz ohne dramatische Einbrüche zeigte.

Der Fokus der Anleger verschiebt sich nun auf die verbliebene Unternehmensstruktur. Da 2020 Bulkers nach dem Flottenverkauf als eine Art Cash-Hülle agiert, werden die kommenden Berichte Aufschluss darüber geben müssen, wie das Management die künftige Strategie und die Verwaltung der verbliebenen Mittel plant. Die Ergebnisse am Mittwoch könnten hierbei Klarheit über die künftige Ausrichtung und mögliche weitere Kapitalmaßnahmen liefern.

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2020 Bulkers Aktie

4,46 NOK

– 0,24 NOK -5,15 %
KGV 0,06
KUV 0,44
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite
Marktkapitalisierung 94,70 Mio. NOK
Ø Kursziel 14,59 USD
ISIN: BMG9156K1018 WKN: A2PNW9

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