ABB Aktie: Robotik-Deal steckt in China fest
ABB und SoftBank prüfen laut Bericht einen Ausschluss des China-Geschäfts; die Gespräche dazu sind noch nicht beendet.

Kurz zusammengefasst
- China untersagt Robotikübernahme durch SoftBank
- Gespräche über China-Ausnahme laufen weiter
- ABB meldet zwei Automatisierungsaufträge
- Geschäftsleitungsmitglied kauft 170 Namenaktien
ABB hat am Donnerstag mitgeteilt, dass China die Übernahme des dortigen Robotikgeschäfts durch SoftBank untersagt hat. Reuters berichtete unter Berufung auf Bloomberg und informierte Personen, beide Unternehmen prüften eine Herauslösung des China-Geschäfts aus dem Verkauf; die Gespräche seien noch nicht abgeschlossen. ABB kommentierte diesen Bericht nicht.
Sicherheitsbedenken nach kartellrechtlicher Freigabe
SoftBank informierte ABB nach Unternehmensangaben über das chinesische Verbot. Beide Unternehmen stehen laut ABB weiter in engem Austausch und arbeiten konstruktiv an der Transaktion.
Als Hintergrund berichtete Reuters am Donnerstag über Bedenken der staatlichen Planungsbehörde NDRC wegen einer möglichen Übertragung von Robotikdaten ins Ausland. Die Behörde werde die geplante Übernahme deshalb nicht genehmigen.
ZKB-Analyst Florian Sager verwies am Donnerstag auf die überraschende Sicherheitsprüfung trotz einer vorherigen kartellrechtlichen Freigabe. Die LUKB nannte am selben Tag mögliche Beeinträchtigungen kurzfristiger Akquisitionen sowie des Kapitalrückflusses an die Aktionäre als Belastungsfaktoren.
Nach der Verbotsmeldung gaben die ABB-Aktien am Donnerstag nach. Am Freitag stieg das Papier um 0,8%.
Automatisierungsaufträge und Kapitalmarkttag
Unabhängig von der Robotik-Transaktion meldete ABB am Montag zwei Aufträge von Southwest Aluminum (Group) Co., Ltd. Sie umfassen integrierte Automatisierungs-, Prozesssteuerungs- und Digitallösungen für Kaltwalzwerke. Die vollständige Inbetriebnahme beider Werke ist bis Ende 2027 vorgesehen.
Daneben meldete ABB den Kauf eigener Aktien durch ein Mitglied der Geschäftsleitung. Die Transaktion umfasste 170 Namenaktien für insgesamt CHF 10’098.
Für den 18. November hat ABB seinen Group Capital Markets Day in New Berlin in den USA angekündigt. Der Termin richtet sich an den Kapitalmarkt; eine Durchführung hat ABB angekündigt.
Stand heute, 8. November: ABB – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in ABB investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 8. November gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.