Abbott: Guidance auf 5,45 bis 5,60 Dollar erhöht
Abbott übertrifft Erwartungen im zweiten Quartal und erhöht die Jahresprognose. Der Diabetes-Sensor FreeStyle Libre bleibt der Wachstumstreiber.

Kurz zusammengefasst
- Gewinn und Umsatz übertreffen Analystenschätzungen
- Jahresprognose für bereinigten Gewinn angehoben
- FreeStyle Libre als zentraler Umsatzbringer
- IT-Sicherheitsvorfälle werden untersucht
Abbott Laboratories liefert ab. Der Medizintechnik-Riese übertrifft die Erwartungen und hebt seine Jahresprognose an. Während das Kerngeschäft mit Diabetes-Sensoren boomt, muss sich der Konzern parallel dazu mit Sicherheitslücken in der IT auseinandersetzen.
Wachstumsmotor FreeStyle Libre
Im zweiten Quartal 2026 erwirtschaftete Abbott einen bereinigten Gewinn von 1,31 US-Dollar je Aktie. Das Ergebnis lag damit über der Konsensschätzung der Analysten. Der Umsatz kletterte auf 12,59 Milliarden US-Dollar. Besonders die Sparte für kontinuierliche Glukosemessung treibt das Geschäft voran.
Das Portfolio rund um FreeStyle Libre steuerte allein über zwei Milliarden US-Dollar zum Umsatz bei. In Europa steht im Herbst die Markteinführung des neuen Libre Duo Sensors bevor. Das Gerät misst gleichzeitig Glukose- und Ketonwerte. Marktbeobachter werten die CE-Kennzeichnung als wichtigen Meilenstein für die internationale Expansion.
Ziele nach oben korrigiert
Der Vorstand blickt nun optimistischer auf das Gesamtjahr. Abbott hob die Prognose für den bereinigten Gewinn pro Aktie auf eine Spanne von 5,45 bis 5,60 US-Dollar an. Zuvor lag das Zielband etwas tiefer.
Die Aktie reagierte positiv auf die operative Stärke. Innerhalb der letzten 30 Tage legte der Kurs um knapp 14 Prozent zu. Aktuell notiert das Papier bei 87,68 Euro. Damit setzt sich der Erholungstrend seit dem Jahrestief im Mai weiter fort.
Hackerangriff im Fokus
Abbott untersucht derzeit zwei Sicherheitsvorfälle in den eigenen IT-Systemen. Unbefugte verschafften sich Zugriff auf Netzwerke der Krebsdiagnostik und ein Laborportal. Das Unternehmen schaltete externe Experten und Behörden ein.
Operative Auswirkungen gibt es bisher nicht. Abbott erwartet nach aktuellem Stand keine materiellen Folgen für die Finanzzahlen. Die Marktstimmung blieb von den Vorfällen weitgehend ungetrübt.
Aktionäre können sich im August auf eine Quartalsdividende von 0,63 US-Dollar je Aktie freuen. Am 17. August erfolgt die Auszahlung für alle berechtigten Anleger. Der Fokus liegt im nächsten Quartal auf dem Roll-out neuer Produkte, um das Wachstumstempo in der Diagnostik hochzuhalten.
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