Bei Abbott Laboratories spielen sich im Hintergrund bemerkenswerte Dinge ab. Während statistische Daten einen Rückgang der gesamten institutionellen Anteile zeigen, nutzen spezifische Großinvestoren die Gelegenheit für aggressive Zukäufe. Gleichzeitig liefert Konkurrent Medtronic starke Zahlen, die positive Rückschlüsse auf Abbotts Kerngeschäft zulassen. Das Bild für Anleger ist derzeit komplexer, als es auf den ersten Blick scheint.
Großanleger positionieren sich neu
Aktuelle Pflichtmitteilungen offenbaren erstaunliche Bewegungen im Aktionariat. Woodley Farra Manion Portfolio Management stockte seine Position im dritten Quartal um beachtliche 14.530 Prozent auf und hält nun Anteile im Wert von rund 61,18 Millionen US-Dollar. Auch NewEdge Wealth nutzte die Kurse und erhöhte das Engagement beim Gesundheitsriesen um über 50 Prozent.
Diese gezielten Käufe stehen jedoch im Kontrast zu den breiteren Marktdaten: Die gesamte institutionelle Beteiligung lag im Dezember 2025 bei lediglich 18,7 Prozent – ein signifikanter Rückgang gegenüber den noch im September gemeldeten 77,6 Prozent. Dieser massive Unterschied deutet auf eine umfassende Neuverteilung der Anteile hin, bei der einige Akteure das Feld räumen, während andere ihre Wetten deutlich erhöhen.
Rückenwind durch Konkurrent Medtronic
Positive Signale für das operative Geschäft kommen direkt aus dem Wettbewerbsumfeld. Am gestrigen Donnerstag meldete Medtronic das stärkste Umsatzwachstum seit zehn Quartalen, maßgeblich getrieben durch das Herz-Kreislauf-Portfolio. Analysten ziehen hier direkte Parallelen zu Abbott: Auch dessen Medizintechnik-Sparte zeigt Stärke mit einem organischen Wachstum von über 10 Prozent.
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Besonders die ungebrochene Nachfrage nach Diabetes-Management-Systemen wie FreeStyle Libre und Lösungen für Herzrhythmusstörungen deutet auf ein robustes Marktumfeld hin. Wenn der direkte Konkurrent in diesen Schlüsselsegmenten wächst, profitiert in der Regel auch Abbott von der allgemeinen Sektordynamik.
Solide Finanzbasis trifft auf Kursdruck
Trotz der operativen Chancen spiegelt der Aktienkurs diese Entwicklung noch nicht wider. Seit Jahresbeginn notiert das Papier mit 10,49 Prozent im Minus bei aktuell 94,88 Euro. Fundamental untermauert das Unternehmen seine Position jedoch: Nach einem Quartalsumsatz von 11,46 Milliarden US-Dollar blickt das Management zuversichtlich auf das Gesamtjahr 2026. Die Gewinnprognose (EPS) liegt in einer Spanne zwischen 5,55 und 5,80 US-Dollar.
Zudem wurde die Dividende zuletzt angehoben. Die quartalsweise Ausschüttung von nun 0,63 US-Dollar summiert sich auf das Jahr gerechnet auf 2,52 US-Dollar. Beim aktuellen Kursniveau entspricht dies einer Dividendenrendite von rund 2,2 Prozent. Die Kombination aus Sektorstärke und erhöhter Dividende steht nun im Spannungsfeld zu den jüngsten Verkäufen einiger institutioneller Marktteilnehmer.
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