AC Immune Aktie: Kein ARIA-E in ABATE-Studie
Neue Studiendaten zu AC Immunes Alzheimer-Impfstoff zeigen keine ARIA-E-Fälle und lösen Kurssprung aus.

Kurz zusammengefasst
- Kein ARIA-E in Alzheimer-Studie
- Aktie steigt um über zehn Prozent
- Takeda zahlt zwölf Millionen Dollar Meilenstein
- RSI zeigt nach Rallye keine Überhitzung
Positive Studiendaten katapultieren die Anteile von AC Immune am Donnerstag um mehr als zehn Prozent nach oben. Die Aktie des Biotech-Unternehmens steigt auf 2,12 Euro und löst sich damit vorübergehend von ihrer jüngsten Schwächephase.
Der Grund: neue Interimsdaten aus der Phase-1b/2-ABATE-Studie zum Impfstoffkandidaten ACI-24. Die Ergebnisse nach zwölf Monaten Behandlung bei Patienten mit früher Alzheimer-Krankheit zeigen ein vorteilhaftes Sicherheitsprofil.
Besonders ein Punkt sticht hervor: Kein einziger Fall von ARIA-E wurde beobachtet. Diese gefährlichen Gehirnschwellungen gelten als Achillesferse vieler Alzheimer-Therapien. Konkurrierende Antikörper-Behandlungen kämpfen regelmäßig mit dieser Komplikation. Zudem ließ sich eine dosisabhängige Immunreaktion gegen Abeta-Plaques nachweisen – ein starkes Signal für die Wirksamkeit des Vakzins.
Takeda zahlt Millionen
Die Studie läuft im Rahmen der Partnerschaft mit dem japanischen Pharmakonzern Takeda. Kürzlich startete eine neue Kohorte mit einem speziellen Adjuvans. Das löste eine Meilensteinzahlung von zwölf Millionen US-Dollar aus – Balsam für die Liquidität.
Der Deal hat Gewicht: 100 Millionen US-Dollar gab es bereits upfront. Insgesamt sind bis zu 2,1 Milliarden US-Dollar an Meilensteinen möglich. Hinzu kommen künftige Umsatzbeteiligungen. Ein milliardenschweres Potenzial, das den Cash-Runway für die weitere Forschung absichert.
Konkurrenz strauchelt
Der Kontrast zum Branchenumfeld könnte kaum größer sein. Der US-Pharmariese Merck strich kürzlich sein Alzheimer-Asset MK-1167 – mangels Wirksamkeit. Eine deutliche Erinnerung an die hohen Ausfallrisiken in diesem Forschungsfeld.
AC Immune meldet derweil Fortschritte ohne Sicherheitsbedenken. Der aktiv-immunisierende Ansatz positioniert sich als technologische Alternative zu den gängigen Antikörper-Infusionen. Ein klarer Differenzierungsfaktor.
Trotz des heutigen Sprungs bleibt die Aktie auf Jahressicht mit 25,83 Prozent im Minus. Der Kurs liegt rund 17 Prozent unter dem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt. Der RSI von 48,7 signalisiert indes, dass die Aktie nach der Rallye noch nicht überkauft ist.
Das zweite Halbjahr 2026 wird richtungsweisend. Dann erwartet der Markt weitere Daten aus der klinischen Pipeline. Bestätigen sich die positiven Trends bei Sicherheit und Immunogenität, könnte eine nachhaltige Neubewertung folgen. Das 52-Wochen-Hoch bei 3,66 Euro bleibt das nächste große Etappenziel.
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