BNY Mellon Global Infrastructure Income Fonds: Spanien vor Deutschland bei grünem Strom - Schlusslicht die USA


17.06.21 13:00
Meldung
 
Frankfurt am Main (www.fondscheck.de) - Energieversorgungsunternehmen hinken in Sachen erneuerbarer Energien hinterher - auch gegenüber der Automobilbranche, die inzwischen immer stärker auf Elektrofahrzeuge setzt, so die Experten von BNY Mellon Investment Management.


Die meisten Versorger würden ihren Strom noch traditionell mit fossilen Brennstoffen erzeugen. In der Coronakrise seien die Ausgaben für eine grüne Infrastruktur allerdings deutlich gestiegen, sage Jim Lydotes, Senior Portfolio Manager der BNY Mellon Global Infrastructure Income Strategy (ISIN IE00BZ18VT34 / WKN A2N384 ) bei Mellon - einer Gesellschaft von BNY Mellon Investment Management. Er habe den Stand erneuerbarer Energien in Großbritannien, den USA, Italien, Spanien und Deutschland beleuchtet:

"In Großbritannien übertraf die Produktion von Energie aus erneuerbaren Quellen die von fossilen Brennstoffen im letzten Jahr zum ersten Mal überhaupt. 2020 machten erneuerbare Energien aus Wind, Solar, Wasser und Holz 42 Prozent des Stroms aus. Auf Gas- und Kohlekraftwerke entfiel ein Anteil von 41 Prozent. Auch wenn der Abstand gering ist, so ist dies doch ein bedeutender Schritt in die richtige Richtung.

Im Gegensatz dazu tragen erneuerbare Energiequellen in den USA 2020 nur mit 20 Prozent zur Stromerzeugung bei. Mit Bidens vorgestelltem großen Infrastrukturplan könnte sich das aber ändern. Demnach sollen Energieversorgungsunternehmen eine festgelegte Menge an Solar- und Windenergie sowie anderen erneuerbaren Energiequellen für die Stromversorgung nutzen. Die Ambitionen sind hoch: Allein um saubere Energiequellen gesellschaftlich zu verankern, sieht Biden unter anderem ein Paket in Höhe von 10 Milliarden US-Dollar vor, das junge Menschen für Projekte zum Schutz und zur Wiederherstellung von öffentlichem Land und Gewässern sowie zur verstärkten Wiederaufforstung anstellt.

Die Vorreiter in Sachen erneuerbarer Energien sind aber Europäer: Italien und Spanien. Sie haben bereits vor der Corona-Pandemie den Ausbau vorangetrieben und diese Entwicklung während der Krise beschleunigt. Ein Beispiel: Ein großer Mailänder Energieversorger hat sich verpflichtet, bis 2030 19,5 Milliarden US-Dollar für die Verringerung seiner CO2-Bilanz bereitzustellen. In diesem Zeitraum will das Unternehmen seine Kapazität an erneuerbaren Energien auf 5,7 Gigawatt verdreifachen und seine Kohlekraftwerke bis 2022 auslaufen lassen. Bis 2030 will Italien erreichen, dass 30 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs und 55 Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Quellen stammen.

In Spanien sind letztes Jahr bereits 43,6 Prozent seines Stroms mit erneuerbaren Energien produziert worden. Ein großer Energieversorger kündigte an, bis 2025 91 Mrd. US-Dollar auszugeben, um seine Kapazitäten für erneuerbare Energien zu verdreifachen. Noch ehrgeiziger als Italien hat die spanische Regierung im vergangenen Oktober einen Gesetzesentwurf vorgestellt, der darauf abzielt, dass bis 2030 70 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien stammen sollen.

Auch in Deutschland wird die Energieversorgung Jahr für Jahr "grüner". Der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch stieg von rund sechs Prozent im Jahr 2000 auf rund 46 Prozent im Jahr 2020. Damit wurde die Zielmarke von 35 Prozent für das Jahr 2020 vorzeitig deutlich übertroffen. Laut Gesetz für Erneuerbare Energien sollen bis zum Jahr 2025 40 bis 45 Prozent des in Deutschland verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien stammen.

Wir denken, dass erneuerbare Energien in den nächsten fünf Jahren doppelt so schnell zulegen werden wie bisher. Italien und Spanien werden aus unserer Sicht mit dem stärksten Wachstum der letzten 20 Jahre an der Spitze dieser Entwicklung stehen.

Um den Ausstieg aus der Kohleverstromung zu erleichtern, braucht es die richtigen Technologien: Dynamische Leitungsbewertungssysteme, die die Kapazität von Hochspannungsleitungen in Echtzeit messen. Oder Topologie-Optimierungstechnologien, die Strom über die am wenigsten überlasteten Leitungen in einem Netz leiten, um Kapazitäten für Wind- und Solarenergie freizumachen.

Richtig eingesetzt, könnten sie zu enormen Einsparungen führen: In den US-amerikanischen Bundesstaaten Kansas und Oklahoma alleine würden die Kosten für die Stromerzeugung um 175 Millionen US-Dollar gesenkt werden. Nicht zu vergessen ist die Schaffung von Arbeitsplätzen. Durch den Ausbau erneuerbarer Energien würden kurzfristig 11.300 Arbeitsplätze und langfristig 650 Stellen für den Betrieb und die Wartung der erneuerbaren Quellen nur in diesen zwei Staaten geschaffen werden.

Unser Fazit: Energieersorgungsunternehmen mit kohlenstoffintensiven Anlagen können sich durch den Umstieg auf erneuerbare Energie neue - bisher nicht genutzte - Chancen für Wachstum erschließen. Der grüne Wettlauf der Staaten hat erst begonnen. Wer letztendlich im nächsten Jahrzehnt bei der Nutzung der erneuerbaren Energien tatsächlich die Nase vorn haben wird, können wir heute nicht mit Sicherheit sagen. Aber eines ist klar, je mehr erneuerbare Energien, desto besser - egal wo." (17.06.2021/fc/a/f)


 

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