DWS Top Dividende-Fonds: Fünf Tipps für Dividendenjäger


06.12.21 11:00
Meldung
 
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Dividendenaktien können ein wesentlicher Treiber des langfristigen Anlageerfolgs sein. Doch bei der Auswahl der richtigen Titel gilt es einiges zu beachten, so die Experten der DWS.


Mit Dividenden würden Unternehmen ihre Anteilseigner am Gewinn beteiligen. Sie könnten damit neben Kurszuwächsen eine zweite wichtige Ertragssäule für Aktienanleger bilden. Doch welchen Einfluss hätten Dividenden auf den langfristigen Investmenterfolg? Und worauf sollten Aktionäre bei der Auswahl von Dividendentiteln achten? Fünf wichtige Tipps für Dividendenjäger.

1. Dividenden könnten den langfristigen Anlageerfolg maßgeblich beeinflussen

Obwohl Dividenden bei vielen Anlegern beliebt seien, werde ihr Beitrag zum langfristigen Anlageerfolg häufig unterschätzt. Wie groß der Einfluss der Ausschüttungen auf die Wertentwicklung sein könne, mache ein Blick auf den deutschen Leitindex DAX deutlich.

Üblicherweise werde der DAX als Performanceindex abgebildet. Dabei werde angenommen, dass die Dividenden, die die Unternehmen an ihre Anteilseigner ausschütten würden, stets in neue Aktien reinvestiert würden. Mit der daraus resultierenden Verzinsung der wiederangelegten Dividendenerträge habe der DAX-Performanceindex dem weniger geläufigen DAX-Kursindex über die vergangenen 30 Jahre deutlich davoneilen können. Der DAX-Kursindex berücksichtige, wie sein Name verrate, im Vergleich zum Performanceindex nur die Kursentwicklung der Aktien. Und das könne langfristig schon mal mehr als die Hälfte des Anlageerfolgs ausmachen, wie die Gegenüberstellung zeige.

2. Dividendentitel könnten dem Depot in unsicheren Zeiten Halt geben

Darüber hinaus würden Studien zeigen, dass Unternehmen, die seit vielen Jahren konstante oder steigende Dividende ausschütten würden, eventuell auftretende Schwankungen im Depot ausgleichen könnten. Ihre Aktien sind im Vergleich zu anderen Titeln weniger volatil und scheinen wirtschaftlich herausfordernde Zeiten besser zu meistern, so die Experten der DWS.

Laut Thomas Schüßler, Co-Aktienchef bei der DWS, verwundere es daher nicht, dass dividendenstarke Aktien bei vielen Anlegern gerade in der andauernden Corona-Pandemie wieder stärker in den Fokus rücken würden. Der Fondsmanager steuere den mehr als 19 Milliarden Euro schweren Publikumsliebling DWS Top Dividende (ISIN DE0009848119 / WKN 984811 ) und sei überzeugt, dass Dividendenwerte besonders in unsicheren Zeiten eine wichtige Rolle im Depot einnehmen sollten.

"Konservativ-gemanagte Dividendenfonds können Verluste während einer Marktkorrektur teilweise abfedern, da sie in Unternehmen mit Produkten und Dienstleistungen investieren, die auch in schwierigen Wirtschaftsphasen nachgefragt werden. Dadurch eröffnen sich auch in Krisenzeiten solide Zahlungsströme", sage Thomas Schüßler. Und diese hätten laut dem Fondsmager in den 18 Jahren seit Auflage des DWS Top Dividende immer wieder geholfen, die Nerven der Anleger zu schonen.

3. Dividenden seien nicht der neue Zins - aber eine Alternative im Niedrigzinsumfeld

In der Nullzinsära, in der es mit festverzinslichen Wertpapieren kaum noch etwas zu holen gebe, würden Dividenden gelegentlich als "neuer Zins" bezeichnet. Tatsächlich klinge eine durchschnittliche Dividendenrendite von mehr als zwei Prozent, wie sie derzeit bei DAX-Unternehmen erwartet werde auf den ersten Blick verlockend. Sie liege deutlich über den Zinsen, die sich am Geldmarkt oder auch mit Anleihen erwirtschaften lassen würden. "Der Vergleich hinkt jedoch", sage DWS-Aktienexperte Thomas Schüßler: "Zwar können Dividendenaktien einen Beitrag leisten, dem Niedrigzinsumfeld zu begegnen - sie sind aber nicht mit Anleihen gleichzusetzen." Anleger müssten das verbleibende Kursrisiko in ihrer Kalkulation berücksichtigen.

Der Grund sei einfach: Wer Anleihen kaufe, überlasse dem ausgebenden Unternehmen oder dem Staat zeitlich befristet Fremdkapital. Er erhalte dafür regelmäßige Zinszahlungen und werde nicht an Gewinnen und Verlusten beteiligt. Wer dagegen Aktien kaufe, stelle dem Unternehmen Eigenkapital zur Verfügung und werde so zum Anteilseigner. Der Anleger profitiere damit in guten Zeiten von Gewinnen, trage aber auch Verluste mit, wenn das Unternehmen in wirtschaftliche Schieflage gerate.

"Dennoch bleiben Dividendenaktien unter dem Strich eine attraktive Anlage für einkommensorientierte Investoren. Wer in diesen Zeiten eine auskömmliche Rendite erzielen möchte, kommt um ein gewisses Risiko nicht herum", so das Fazit von Thomas Schüßler.

4. Eine fundierte Analysesei bei der Auswahl von Dividendentiteln unerlässlich

Aktionäre, die ihr Anlagerisiko minimieren wollten, sollten sich bei der Titelauswahl nie nur auf eine Kennzahl verlassen. So könne etwa die gerne zu Rate gezogene Dividendenrendite schon mal einen trügerischen Anschein erwecken.

Die Dividendenrendite ergebe sich aus der Dividende je Aktie, geteilt durch ihren Kurs und multipliziert mit 100. Das zeige: Ein hoher Wert müsse nicht zwangsläufig eine stärkere Beteiligung der Aktionäre am Bilanzgewinn, also eine höhere Dividende bedeuten. Er könne auch das Ergebnis eines Kurseinbruchs sein.

Deshalb sollten Aktionäre weitere Kennzahlen berücksichtigen und die gesamte wirtschaftliche Situation des Unternehmens im Blick behalten. Zu einer fundierten Analyse zähle etwa die Frage, woraus die Dividende finanziert werde. Wichtig sei, dass sie durch die Gewinne des Unternehmens mehr als gedeckt werde, damit es noch genügend Kapital für mögliche (Re-)Investitionen habe. Zudem sollte die Dividende über die Zeit wachsen: Denn nur ein fundamental gut aufgestelltes Unternehmen sei in der Lage, langfristig seine Dividende zu zahlen und sie nachhaltig zu steigern.

5. Aktien würden den Dividendenabschlag in der Regel recht schnell ausgleichen

Damit ein Anleger bei deutschen Unternehmen dividendenberechtigt sei, müsse er die entsprechende Aktie spätestens am Tag der Hauptversammlung kaufen. Ihr Kurs werde am sogenannten "ex-Dividendentag" um die gezahlte Dividende bereinigt. Folglich würden sich der Barbestand und der Wert des Unternehmens um den ausgeschütteten Betrag reduzieren. Ausgeschüttet werde die Dividende manchmal erst einige Tage später, spätestens jedoch am dritten auf den Hauptversammlungsbeschluss folgenden Geschäftstag.

Aktien würden den Dividendenabschlag in der Regel relativ zügig wieder aufholen - eine Garantie dafür gebe es aber nicht. Ein Blick in die Historie zeige, dass Aktien aus dem DAX die Lücke durchschnittlich innerhalb von zwei Handelsmonaten schließen würden. Vor allem trendstarke Titel, also Aktien, deren Wert sich in der Vergangenheit besonders positiv entwickelt habe, hätten Dividendenabschläge historisch betrachtet vergleichsweise schnell kompensiert. "Anleger, die das bestehende Kursrisiko minimieren wollen, sollten ihr Kapital über mehrere Werte breit streuen", rate Thomas Schüßler.

Um das Portfolio weiter zu diversifizieren, könne sich auch ein Blick über den deutschen Tellerrand lohnen. Amerikanische Aktiengesellschaften würden ihren Anteilseignern zum Beispiel nicht einmal im Jahr, sondern vierteljährlich Dividenden zahlen. Das könne Anlegern auch im Sommer, Herbst und Winter die Chance auf attraktive regelmäßige Erträge bieten. (Ausgabe vom 03.12.2021) (06.12.2021/fc/a/f)


 

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