RobecoSAM Smart Energy Fonds: "Wir müssen die Energieeffizienz verbessern"


10.08.22 15:04
Meldung
 
Rotterdam (www.fondscheck.de) - Allein mit grüner Energieerzeugung ist das Netto-Null-Ziel nicht zu erreichen, so Roman Boner, Lead Portfoliomanager der RobecoSAM Smart Energy-Strategie (ISIN LU2145461757 / WKN A2QBUJ ) von Robeco.


Faktoren wie Elektrifizierung des Transports und Digitalisierung würden die Nachfrage nach Strom schüren und erneuerbare Energiequellen unter Druck setzen. "Um sicher zu stellen, dass die steigende Stromnachfrage gedeckt werden kann, ohne zu fossilen Brennstoffen zurückzukehren, müssen wir nicht nur die Kapazitäten von Wind- und Solarenergie deutlich mehr und schneller ausbauen, sondern auch auf der Nachfrageseite gleichzeitig die Energieeffizienz verbessern", mahne Roman Boner, Lead Portfoliomanager der RobecoSAM Smart Energy-Strategie.

Der Pfad hin zu Netto-Null-Emissionen erfordere bis 2030 jährliche Investitionen in saubere Energien in Höhe von vier Billionen US-Dollar - mehr als dreimal so viel wie derzeit. Grüne Energie allein genüge aber nicht zur Erreichung der Klimaziele. Begleitet werden müsse sie von einer Verringerung der Energieintensität. Für die Volkswirtschaften bedeute das: Mit weniger Energie dasselbe Wirtschaftswachstum zu schaffen. Um die Energiewertschöpfungskette "grüner" zu machen, müssten Energieprozesse elektrifiziert werden (Beispiel: Elektroauto statt Benziner, Wärmepumpe statt Gasheizung) und diese Elektrizität müsse aus grünen, erneuerbaren Energien kommen. Deshalb dürfte der Anteil von Strom am gesamten Energieverbrauch von 20 Prozent im Jahr 2020 bis 2050 auf 50 Prozent steigen. Die rasche Umsetzung energieeffizienter Lösungen sei entscheidend für den Erfolg bei der Verringerung des Stromverbrauchs, sodass die Nachfrage nicht das Angebot an grünem Strom übersteige.

Neben der Stromerzeugung und industriellen Prozessen seien Transport und Gebäude die CO2-intensivsten und am stärksten von fossilen Brennstoffen abhängigen Bereiche. Daher stünden sie bei den Strategien der einzelnen Länder zur Dekarbonisierung mittels Elektrifizierung besonders im Fokus.

Der Transportsektor sei für 24 Prozent der direkten CO2-Emissionen aus der Verbrennung erdölbasierter Brennstoffe verantwortlich. Der Wechsel zu Elektrofahrzeugen verringere nicht nur den Verbrauch fossiler Energieträger, sondern erhöhe auch die Energieeffizienz: Moderne Elektroautos würden im Durchschnitt 70 Prozent weniger Energie pro Kilometer als ein konventionelles Fahrzeug mit Verbrennungsmotor benötigen.

Auf den Gebäudesektor würden derzeit ein Drittel des gesamten Endenergieverbrauchs und 30 Prozent des CO2-Ausstoßes entfallen, wenn man Strom und Wärme berücksichtige. Der Einsatz elektrischer Wärmepumpen stelle hier eine effektive Lösung zur Verringerung der Emissionen dar. Und da sie drei- bis viermal energieeffizienter als konventionelle Heizungen seien, würden sie auch die Energienachfrage und die Betriebskosten verringern.

Mit all diesen Entwicklungen müssten schließlich die Stromnetze mithalten und an die Veränderungen bei Energieproduktion und -nutzung angepasst werden. Die über Jahrzehnte gewachsene Infrastruktur und ihre Ausstattung bedürften einer kompletten Erneuerung, um neue Energiequellen in Form von Solar- und Windenergie, zusätzliche Erzeugungskapazitäten von Endnutzern und erhöhte Schwankungen von Energienachfrage und -angebot zu ermöglichen. Von daher müssten die Energienetze des 21. Jahrhunderts effizient, dynamisch, interaktiv und flexibel sein - sogenannte "Smart Grids". Die Herausforderungen seien also groß - aber auch die Bandbreite interessanter Investmentmöglichkeiten.

Die Crux dabei: Erneuerbare Energien seien zwar CO2-, aber nicht problemfrei. An wolkigen oder windstillen Tagen würden Solar- oder Windkraftanlagen wenig bis keinen Strom erzeugen. Das mache die Stromerzeugung schwankungsanfälliger und weniger zuverlässig als traditionelle Quellen wie Kohle oder Gas. Netzbetreiber müssten zukünftig daher in großem Stil in Energiespeicherung investieren.

Erzeugung sauberer Energie, Elektrifizierung, energieeffizienter Verbrauch und intelligente Stromnetze seien nur einige der Bereiche in der Energiewertschöpfungskette, die ein schnelles Wachstum erfahren dürften, wenn Industrien und Volkswirtschaften auf kohlenstoffarme Betriebsumgebungen umstellen würden.

Die Energiekrise in Europa mit hohen Energiekosten und Sorgen um Energiesicherheit habe die Energiewende - besonders, aber nicht nur in Europa - beschleunigt. Auch wenn Länder aufgrund der Gasknappheit kurzfristig auf "schmutzigere" Energiequellen wie Kohle zurückgreifen würden, sei bereits eine massive Erhöhung der erneuerbaren Energien beschlossen worden. Deutschland wolle z.B. die jährlich installierte Kapazität von Solar- und Windkraft kurz- bis mittelfristig verdreifachen.

Für die RobecoSAM Smart Energy Equities Strategie, mit der wir entlang der gesamten Energiewertschöpfungskette investieren einschließlich sauberer Energieerzeugung, Energiemanagement- und Energieeffizienzlösungen, haben wir dieses Jahr die Allokation in Solarenergie ausgebaut, so die Experten von Robeco. Zudem hätten die Experten von Robeco im Bereich Wärmepumpen investiert. Beide Themen sollten schon kurzfristig vom verstärkten Momentum der Energiewende profitieren. Auch bei Energiespeicherlösungen hätten die Experten von Robeco ihr Engagement erhöht, da dieser Bereich zusammen mit dem Ausbau der erneuerbaren Kapazitäten wachsen dürfte. Besonders im aktuellen Marktumfeld würden die Experten von Robeco neben Wachstum und attraktiven Bewertungen vor allem auch auf Unternehmen und Bereiche achten, die ihre Marktposition und Margen angesichts von Inflation und Rezessionsängsten verteidigen könnten. Langfristig sähen die Experten von Robeco nach wie vor vielversprechende Investitionsmöglichkeiten entlang der gesamten Wertschöpfungskette für saubere und effiziente Energie. (10.08.2022/fc/a/f)


 

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