Rocket Lab startet mit gewaltigem Momentum in das Börsenjahr 2026. Während die operative Bilanz des Vorjahres makellos bleibt, sorgt nun vor allem die Hoffnung auf steigende US-Verteidigungsausgaben für neue Fantasie. Doch angesichts der massiven Kursgewinne der letzten zwölf Monate müssen Anleger genau hinsehen: Wie viel Zukunftsmusik ist bereits eingepreist?
Hyperschall-Budget als Kurstreiber
Verantwortlich für den jüngsten Kurssprung am Freitag war primär die Stärke im Verteidigungssektor. Ein neuer Bericht unterstreicht die Absicht des Pentagon, über 6,9 Milliarden US-Dollar in die Entwicklung von Hyperschall-Waffen zu investieren. Rocket Lab positioniert sich mit seinem HASTE-Programm (Hypersonic Accelerator Suborbital Test Electron) zunehmend als kritischer Infrastruktur-Partner für diese nationalen Sicherheitstests.
Diese strategische Positionierung wird durch operative Exzellenz untermauert. Das Unternehmen bestätigte am Freitag den Abschluss des Jahres 2025 mit einer perfekten Bilanz: 21 erfolgreiche Electron-Starts und eine Missionserfolgsquote von 100 Prozent. Damit bleibt die Electron die am häufigsten gestartete Kleinrakete der Welt.
Der 800-Millionen-Dollar-Hebel
Das aktuelle Kursniveau, das sich nach einem Anstieg von über 8 Prozent am Freitag nun bei gut 75,58 US-Dollar eingependelt hat, stützt sich fundamental auf einen Großauftrag der U.S. Space Development Agency (SDA). Der Ende Dezember verkündete Vertrag über bis zu 816 Millionen US-Dollar für den Bau von 18 Satelliten hat den Auftragsbestand des Unternehmens praktisch über Nacht verdoppelt.
Marktbeobachter werten diesen Deal als Bestätigung der strategischen Wandlung: Rocket Lab wird nicht mehr nur als reiner Startdienstleister bewertet, sondern als integrierter Raumfahrt-Konzern, der große Teile des US-Raumfahrtbudgets für sich beanspruchen kann.
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Warnsignale: Insider-Verkäufe und Neutron-Zeitplan
Trotz der Euphorie wachsen die Bäume nicht unbegrenzt in den Himmel. Analysten verweisen auf den Zeitplan der neuen, größeren Neutron-Rakete als potenziellen Stolperstein. Verzögerungen bei diesem Projekt, das für den Wettbewerb mit SpaceX essenziell ist, könnten die inzwischen sportliche Bewertung unter Druck setzen.
Zudem nutzten Insider die Rekordstände für Gewinnmitnahmen. Director Edward Frank verkaufte kürzlich Aktien im Wert von knapp 194.000 US-Dollar. Nach einem Kursanstieg von über 200 Prozent auf Jahressicht ist dies zwar ein Routinevorgang, dient Anlegern aber als Indikator für das aktuelle Stimmungsbild in der Führungsetage. Auch der RSI von 85,1 signalisiert eine technisch stark überkaufte Situation.
Ausblick
Der nächste entscheidende Termin für Anleger ist der 3. März 2026, wenn Rocket Lab seine Quartalszahlen vorlegt. Da der Rekord-Auftragsbestand bereits bekannt ist, wird sich der Fokus der Märkte auf die Gewinnmargen und die konkreten Entwicklungskosten (Burn Rate) der Neutron-Rakete verschieben. Gelingt der Aktie der nachhaltige Ausbruch über den Widerstand bei 76 US-Dollar, könnte die technische Dynamik kurzfristig anhalten.
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