Spannungen zwischen China und Japan sowie neue Rohstoffstrategien in Australien und den USA rücken Arafura Rare Earths in den Vordergrund. Die Aktie legte heute leicht zu und reagiert damit auf Berichte über chinesische Exportbeschränkungen und eine geplante milliardenschwere Rohstoffreserve der australischen Regierung. Im Zentrum steht die Frage, wie stark Arafura von der Neuordnung der Lieferketten profitieren kann.
Geopolitische Spannungen und Rohstoffreserven
Laut Australian Mining Review hat China im Januar Exportverbote für bestimmte Dual-Use-Güter, darunter ausgewählte Seltene Erden, nach Japan verhängt. Hintergrund sind demnach Japans höheres Militärbudget und die Haltung im Taiwan-Konflikt. Die Maßnahme unterstreicht die Abhängigkeit von China, das über 90 % der globalen Raffineriekapazitäten für diese Rohstoffe kontrolliert.
Gleichzeitig erhöht Australien den politischen Druck auf diese Abhängigkeit. Finanzminister Jim Chalmers präsentierte Pläne für eine strategische Rohstoffreserve im Volumen von 1,2 Milliarden AUD. Im Fokus stehen Antimon, Gallium und Seltene Erden, um die Abhängigkeit von dominanten Produzenten zu verringern.
Auch die USA ziehen nach: Im Januar wurde ein Gesetzesentwurf für einen ähnlichen strategischen Vorrat im Umfang von 2,5 Milliarden USD eingebracht. Damit verdichten sich die Signale, dass westliche Staaten ihre Versorgungssicherheit bei kritischen Mineralien aktiv ausbauen wollen.
Nolans-Projekt rückt in den Fokus
Vor diesem Hintergrund wird Arafuras Nolans-Projekt von Marktbeobachtern als strategisch wichtig eingestuft. In einer Analyse vom 16. Januar hebt Veye das Unternehmen als einen der interessanten ASX-Rohstofftitel unter 1 AUD hervor. Das Nolans-Projekt wird dort als „baureifste NdPr-Quelle außerhalb Chinas“ bezeichnet.
Wesentliche Argumente dieser Einschätzung sind:
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- Strukturierte Fremdfinanzierung: Ein Finanzierungspaket von rund 1 Milliarde USD steht.
- Staatliche Unterstützung: Wandelanleihe-Vereinbarung über 200 Millionen AUD mit dem National Reconstruction Fund.
- Nächster Meilenstein: Die finale Investitionsentscheidung (Final Investment Decision, FID) gilt als „unmittelbar bevorstehend“.
Während Wettbewerber wie Lynas mit personellen Veränderungen im Management konfrontiert sind – CEO Amanda Lacaze hat laut The West Australian ihren Rücktritt vor Ende des laufenden Geschäftsjahres angekündigt – arbeitet Arafura weiter an der Finalisierung der Projektentwicklungsphase.
Marktumfeld und Kursentwicklung
Die jüngste Kursentwicklung spiegelt die wachsende Bedeutung nicht-chinesischer Lieferketten wider. Über die vergangenen drei Monate liegt die Aktie zwar rund 29,6 % im Minus, auf Sicht von zwölf Monaten steht jedoch ein kräftiges Plus von 96,55 %. Mit einer Marktkapitalisierung von 1,303 Milliarden AUD zählt Arafura zu den größeren Entwicklern im Sektor.
Auf der Nachfrageseite bleibt das Umfeld grundsätzlich positiv. 2025 wurden weltweit 20,7 Millionen Elektrofahrzeuge verkauft, ein Zuwachs von 20 % im Jahresvergleich. EVs sind ein zentraler Treiber für den Bedarf an Neodym-Praseodym (NdPr) für Permanentmagnete.
Zwar wird für den US-Markt 2026 ein Rückgang erwartet, doch in Europa soll das Wachstum um 14 % anziehen. Diese Dynamik stützt die mittelfristige Nachfrage nach magnetrelevanten Seltenen Erden.
Ausblick: FID als möglicher Kurstreiber
Im Mittelpunkt steht nun die finale Investitionsentscheidung für das Nolans-Projekt. Die bereits strukturierten Finanzierungsbausteine und der politische Rückenwind für unabhängige Lieferketten bilden dafür einen soliden Rahmen.
Kurzfristig konsolidiert die Aktie um 0,285 AUD, während Marktteilnehmer auf das offizielle FID-Signal warten. Zusätzlich könnte die Umsetzung der australischen Rohstoffreserve neuen Impuls geben, insbesondere falls heimische Projekte bei der Beschaffung bevorzugt werden.
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