Berkshires neuer CEO Greg Abel krempelt das Portfolio um – und Kraft Heinz könnte dabei auf der Strecke bleiben. Ein SEC-Filing vom 21. Januar 2026 zeigt: Der Investmentriese könnte seinen gesamten 27,5-Prozent-Anteil abstoßen. Die Reaktion der Märkte folgte prompt: Die Aktie sackte zeitweise auf ein Sechsjahrestief von 21,99 Dollar ab.
Machtwechsel mit Folgen
Seit dem 1. Januar 2026 führt Greg Abel die Geschäfte bei Berkshire Hathaway. Was folgte, war eine Kehrtwende: Die Meldung an die US-Börsenaufsicht SEC signalisiert die mögliche Veräußerung der kompletten Beteiligung – rund 325,4 Millionen Aktien mit einem Marktwert von etwa 8,5 Milliarden Dollar.
Das Timing könnte kaum ungünstiger sein. Kraft Heinz plant für die zweite Jahreshälfte 2026 selbst eine Aufspaltung in zwei eigenständige börsennotierte Unternehmen. Die im September 2025 angekündigte Maßnahme soll Wachstum ermöglichen, stößt aber auf Skepsis – auch bei Warren Buffett, der seine Enttäuschung über den geplanten Split bereits äußerte.
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Analysten ziehen die Reißleine
BNP Paribas stufte die Aktie kürzlich auf „Underperform“ herab, Kursziel: 22 Dollar. JPMorgan Chase senkte das Ziel auf 24 Dollar. Finanzkommentator Jim Cramer bezeichnete die geplante Aufspaltung als „schwieriges Unterfangen“ und verwies auf strukturelle Branchenprobleme wie die sinkende Nachfrage durch Abnehmspritzen.
Der leichte Kursanstieg zum Wochenschluss auf 23,20 Dollar am Freitag dürfte technischer Natur gewesen sein – vermutlich durch Eindeckungen von Leerverkäufern. Mit fast 325 Millionen Aktien, die potenziell auf den Markt drängen, bleibt ein massiver Überhang bestehen.
Am 11. Februar 2026 folgen die Quartalszahlen. Investoren werden genau prüfen, ob sich die Verkaufsvolumina stabilisieren. Doch solange das Berkshire-Damoklesschwert über der Aktie hängt, dürfte die Erholung begrenzt bleiben.
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