Alibaba Aktie: Eigene Chips, eigene Wege
Alibaba reduziert Abhängigkeit von Nvidia durch eigene RISC-V-Prozessoren und Huawei-Chips. Das Cloud-Geschäft wächst dreistellig, doch hohe Investitionen belasten aktuell die Aktienperformance.

Kurz zusammengefasst
- Neuer RISC-V-Prozessor für KI-Inferenz vorgestellt
- Huawei-Chips ersetzen Nvidia-Hardware in der Cloud
- Dreistelliges Wachstum im KI-Geschäft seit zehn Quartalen
- Aktienkurs zeigt Minus von 20 Prozent seit Jahresbeginn
Alibaba baut seine KI-Infrastruktur konsequent auf heimische Technologie um. Mit einem neuen Prozessor aus dem eigenen Forschungslabor und dem geplanten Einsatz von Huawei-KI-Chips vollzieht der Konzern einen klaren strategischen Schwenk — ausgelöst durch US-Exportbeschränkungen, die den Zugang zu Nvidia-Produkten einschränken.
Eigenentwicklung aus dem Damo Academy
Am 24. März stellte Alibabas Forschungsarm Damo Academy den XuanTie C950 vor. Der neue Prozessor basiert auf der quelloffenen RISC-V-Architektur und ist speziell für Cloud-Computing sowie das Ausführen mehrstufiger KI-Agenten-Aufgaben ausgelegt. Er soll in Rechenzentren für KI-Inferenzanwendungen eingesetzt werden — ein Baustein, mit dem Alibaba die Abhängigkeit von externen Chip-Lieferanten schrittweise reduziert.
Huawei als neuer Hardware-Partner
Parallel dazu setzt Alibaba nach erfolgreichen internen Tests auf Huaweis 950PR-KI-Chips. Der Schritt ist kein Einzelfall: Chinesische Technologiekonzerne stellen ihre KI-Hardware-Beschaffung angesichts westlicher Exportrestriktionen zunehmend auf lokale Anbieter um. Für Alibaba Cloud bedeutet das konkret, bestehende KI-Workloads weiterzuführen und neue Anwendungen auf Huaweis Ökosystem auszurichten.
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Wachstumsziel: 100 Milliarden Dollar
Das Cloud-Geschäft wächst schnell. Zehn Quartale in Folge verzeichnete Alibaba beim KI-bezogenen Produktumsatz dreistellige Wachstumsraten im Jahresvergleich. Das erklärte Ziel des Managements: mehr als 100 Milliarden Dollar Jahresumsatz aus Cloud- und KI-Geschäften innerhalb der nächsten fünf Jahre.
Die Kehrseite dieser Ambitionen zeigt sich im Aktienkurs. Mit einem Minus von rund 20 Prozent seit Jahresbeginn spiegeln sich die kurzfristigen Margenbelastungen durch die hohen Investitionen wider. Ob die Wachstumsstrategie aufgeht, wird sich an der Entwicklung der Cloud-Margen in den kommenden Quartalsberichten ablesen lassen.
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