Nordex hält das Tempo hoch. Nach einem starken Vorjahr sichert sich der Turbinenbauer ein neues Projekt im wichtigen Heimatmarkt Schleswig-Holstein. Doch für Anleger ist nicht nur der Einzelauftrag relevant: Der jüngste Einstieg des Bundes beim Netzbetreiber Tennet könnte die entscheidende Flanke für den weiteren Ausbau und die tatsächliche Netzintegration sichern.
- Neuer Auftrag: 56 Megawatt für einen Bürgerwindpark in Nordfriesland.
- Strategische Basis: Rahmenvertrag über 700 MW mit Verbund Green Power im Januar fixiert.
- Infrastruktur-Treiber: Bund erwirbt via KfW 25,1 % an Tennet Germany.
Heimvorteil in Nordfriesland
Der Fokus liegt zum Wochenstart auf dem operativen Geschäft. Wie Nordex bekannt gab, liefert das Unternehmen acht Turbinen der N163-Serie für den Bürgerwindpark „Bosbüll Holm Uphusum“. Das Gesamtvolumen beläuft sich auf 56 Megawatt (MW). Neben der Hardware umfasst der Vertrag einen Premium-Service über 20 Jahre. Die Installation ist für Anfang 2027 geplant.
Dieser Abschluss bestätigt die Wettbewerbsfähigkeit der Technologie an binnenländischen Standorten. Er folgt auf eine strategische Weichenstellung im Januar, als Nordex einen Rahmenvertrag mit Verbund Green Power über ein Potenzial von bis zu 700 MW bis 2030 unterzeichnete. Während der Rahmenvertrag die mittelfristige Auslastung in Europa stützt, füllt der aktuelle Zuschlag das kurzfristige Orderbuch in Deutschland.
Rückenwind durch Netzpolitik
Über die unternehmensspezifischen Nachrichten hinaus hellt sich das strukturpolitische Umfeld auf. Die Unterzeichnung des Erwerbs von 25,1 Prozent am Übertragungsnetzbetreiber Tennet Germany durch die KfW wird im Sektor als wichtiges Signal gewertet.
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Für Hersteller wie Nordex ist der synchrone Ausbau von Erzeugungsanlagen und Stromnetzen essenziell. Engpässe führten in der Vergangenheit oft zu Abschaltungen. Die staatliche Beteiligung soll die Finanzierung der notwendigen Infrastruktur absichern und könnte die Umsetzung beschleunigen.
Charttechnische Atempause
Trotz der positiven Nachrichtenlage konsolidiert der Titel derzeit auf hohem Niveau. Aktuell notiert die Aktie bei 32,74 Euro. Auf Wochensicht bedeutet dies einen Rückgang von gut 5,5 Prozent, was angesichts der massiven Rallye der letzten zwölf Monate (+184 Prozent) als marktübliche Korrektur gewertet werden kann.
Entscheidend für die weitere Entwicklung wird sein, ob Nordex die positive Auftragsdynamik in den kommenden Monaten aufrechterhalten kann. Anleger richten ihren Blick nun darauf, wie sich die Stabilisierung der Lieferketten und die hohe Auslastung konkret auf die Margenentwicklung im laufenden Geschäftsjahr auswirken.
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