Thyssenkrupp Aktie: Doppel-Deal im Anmarsch

Thyssenkrupp verhandelt über den Verkauf seiner Stahlsparte an Jindal Steel und einen U-Boot-Großauftrag für Indien. Diese strategische Neuausrichtung treibt den Aktienkurs deutlich an.

Kurz zusammengefasst:
  • Geplanter Verkauf von 60% der Stahlsparte an Jindal Steel
  • U-Boot-Auftrag im Wert von 8 Milliarden Dollar mit Indien
  • Aktienkurs hat sich binnen eines Jahres mehr als verdoppelt
  • Strategische Neuausrichtung des Industriekonzerns

Thyssenkrupp steht vor einer fundamentalen Neuausrichtung. Der Industriekonzern verhandelt gleichzeitig über den Verkauf seiner Stahlsparte an den indischen Partner Jindal Steel und einen Marine-Großauftrag im Volumen von 8 Milliarden Dollar. Die Börse reagiert deutlich: Die Aktie notiert stabil über 10 Euro und hat sich binnen Jahresfrist mehr als verdoppelt.

Die wichtigsten Fakten:
– Verkauf von 60% der Stahlsparte an Jindal Steel geplant
– U-Boot-Auftrag über 8 Milliarden Dollar mit Indien vor Abschluss
– Kursentwicklung 12 Monate: +166%
– Aktueller Kurs: 10,29 Euro (+1,33% am Freitag)

Thyssenkrupp

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Jindal übernimmt Stahlgeschäft schrittweise

Die Verhandlungen über Thyssenkrupp Steel Europe (TKSE) haben eine konkrete Form angenommen. Jindal Steel soll zunächst 60% der Anteile übernehmen, die restlichen 40% würden später folgen. Diese gestaffelte Struktur ermöglicht es, die komplexe Transaktion in beherrschbaren Schritten abzuwickeln.

Im Zentrum steht die Lösung für Pensionsverpflichtungen von rund 2,5 Milliarden Euro. Diese Altlasten galten lange als Haupthindernis für einen Verkauf. Mit dem mehrstufigen Modell könnte Thyssenkrupp die volatile Stahlsparte aus der Bilanz lösen und gleichzeitig finanzielle Handlungsfähigkeit zurückgewinnen.

Marine-Sparte vor Rekordauftrag

Parallel läuft ein Großprojekt im Rüstungsbereich. Deutschland und Indien stehen vor dem Abschluss eines U-Boot-Deals über rund 8 Milliarden Dollar. Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) soll sechs U-Boote mit luftunabhängigem Antrieb liefern, die Fertigung erfolgt in Kooperation mit Mazagon Dock Shipbuilders unter Einbeziehung von Technologietransfer.

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Für Thyssenkrupp würde dieser Auftrag die strategische Transformation unterstreichen: Weg vom defizitären Stahlgeschäft, hin zu profitablen Technologiesparten. Die Kombination aus beiden Deals definiert eine klare Richtung für den Konzern.

Markt setzt auf erfolgreichen Abschluss

Die Kursentwicklung spiegelt die gestiegenen Erwartungen wider. Von 3,86 Euro im Januar 2025 hat sich die Aktie auf aktuell 10,29 Euro erholt – ein Plus von 167% binnen zwölf Monaten. Das erhöhte Handelsvolumen der vergangenen Wochen deutet auf zunehmendes institutionelles Interesse hin.

Der Titel notiert über seinem 200-Tage-Durchschnitt von 9,74 Euro. Gelingt die Finalisierung beider Transaktionen in den kommenden Monaten, dürfte dies weitere Neubewertungspotenzial freisetzen. Bis zum Oktober-Hoch bei 13,24 Euro bleibt allerdings noch Luft nach oben.

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