Ein lokales ukrainisches Gericht hat das Insolvenzverfahren gegen die wichtigste operative Tochtergesellschaft von Ferrexpo eröffnet. Diese Nachricht löste an der Londoner Börse eine massive Verkaufswelle aus und schickte den Aktienkurs auf Talfahrt. Wie konnte es zu diesem drastischen Schritt kommen, während das Hauptverfahren noch vor dem Obersten Gerichtshof der Ukraine anhängig ist?
Umstrittene Millionen-Forderung
Hintergrund der gerichtlichen Entscheidung ist ein Streit um Bürgschaften in Höhe von 4,73 Milliarden Hrywnja (rund 113,5 Millionen US-Dollar). Die Maxi Capital Group erhebt diese Forderungen im Zusammenhang mit der insolventen Bank Finance & Credit. Ferrexpo bestreitet die Rechtmäßigkeit dieser Ansprüche seit langem und hat den Betrag vorsorglich bereits vollständig in seinen Finanzberichten zurückgestellt.
Obwohl der Oberste Gerichtshof der Ukraine bereits im April 2024 eine Vollstreckung gegen die Tochtergesellschaft Ferrexpo Poltava Mining (FPM) vorerst untersagt hatte, eröffnete das lokale Gericht nun das Insolvenzverfahren und bestellte einen Insolvenzverwalter.
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Reaktion des Unternehmens
Ferrexpo kündigte an, innerhalb der gesetzlichen Frist von zehn Tagen Berufung gegen die Entscheidung einzulegen. Das Unternehmen stellte jedoch klar, dass dieser Widerspruch das laufende Verfahren nicht automatisch stoppt. Das Management vor Ort soll den Geschäftsbetrieb des Pellet-Produzenten während dieser Phase zunächst weiterführen.
Anleger reagierten am Dienstag mit Panikverkäufen. In der Spitze verlor die Aktie knapp 30 Prozent an Wert und markierte bei 50,5 Pence einen deutlichen Einbruch. Die Unsicherheit über den Fortbestand der Kontrolle über die wichtigste Produktionseinheit belastet das Vertrauen der Investoren schwer.
Rechtliche Hängepartie
Entscheidend für die weitere Entwicklung wird das Urteil des Obersten Gerichtshofs der Ukraine sein. Erst eine endgültige Entscheidung in der Hauptsache könnte das Insolvenzverfahren beenden oder die Forderungen endgültig abweisen. Solange das Verfahren läuft, agiert die Konzerntochter unter der Aufsicht eines externen Verwalters. Dies schränkt die operative Flexibilität des einst weltweit drittgrößten Exporteurs von Eisenerzpellets massiv ein.
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