Lufthansa Aktie: Jubiläum mit Turbulenzen

Die Lufthansa startet in ihr Jubiläumsjahr mit operativen Turbulenzen. Fehlende Zertifizierungen für Premium-Sitze und Flugausfälle belasten das Geschäft, während strategische Partnerschaften die Zukunft modernisieren sollen.

Kurz zusammengefasst:
  • Zertifizierungsproblem bei neuen Business-Class-Sitzen
  • Wintersturm führt zu Flugausfällen in Nordamerika
  • Partnerschaft mit Starlink für Highspeed-Internet
  • Q4-Zahlen für 2025 folgen Anfang März 2026

Die Lufthansa feiert ihr 100-jähriges Bestehen, doch die Stimmung zum Start ins Jubiläumsjahr 2026 ist gedämpft. Während das Management strategisch wichtige Partnerschaften für die Zukunft schmiedet, bremsen akute operative Probleme das Geschäft derzeit spürbar aus. Besonders ein Zertifizierungs-Debakel in der profitablen Business Class wirft Fragen zur kurzfristigen Margenentwicklung auf.

Das Wichtigste in Kürze:
* Margendruck: Fehlende Zertifizierung für „Allegris“-Sitze verhindert Verkauf von Premium-Plätzen.
* Flugausfälle: Wintersturm in Nordamerika erzwingt Streichungen.
* Strategie: Starlink-Partnerschaft bringt ab Ende 2026 Highspeed-Internet.
* Termin: Q4-Zahlen folgen am 6. März 2026.

Lufthansa

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Leere Sitze im Premium-Segment

Ein hausgemachtes Problem wiegt derzeit schwerer als die üblichen Marktschwankungen. Die neuen „Allegris“-Business-Class-Sitze an Bord der Boeing 787-9 verfügen laut Branchenberichten noch nicht über die vollständige Zertifizierung. Die Konsequenz ist für die Airline finanziell schmerzhaft: Ein Teil der lukrativsten Plätze an Bord darf schlichtweg nicht verkauft werden und bleibt leer.

Dieser Effizienzverlust trifft den Konzern an einer empfindlichen Stelle, da gerade das Premium-Segment entscheidend für die Profitabilität ist. An der Börse reagiert das Papier heute leicht schwächer und notiert bei 8,71 Euro. Trotz des aktuellen Ärgers steht auf Sicht von zwölf Monaten allerdings noch immer ein beachtliches Plus von rund 41 Prozent zu Buche.

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Wintersturm belastet Flugplan

Neben den internen Hürden kämpft die Lufthansa auch mit externen Faktoren. Ein schwerer Wintersturm in Nordamerika führte Ende Januar zu erheblichen Einschränkungen im Flugbetrieb. Betroffen waren insbesondere Verbindungen nach Texas und an die US-Ostküste. Zwar gehören wetterbedingte Ausfälle zum Geschäftsrisiko einer jeden Airline, doch in Kombination mit den technischen Problemen summieren sich die Belastungen für das erste Quartal.

Blick nach vorne: Internet und Tradition

Abseits der operativen Sorgen treibt das Management die Modernisierung voran. Eine am 13. Januar verkündete Kooperation mit Starlink soll ab der zweiten Jahreshälfte 2026 schnelles Internet in die gesamte Flotte bringen; bis 2029 soll die Umrüstung von rund 850 Flugzeugen abgeschlossen sein. Parallel dazu zelebriert das Unternehmen seine Historie: Seit der Gründung der ersten „Luft Hansa“ sind 100 Jahre vergangen, was der Konzern mit Sonderlackierungen auf Flaggschiffen wie dem Airbus A380 feiert.

Ob diese strategischen Weichenstellungen ausreichen, um die aktuellen operativen Dellen auszugleichen, wird sich am 6. März 2026 zeigen. Dann legt die Lufthansa Group ihre Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 vor und wird konkrete Zahlen zu den finanziellen Auswirkungen der unbesetzten Business-Class-Sitze liefern müssen.

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