Wenn Führungskräfte in einer Schwächephase am Markt zugreifen, horchen Anleger auf. Bei Circus SE ist genau das in den vergangenen 48 Stunden passiert: Mehrere Pflichtmitteilungen melden Zukäufe aus dem Management. Doch wie aussagekräftig ist dieses Signal, solange der operative Durchbruch noch aussteht?
Management greift zu – mitten im Abverkauf
Laut den jüngsten EQS-Pflichtmitteilungen kaufte Dr. Jan-Christian Heins am 25. Februar 2026 Aktien. Bereits am 26. Februar folgten weitere Meldungen, die fortgesetzte Zukäufe aus der Führungsebene bestätigen.
Der Zeitpunkt ist auffällig: Trotz des heutigen Kursanstiegs auf 7,70 Euro (plus 4,05%) steht der Titel übergeordnet weiter unter Druck. In den letzten 30 Tagen liegt das Papier 18,60% im Minus, seit Jahresbeginn sind es -36,10%. Erst am 24. Februar 2026 markierte die Aktie mit 7,16 Euro ein neues 52‑Wochen-Tief.
Hohe Bewertung trifft auf dünne Zahlen
Der Kurseinbruch ist dabei nur die halbe Geschichte. Der Quelltext stellt den Kontrast zwischen Bewertung und bislang ausgewiesenen Kennzahlen in den Mittelpunkt: Für 2024 werden 0,979 Mio. Euro Umsatz genannt, bei einem Verlust von 15,23 Mio. Euro. Gleichzeitig wird ein „hoher Kapitalbedarf“ betont.
Auch die Kapitalstruktur wirkt eng: Zuletzt betrug das ausgewiesene Eigenkapital 2,41 Mio. Euro (Eigenkapitalquote 12,28%), die Gesamtverschuldung 9,15 Mio. Euro. In so einem Bild erklären sich die Nervosität und die Bewertungsabschläge – unabhängig davon, ob einzelne Tage grün schließen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Circus?
Rollouts als nächste Wegmarken
Operativ richtet sich der Blick laut Quelltext auf zwei laufende Erprobungen des autonomen Küchenroboters CA‑1. Seit Januar 2026 existiert ein Vertrag mit der Bundeswehr zur autonomen Lebensmittelversorgung in ausgewählten Kasernen. Parallel läuft eine auf acht Monate angesetzte Testphase in Filialen einer Supermarktkette.
Entscheidend ist hier weniger die Ankündigung als das Ergebnis: Erst nach der Auswertung von Kundenbefragungen und Leistungsdaten aus dem Realbetrieb sollen die Partner über eine mögliche breitere Integration entscheiden. Genau diese belastbaren Auswertungen scheinen derzeit der Punkt zu sein, den externe Kapitalgeber vor weiteren Schritten sehen wollen – während das Management bereits kauft.
Im Kalender stehen damit als konkrete Trigger vor allem die Fortschritte und Zwischenergebnisse der laufenden Pilotphasen; sie dürften den Ton für die Diskussion um Skalierung und Finanzierung vorgeben.
Circus-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Circus-Analyse vom 27. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Circus-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Circus-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Circus: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
