RWE Aktie: Ausbaukurs

RWE sichert sich langfristige Verträge für Offshore-Windprojekte in Großbritannien und treibt den Bau von Speicherkapazitäten voran, um die Wachstumsstrategie zu festigen.

Kurz zusammengefasst:
  • Zuschlag für 6,9 GW Offshore-Windkraft in Großbritannien
  • Langfristige Partnerschaften mit KKR und Masdar
  • Investitionsentscheidung für 400-MW-Batteriespeicher
  • Aktie notiert auf neuem 52-Wochen-Hoch

RWE liefert gerade Schlag auf Schlag – und zwar bei den Projekten, die den Konzern in den nächsten Jahren tragen sollen: Offshore-Wind, Partnerschaften und Speicher. Gleich mehrere Meilensteine in Großbritannien, Dänemark und Deutschland zeigen, wie konsequent der Essener Energiekonzern seine Wachstumsstrategie abarbeitet. Was steckt hinter den neuen Zusagen – und warum sind sie für die Planbarkeit entscheidend?

Zuletzt markierte die RWE-Aktie mit 53,52 Euro ein neues 52‑Wochen-Hoch. Das passt zur aktuellen Nachrichtenlage: Es geht weniger um kurzfristige Effekte, sondern um langfristig abgesicherte Projekte und den Aufbau flexibler Infrastruktur.

Rwe

DE0007037129
-
Heute: -
7 Tage: -

Großbritannien: 6,9 GW mit 20-jährigen Verträgen

Ein zentrales Signal kam Mitte Januar aus Großbritannien. In der staatlichen Contracts-for-Difference-Auktion (Allocation Round 7) erhielt RWE den Zuschlag für fünf Offshore-Windprojekte mit insgesamt 6,9 Gigawatt. Die Verträge laufen 20 Jahre und sehen einen Strike Price von 91,20 Pfund je Megawattstunde vor (inflationsindexiert, Preisbasis 2024).

Damit sichert sich RWE nicht nur Volumen, sondern vor allem planbare Erlöse über einen langen Zeitraum – ein wichtiger Punkt bei kapitalintensiven Offshore-Projekten.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:
Auktionserfolg: 6,9 GW Offshore-Wind in UK mit 20-jährigen CfD-Verträgen
Projekte: Norfolk Vanguard (3,1 GW), Dogger Bank South (3,0 GW), Awel y Môr (0,8 GW)
Geplante Inbetriebnahmen: überwiegend 2029 bis 2032
Preis: 91,20 Pfund/MWh (indexiert)

Partner an Bord: KKR, Masdar und weitere Beteiligte

Parallel zur Auktion vereinbarten RWE und der Investor KKR eine langfristige Partnerschaft für die Norfolk-Vanguard-Projekte. KKR übernimmt jeweils 50% an Norfolk Vanguard East und West. Entwicklung, Bau und Betrieb sollen gemeinsam erfolgen. Der Abschluss der Transaktion ist für Sommer 2026 geplant.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rwe?

Auch bei den anderen Projekten setzt RWE auf geteilte Lasten:
Dogger Bank South: Kooperation mit Masdar (RWE 51%, Masdar 49%)
Awel y Môr: RWE (60%), Stadtwerke München (30%), Siemens (10%)

Das Muster ist klar: RWE behält bei Schlüsselprojekten oft die Mehrheit, holt aber Kapital und Know-how über Partner ins Boot.

Dänemark und Lingen: Lizenz für Thor, Startschuss für Batteriespeicher

In Dänemark gab es Ende Januar Rückenwind: Die Energiebehörde erteilte dem Offshore-Windpark Thor eine 30-jährige Produktionslizenz. Mit über einem Gigawatt Leistung soll Thor nach Fertigstellung 2027 der größte Offshore-Windpark Dänemarks sein. Der Bau läuft laut Angaben planmäßig; Umspannstation und Fundamente sind bereits installiert, die Turbinenmontage soll im Frühjahr 2026 starten. RWE hält 51%, der norwegische Staatsfonds (Norges Bank Investment Management) 49%.

Fast zeitgleich folgte in Deutschland die nächste Weiche: RWE traf die Investitionsentscheidung für einen 400‑MW-Batteriespeicher am Standort Lingen. Geplant sind mindestens 800 MWh Speicherkapazität, die Anlage soll ihre maximale Leistung über mindestens zwei Stunden abgeben können. Baubeginn ist am 2. Februar 2026, die Inbetriebnahme ist für 2028 vorgesehen. Zum Ende des dritten Quartals 2025 lagen weltweit rund 1,2 GW Batteriespeicherleistung im Betrieb, weitere 2,7 GW befanden sich im Bau.

Im Zusammenspiel mit Wind und Solar wird genau diese Flexibilität zum Engpasslöser: Speicher können Strom dann bereitstellen, wenn Erzeugung und Nachfrage zeitlich auseinanderlaufen.

Zum nächsten Fixpunkt wird der Geschäftsbericht 2025 am 12. März 2026. Danach folgt die Hauptversammlung am 30. April 2026 – zwei Termine, an denen der Konzern seine Investitionsprioritäten und den Fortschritt der Pipeline konkret einordnen dürfte.

Rwe-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rwe-Analyse vom 1. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Rwe-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rwe-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 1. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Rwe: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Hebelprodukte konnten nicht geladen werden.

Weitere Artikel zu Rwe

Neueste News

Alle News

Rwe Jahresrendite

Rechtliche Hinweise zu den Hebelprodukten