XRP: Rückenwind trifft Gegenwind

Während Großbanken das XRP Ledger für Stablecoins und Anleihen nutzen und regulatorische Klarheit in den USA wahrscheinlicher wird, senkt Standard Chartered sein Kursziel deutlich. Der Markt zeigt Stresssignale.

Kurz zusammengefasst:
  • Société Générale startet Stablecoin auf XRP Ledger
  • Standard Chartered kürzt Kursziel für 2026 um 65 Prozent
  • Ripple-Chef sieht hohe Chance für US-Regulierungsgesetz
  • On-Chain-Daten zeigen massive Kapitalabflüsse

XRP bekommt gerade gleich von zwei Seiten Aufmerksamkeit: Traditionsbanken testen das Ledger für echte Finanzprodukte, während in den USA wichtige regulatorische Weichen gestellt werden. Das stärkt die Fundamentalseite – doch der Markt bleibt nervös. Was überwiegt kurzfristig: neue Nutzung oder der Druck durch Abfließendes Kapital?

Banken bringen reale Anwendungen aufs Ledger

Gestern hat die französische Großbank Société Générale ihren ersten Euro-Stablecoin „EUR CoinVertible“ auf dem XRP Ledger gestartet. Genutzt werden dabei Ripple-Custody-Lösungen. Die Idee dahinter: schnelle, günstige Transaktionen – und perspektivisch mehr Einsatzmöglichkeiten, etwa als Sicherheit (Collateral) im Handel innerhalb des Ripple-Produktumfelds.

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Parallel setzt auch Japan ein Signal: SBI Holdings hat bereits am 20. Februar eine Anleihe über 10 Milliarden Yen (rund 64,5 Mio. US-Dollar) „on-chain“ emittiert. Die tokenisierten „SBI START Bonds“ laufen bis März 2029 und bieten laut Angaben eine jährliche Rendite von 1,85% bis 2,45%. Für Privatanleger sind Token-Anreize vorgesehen. Der Handel am Sekundärmarkt soll am 25. März 2026 an der Osaka Digital Exchange starten. Unterm Strich: Das Ledger rückt näher an klassische Kapitalmarktprozesse heran.

Regulierung: Nähe zur CFTC, Hoffnung auf „Clarity Act“

Auch politisch bewegt sich etwas. Ripple-Chef Brad Garlinghouse wurde in das 35-köpfige Innovation Advisory Committee der US-Rohstoffaufsicht CFTC berufen. Das wirkt wie ein Schritt Richtung engerer Abstimmung zwischen Krypto-Branche und Regulierern.

Heute ging Garlinghouse zudem mit einer konkreten Einschätzung an die Öffentlichkeit: Er hält die Verabschiedung des US-„Clarity Act“ bis April 2026 für zu 90% wahrscheinlich. Das liegt deutlich über den rund 72%, die Prognosemärkte wie Polymarket derzeit einpreisen. Als Hintergrund wird genannt, dass das Weiße Haus vor einer Frist im März offenbar auf einen regulatorischen Konsens drängt.

Kursziel-Schnitt und gemischte Signale aus dem Markt

Trotz der institutionellen Fortschritte bleibt das Umfeld angespannt. Standard Chartered hat sein Kursziel für Ende 2026 um 65% gekappt – von 8,00 auf 2,80 US-Dollar. Begründet wird das mit starken Abverkäufen und schwächeren institutionellen Kapitalzuflüssen. Das langfristige Ziel für 2030 ließ die Bank hingegen bei 28,00 US-Dollar.

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Aus der US-Politik kommt derweil ein kleines Pluszeichen – mit Fragezeichen: In Arizona hat ein Senatsausschuss einen Gesetzesvorschlag (SB1649) vorangebracht, der einen staatlichen „Digital Assets Strategic Reserve Fund“ vorsieht und XRP explizit als zulässigen Vermögenswert nennt. Gleichzeitig wird aber darauf verwiesen, dass ein Veto des Gouverneurs aufgrund früherer Entscheidungen als wahrscheinlich gilt.

Am Markt selbst zeigen On-Chain-Daten Stress: Am 21. Februar wurden laut Bericht rund 31 Millionen Token (etwa 45 Mio. US-Dollar) zu Binance transferiert. Zudem ist von rund 2 Mrd. US-Dollar „realisierten Verlusten“ die Rede – dem größten Kapitulationsereignis im XRP-Netzwerk seit 2022.

Ein Gegenpol kommt aus dem ETF-Bereich: Während Bitcoin-ETFs in der Vorwoche Abflüsse von 315,9 Mio. US-Dollar gesehen haben, verzeichneten die sieben aktiven Spot-ETFs auf XRP laut Text netto Zuflüsse von 1,84 Mio. US-Dollar. Zusammen verwalten sie demnach 1 Mrd. US-Dollar (789,99 Mio. Token).

Beim Kurs zeigt sich der Druck auch im größeren Bild: XRP notiert heute bei 1,39 US-Dollar und liegt in den letzten 30 Tagen rund 27,6% im Minus.

Zum nächsten Fixpunkt dürfte der 25. März 2026 werden, wenn der Handel der tokenisierten SBI-Anleihe am Sekundärmarkt starten soll – ein konkreter Test, wie viel echte Aktivität solche „TradFi-auf-Chain“-Produkte tatsächlich ins Ökosystem bringen.

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