Der Squeeze-out ist da. ADNOC hält über 95 Prozent an Covestro und will nun die verbliebenen Aktionäre aus dem Unternehmen drängen. Die Barabfindung steht noch nicht fest – doch eines ist klar: Der einst eigenständige DAX-Konzern verschwindet von der Börse.
Die wichtigsten Fakten:
– ADNOC-Tochter XRG hält 95,1% der Covestro-Anteile
– Squeeze-out-Verfahren nach § 327a AktG eingeleitet
– Barabfindungshöhe wird durch Sachverständigen geprüft
– Aktie notiert bei 60,52 Euro, unter dem Übernahmepreis von 62 Euro
– Delisting im Jahresverlauf 2026 erwartet
Das Ende als börsennotierter Konzern
Die Zahlen lassen keine Interpretation zu. Mit 95,1 Prozent des Grundkapitals hat die ADNOC-Tochter XRG die entscheidende Schwelle überschritten. Der staatliche Ölkonzern aus Abu Dhabi kann nun den Squeeze-out durchsetzen und die restlichen Aktionäre zwangsweise gegen Barabfindung aus dem Unternehmen herausdrängen.
Das Übertragungsverlangen ist gestellt, die Hauptversammlung wird über den Beschluss entscheiden müssen. Für die verbliebenen Minderheitsaktionäre gibt es keinen Handlungsspielraum mehr – sie werden ihre Anteile verlieren.
Der Kursrückgang von rund 8 Prozent in den vergangenen sieben Tagen spiegelt die Unsicherheit über die finale Abfindungshöhe wider. Ein gerichtlich bestellter Sachverständiger wird die angemessene Barabfindung ermitteln. Ob diese den ursprünglichen Übernahmepreis von 62 Euro erreicht oder darunter liegt, ist offen.
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Von der Bayer-Abspaltung zum ADNOC-Asset
Die strategische Neuausrichtung ist radikal. Covestro, einst als eigenständiger Chemiekonzern aus Bayer hervorgegangen und zeitweise im DAX vertreten, wird Teil der ADNOC-Konzernstruktur. Der Ölkonzern verfolgt damit seine Diversifizierungsstrategie konsequent weiter.
Die Integration in die XRG-Holding soll Synergien freisetzen und die Ausrichtung auf Kreislaufwirtschaft beschleunigen. Für den deutschen Kapitalmarkt bedeutet dies den Verlust eines weiteren Standardwertes. Operative Themen wie Quartalsergebnisse sind derzeit bedeutungslos – einzig die Transaktionsabwicklung zählt.
Wartespiel mit festem Ausgang
Die kommenden Wochen drehen sich ausschließlich um eine Zahl: die Höhe der Barabfindung. Nach Bestätigung durch die Hauptversammlung und Eintragung ins Handelsregister folgt das Delisting. Die Aktie notiert aktuell bei 60,52 Euro und dürfte ohne neue Bewertungsinformationen in dieser engen Spanne verharren. Für Anleger ist Covestro zu einem reinen Arbitrage-Objekt geworden – mit bekanntem Ablaufdatum.
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