Solana: Marktüberblick notwendig

Solanas Blockchain-Aktivität steigt deutlich, während der Kryptokurs unter Druck gerät. Die Diskrepanz zwischen robusten Fundamentaldaten und schwacher Marktstimmung prägt die aktuelle Lage.

Kurz zusammengefasst:
  • SOL-Kurs verliert deutlich und nähert sich Jahrestief
  • Aktive Adressen und Transaktionen im Netzwerk steigen stark
  • Technisches Upgrade Alpenglow soll Finalität radikal beschleunigen
  • Institutionelle ETFs verzeichnen weiterhin stabile Kapitalzuflüsse

Solana steht zum Wochenschluss zwischen zwei Welten: Auf der Blockchain nimmt die Aktivität deutlich zu, an der Börse dominiert dagegen Zurückhaltung. Während Bitcoin knapp unter 90.000 US‑Dollar pendelt und viele Altcoins nachgeben, rutscht SOL von den Januar-Hochs ab. Im Kern geht es um die Frage, ob starke Fundamentaldaten den aktuellen Druck vom Kurs auffangen können.

Kursbild und Marktumfeld

SOL hat in den vergangenen sieben Tagen rund 11 % verloren und liegt mit etwa 127 US‑Dollar nur noch knapp über seinem 52‑Wochentief. Vom Hoch aus dem vergangenen Jahr ist der Token damit fast zur Hälfte abgerückt – ein Zeichen, wie deutlich sich die Stimmung seit dem Herbst abgekühlt hat.

Solana

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Auslöser ist kein einzelnes Solana-Ereignis, sondern ein nervöses Gesamtbild im Kryptomarkt. Nach einer Woche mit mehr als 1 Milliarde US‑Dollar an erzwungenen Liquidationen, in deren Verlauf Bitcoin kurz unter 98.000 US‑Dollar fiel, gaben riskantere Altcoins wie SOL überproportional nach. Solana verstärkte diese Bewegungen – typisch für einen „High-Beta“-Titel, der stärker schwankt als der Gesamtmarkt.

Charttechnisch steckt SOL aktuell in einer klar definierten Spanne. Auf der Oberseite hat sich der Bereich um 140 bis 145 US‑Dollar als Widerstand etabliert, der in dieser Woche erneut nicht überwunden wurde. Auf der Unterseite gilt die Zone zwischen 120 und 110 US‑Dollar als zentrale Unterstützung. Ein Bruch darunter könnte laut Marktbeobachtern den Weg in Richtung 100 US‑Dollar öffnen. Noch bewegt sich der Kurs jedoch zwischen diesen Marken, viele Anleger warten auf ein klares Signal.

On-Chain-Daten: Starke Nutzung

Während der Kurs schwächelt, liefern die On-Chain-Daten ein deutlich robusteres Bild. Die Aktivität im Netzwerk hat zuletzt spürbar angezogen, getrieben von einer Welle an spekulativen Projekten rund um KI‑Tokens auf Solana.

Nach Daten von Nansen vom 18. Januar 2026 stieg die Zahl der aktiven Adressen auf 27,1 Millionen – ein Plus von 56 % innerhalb nur einer Woche. Parallel dazu verarbeitete die Blockchain 515 Millionen Transaktionen in diesem Zeitraum. Damit gehört Solana bei der tatsächlichen Nutzung zu den aktivsten Netzwerken im Markt.

DeFi: TVL deutlich gewachsen

Auch im DeFi-Bereich zeigt sich ein langfristiger Aufwärtstrend, trotz kurzfristiger Schwankungen:

  • Das in Solana-DeFi-Protokollen gebundene Kapital (TVL) liegt derzeit bei rund 8,4 bis 9,2 Milliarden US‑Dollar, je nach Datenquelle
  • Im Vergleich zu etwa 4,6 Milliarden US‑Dollar Ende 2024 ist das ein klarer Zuwachs
  • Wichtige Treiber sind Protokolle wie Jito, Marinade Finance, Kamino und Jupiter

Attraktiv bleibt vor allem die Kombination aus hoher Leistungsfähigkeit (im Schnitt über 2.000 Transaktionen pro Sekunde) und sehr niedrigen Gebühren von unter 0,01 US‑Dollar. Das senkt die Hürden für neue Anwendungen und Nutzer – und erklärt, warum der DeFi-Sektor auf Solana weiter Zulauf erhält.

Technische Fortschritte und Kapitalzuflüsse

Alpenglow-Upgrade als nächster Meilenstein

Auf der Entwicklungsseite steht 2026 ein wichtiges Upgrade an. Das Solana-nahe Unternehmen Anza plant, den neuen Alpenglow-Konsens in diesem Jahr aus dem Entwicklungssystem ins Mainnet zu bringen. Die Community hat bereits im September 2025 mit 98 % der Validator-Stimmen zugestimmt.

Der Schritt soll die Transaktionsfinalität radikal beschleunigen: Statt aktuell im Schnitt rund 12,8 Sekunden sollen Bestätigungen künftig in etwa 150 bis 200 Millisekunden erfolgen – nahezu eine Verhundertfachung der Geschwindigkeit. Das wäre ein deutliches Signal in Richtung Echtzeitanwendungen.

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Begleitend dazu sind weitere Verbesserungen vorgesehen:

  • Einführung von MCP zur Stärkung der Zensurresistenz
  • Höhere Bandbreite durch Turbo-Optimierungen und XDP‑Fragmentübertragung
  • Kürzere Slot-Zeiten und effizientere Verteilung der Blockerträge
  • Geringere langfristige Speicherkosten für Entwickler

Zusammen genommen zielen diese Schritte darauf, Solana technisch noch konkurrenzfähiger zu machen und die Basis für mehr Anwendungen zu schaffen.

Builder-Fonds und ETF-Nachfrage

Parallel fließt frisches Kapital in das Ökosystem. Ein neuer Fonds über 35 Millionen US‑Dollar soll junge Projekte auf Solana unterstützen. Schon im dritten Quartal 2024 sammelten Solana-Projekte 173 Millionen US‑Dollar ein – der stärkste Wert seit 2022. Der neue Fonds knüpft an diese Finanzierungsschiene an und dürfte weitere Entwickler anziehen.

Auf institutioneller Seite sorgen Solana-Spot-ETFs für stabile Nachfrage. Seit ihrem Start haben sie bislang keine einzige Woche mit Nettoabflüssen verzeichnet. Zuletzt kamen weitere 13,14 Millionen US‑Dollar hinzu, die kumulierten Zuflüsse summieren sich auf 755,77 Millionen US‑Dollar. Das signalisiert, dass professionelle Anleger trotz der jüngsten Kursverluste selektiv an der Solana-Story festhalten.

Warnsignale: Stablecoins und Sentiment

Trotz der positiven Nutzungs- und ETF-Daten gibt es auch Belastungsfaktoren. Als kritisch stufen Marktbeobachter vor allem rückläufige Stablecoin-Bestände im Solana-Ökosystem ein. Fließt weniger Stablecoin-Kapital auf eine Blockchain, sinkt meist die Liquidität für DeFi-Protokolle – und häufig ist das ein Vorläufer für schwächere Kurse.

Hinzu kommt ein juristischer Unsicherheitsfaktor: Eine laufende Sammelklage gegen die Solana Foundation und Solana Labs könnte laut Marktkommentaren dazu beitragen, dass Kapital vorsichtiger wird und teilweise abzieht.

Auf Stimmungsebene bleibt Krypto generell riskant positioniert. Wenny Cai, COO von Synfutures, bezeichnet digitale Assets weiterhin als „Volatilitätsverstärker statt als defensiven Wert“. In diesem Umfeld ist es plausibel, dass SOL stärker an die allgemeine Risikobereitschaft am Markt gekoppelt bleibt, statt kurzfristig allein auf Basis der eigenen Fundamentaldaten zu handeln.

Einordnung und Ausblick

Solana steht damit an einem strukturellen Wendepunkt: Die On-Chain-Nutzung, DeFi-Kapazität und technischen Fortschritte zeichnen ein konstruktives Bild, während Kurs und Sentiment klar unter Druck stehen. Kurzfristig dürfte entscheidend sein, ob die Unterstützungszone zwischen 120 und 110 US‑Dollar verteidigt wird und sich die Risikobereitschaft im Kryptomarkt stabilisiert.

Mittelfristig wird sich zeigen, ob der Mix aus wachsender Nutzung, anstehenden Netzwerk-Upgrades und anhaltenden ETF-Zuflüssen ausreicht, um die Diskrepanz zwischen Fundamentaldaten und Kursverlauf zu verringern. Für den Moment dominiert jedoch ein Bild, in dem strukturelle Stärke und zyklische Schwäche gleichzeitig sichtbar sind.

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