Die Divergenz könnte kaum größer sein: Während Wettbewerber im Windkraftsektor Auftragsrekorde feiern, gerät Energiekontor zunehmend unter Beschuss. Am heutigen Samstag wurde bekannt, dass Spekulanten ihre Wetten gegen den Bremer Projektentwickler ausgebaut haben. Mitten in einem wachsenden Markt stellen sich Anleger die Frage, warum die Aktie den Anschluss verliert.
- Short-Position erhöht: Hedgefonds Acadian stockt Netto-Leerverkaufsposition auf 1,31 Prozent auf.
- Markt-Divergenz: Konkurrenten profitieren vom Branchen-Boom, Energiekontor notiert 23 Prozent unter Vorjahresniveau.
- Technisches Signal: Der RSI von 20,8 deutet auf eine stark überverkaufte Situation hin.
Acadian Asset Management LLC hat den Druck auf die Aktie am 10. Januar 2026 signifikant erhöht. Der Hedgefonds meldete eine Ausweitung seiner Netto-Leerverkaufsposition von 1,20 auf 1,31 Prozent des Aktienkapitals. Dieser Schritt wiegt schwer, da er in einer Phase erfolgt, in der der Kurs mit 36,90 Euro ohnehin angeschlagen wirkt. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 61,80 Euro beträgt mittlerweile über 40 Prozent.
Boomende Branche, fallender Kurs
Die Skepsis der Finanzakteure überrascht auf den ersten Blick, denn das Umfeld für Erneuerbare Energien ist robust. Daten des IWR belegen für 2025 einen Zubau von über 5.400 Megawatt Windleistung in Deutschland – ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahr. Während Turbinenbauer wie Nordex diesen Rückenwind nutzen und an der Börse zulegen, kann Energiekontor davon bisher nicht profitieren.
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Selbst die Bestätigung der Ergebnisprognose von 30 bis 40 Millionen Euro Ende Dezember konnte den Abwärtstrend nicht stoppen. Marktbeobachter vermuten, dass die Leerverkäufer auf Engpässe bei der kapitalintensiven Projektentwicklung spekulieren. Die Sorge gilt der Frage, ob das Unternehmen sein Wachstumstempo ohne neue Kapitalmaßnahmen finanzieren kann.
Charttechnik: Überverkauft aber gefährdet
Die charttechnische Lage spitzt sich zu. Mit einem Schlusskurs von 36,90 Euro notiert das Papier nur noch knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt von 34,52 Euro. Ein interessantes Detail liefert der Relative-Stärke-Index (RSI): Mit einem Wert von 20,8 ist die Aktie technisch massiv überverkauft. In normalen Marktphasen wäre dies oft ein Signal für eine Gegenbewegung, doch die erhöhten Short-Quoten sprechen eine andere Sprache.
Für die kommende Handelswoche liegt der Fokus auf der Verteidigung der Unterstützungszone um 36 Euro. Sollte diese Marke fallen, droht ein Test des 52-Wochen-Tiefs bei 30,95 Euro. Nur konkrete operative Erfolgsmeldungen, etwa über profitable Projektverkäufe, dürften den pessimistischen Wetten der Hedgefonds wirksam den Wind aus den Segeln nehmen.
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