Adobe macht ernst mit künstlicher Intelligenz in der Videobearbeitung. Pünktlich zum Start des Sundance Film Festivals hat der Software-Konzern die Version 26.0 von Premiere Pro und After Effects veröffentlicht – mit Tools, die manuelle Arbeit durch KI ersetzen sollen. Gleichzeitig zeigt sich die Aktie technisch angeschlagen, während Analysten zurückhaltend bleiben.
Neue Masken-Technologie soll Workflows beschleunigen
Das Herzstück des Updates ist die „Object Masking“-Funktion in Premiere Pro. Nutzer können bewegte Objekte per Klick auswählen und maskieren – ohne zeitaufwendiges manuelles Rotoscoping. Die Technologie läuft lokal auf dem Gerät und verspricht laut Adobe bis zu 20-mal schnellere Objektverfolgung als bisherige Methoden.
After Effects erhält zudem native 3D-Parametergitter und die Möglichkeit, SVG-Dateien als editierbare 3D-Objekte zu importieren. Über 1.300 kostenlose 3D-Materialien erweitern die Content-Bibliothek. Die Strategie dahinter ist klar: Adobe will professionelle Anwender stärker an sein Ökosystem binden. Dass 85 Prozent der Sundance-Einreichungen 2026 mit Adobe Creative Cloud produziert wurden, unterstreicht die Marktdominanz.
Um diese Position zu festigen, stockt Adobe seinen Film- und TV-Fonds um weitere 10 Millionen Dollar auf – insgesamt 20 Millionen Dollar seit 2024 für Creator-Förderung.
Solide Zahlen, aber technischer Gegenwind
Operativ läuft es rund: Im jüngsten Quartal erzielte Adobe einen Gewinn je Aktie von 5,50 Dollar (Konsens: 5,40 Dollar) bei Erlösen von 6,19 Milliarden Dollar (erwartet: 6,11 Milliarden). Für das Geschäftsjahr 2026 peilt das Management einen EPS-Korridor von 23,30 bis 23,50 Dollar an.
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Institutionelle Investoren reagieren mit Aufstockungen: Middleton & Co. erhöhte seine Position um 14,9 Prozent, Rakuten Investment Management stieg mit einer neuen Position im Wert von rund 24,9 Millionen Dollar ein. Die Institutionenquote liegt bei 81,79 Prozent.
Charttechnisch bleibt die Lage aber angespannt. Die Aktie notiert unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 333,24 Dollar und dem 200-Tage-Schnitt von 345,73 Dollar – beides relevante Widerstandszonen. Analysten stufen Adobe mehrheitlich mit „Halten“ ein, das durchschnittliche Kursziel von 402,85 Dollar impliziert zwar über 35 Prozent Potenzial, doch Morgan Stanley senkte sein Ziel auf 425 Dollar, BMO Capital Markets auf 375 Dollar.
Die zentrale Frage für Investoren: Können die neuen KI-Funktionen schnell genug monetarisiert werden, um eine höhere Bewertung zu rechtfertigen? Die kommenden Quartale dürften zeigen, ob sich die Technologie-Offensive in beschleunigtem Umsatzwachstum niederschlägt.
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