Evotec Aktie: Milliarden-Zufluss naht
Evotec erhält 100 Millionen Dollar aus dem Tubulis-Verkauf an Gilead Sciences. Das Unternehmen schließt 2025 mit halbiertem Verlust ab und startet ein umfangreiches Sparprogramm.

Kurz zusammengefasst
- Signifikanter Cash-Zufluss durch Tubulis-Beteiligung
- Nettoverlust im Geschäftsjahr 2025 halbiert
- Horizon-Programm mit Stellenabbau und Standortschließungen
- Neue Führungskräfte für strategischen Umbau
Gilead Sciences übernimmt Tubulis — und Evotec kassiert. Der Hamburger Wirkstoffforschungskonzern hält einen 3,14-prozentigen Anteil an dem deutschen Biotech-Unternehmen und erhält beim Abschluss des Deals rund 100 Millionen US-Dollar als Vorauszahlung. Das entspricht etwa elf Prozent der aktuellen Marktkapitalisierung. Analysten gehen davon aus, dass dieser Mittelzufluss noch nicht vollständig im Kurs eingepreist ist.
Jahresergebnis 2025: Verlust halbiert, Umsatz stabil
Das Geschäftsjahr 2025 schloss Evotec nahe dem oberen Ende seiner Prognose ab: 788,4 Millionen Euro Umsatz, ein bereinigtes EBITDA von 41,1 Millionen Euro. Der Nettoverlust sank von rund 196 Millionen Euro auf rund 104 Millionen Euro — maßgeblich getrieben von der Biologics-Sparte, die dank einer Zusammenarbeit mit Sandoz um fast 40 Prozent zulegte. Auf Partnerschaftsebene flossen zudem Meilensteinzahlungen von insgesamt 15 Millionen Dollar aus der Bristol-Myers-Squibb-Kollaboration, nachdem ein gemeinsam entwickelter Krebskandidat im März 2026 in eine klinische Phase-1-Studie eintrat.
Horizon-Programm: Umbau mit hohem Preis
Das im März 2026 gestartete Horizon-Programm sieht die Schließung von vier der 14 weltweiten Standorte und den Abbau von rund 800 Stellen vor. Im zweiten Halbjahr 2026 fallen dafür Restrukturierungskosten von etwa 100 Millionen Euro an — ab Ende 2027 sollen jährliche Einsparungen von rund 75 Millionen Euro folgen.
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Für 2026 erwartet Evotec Umsätze zwischen 700 und 780 Millionen Euro bei einem bereinigten EBITDA zwischen 0 und 40 Millionen Euro. Diese Prognose verfehlt die Analystenerwartungen von über 80 Millionen Euro deutlich und erklärt, warum die Aktie seit Jahresbeginn rund 18 Prozent verloren hat und aktuell mehr als 45 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch notiert.
Neue Führungsköpfe vor der Hauptversammlung
Evotec bereitet sich personell auf den Umbau vor. Dr. Ashiq H. Khan übernahm Anfang April das Amt des Chief Commercial Officers; er bringt nachgewiesene Erfahrung aus Biotech- und KI-Plattformunternehmen mit und hat Partnerschaften mit einem Gesamtvolumen von über sieben Milliarden Dollar abgeschlossen. Auf der Hauptversammlung am 11. Juni soll zudem Dieter Weinand als Aufsichtsratsvorsitzender gewählt werden — ein Pharma-Veteran mit Stationen bei Bayer, Pfizer und Bristol Myers Squibb.
Der Tubulis-Deal-Abschluss wird im zweiten Quartal 2026 erwartet und dürfte die Bilanz spürbar entlasten, während Evotec auf sein mittelfristiges Ziel von über einer Milliarde Euro Umsatz bis 2030 hinarbeitet. Das Jahr 2026 bleibt ein Übergangsjahr — mit hohen Einmalkosten, aber klarerem strategischen Fundament.
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