Nach einem turbulenten Start ins Börsenjahr 2026 atmen Aktionäre des Ad-Tech-Spezialisten vorerst auf. Obwohl der Kurs seit Jahresbeginn fast 40 Prozent an Wert verloren hat, laufen die operativen Geschäfte auf Hochtouren. Gestern meldeten sich die Käufer zurück und sorgten für eine deutliche Gegenbewegung.
Am Mittwoch kletterte die Aktie um 7,44 Prozent und schloss bei 404,39 US-Dollar. Damit übertraf AppLovin den breiteren Markt deutlich, da der Nasdaq 100 im gleichen Zeitraum lediglich um 0,80 Prozent zulegte. Diese Erholung folgt auf eine scharfe Korrektur: In den vorangegangenen 21 Handelstagen hatte das Papier rund 28,9 Prozent eingebüßt, was die Marktkapitalisierung auf 137 Milliarden US-Dollar drückte.
Diskrepanz zwischen Kurs und Zahlen
Der jüngste Abverkauf stand im starken Kontrast zur fundamentalen Entwicklung des Unternehmens. Die am 11. Februar veröffentlichten Zahlen für das vierte Quartal übertrafen die Erwartungen deutlich. Der Umsatz sprang im Jahresvergleich um 66 Prozent auf 1,66 Milliarden US-Dollar. Besonders beeindruckend fiel die Profitabilität aus: Mit einem Nettogewinn von 1,10 Milliarden US-Dollar erzielte AppLovin eine Nettomarge von 57,4 Prozent. Auch der Gewinn je Aktie (EPS) lag mit 3,24 US-Dollar klar über den Analystenschätzungen von 2,89 US-Dollar.
Verantwortlich für die Diskrepanz zwischen operativer Stärke und fallendem Kurs waren unter anderem externe Störfeuer. Ein Leerverkäufer-Bericht, der Anfang des Monats jedoch zurückgezogen wurde, hatte die Volatilität im Februar zusätzlich angeheizt.
Analysten sehen massives Potenzial
Das Management blickt ungeachtet der jüngsten Kursschwäche optimistisch in die Zukunft. Für das erste Quartal 2026 prognostiziert das Unternehmen einen Umsatz zwischen 1,75 und 1,78 Milliarden US-Dollar. Das bereinigte EBITDA soll dank der profitablen KI-Software AXON 2.0 zwischen 1,465 und 1,495 Milliarden US-Dollar liegen.
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Marktbeobachter werten die aktuelle Bewertung daher überwiegend als Chance. Wedbush erhöhte das Kursziel am 12. Februar auf 640 US-Dollar und bestätigte das Rating „Outperform“. Benchmark sieht mit einem Ziel von 775 US-Dollar sogar noch deutlicheres Aufwärtspotenzial vom aktuellen Niveau aus.
Insider-Transaktionen im Fokus
Parallel zur Berichterstattung gerieten Insider-Aktivitäten in den Blickpunkt. Direktor Herald Y. Chen wandelte laut behördlichen Unterlagen am 13. Februar 150.000 B-Aktien in A-Aktien um. Anschließend übertrug er 200.000 A-Aktien als Schenkung. Da Chen weiterhin über 206.000 Aktien direkt hält, deutet dieser Schritt nicht auf einen Vertrauensverlust hin.
Mit dem Wegfall des Short-Seller-Berichts und der Bestätigung der Prognose rückt die fundamentale Bewertung wieder in den Vordergrund. Die starke Guidance für das erste Quartal unterstreicht, dass der Wachstumskurs durch die KI-Integration intakt ist und die Profitabilität auf hohem Niveau verbleibt.
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