Inpost Aktie: Übernahme vor Hürden

Das Übernahmeangebot für Inpost ist vereinbart, doch die Käufer müssen noch Minderheitsaktionäre überzeugen und kartellrechtliche Genehmigungen erhalten, um den Deal bis Ende 2026 abzuschließen.

Kurz zusammengefasst:
  • Delisting erfordert Zustimmung von 80 Prozent
  • Großaktionär Aberdeen kritisiert Angebot als opportunistisch
  • Kartellrechtliche Prüfungen in EU und UK ausstehend
  • Starke Marktstellung von Inpost in Großbritannien

Nach der Einigung über die 7,8 Milliarden Euro schwere Übernahme durch ein Konsortium um FedEx und Advent International ist Ruhe bei der Inpost-Aktie eingekehrt. Der Kurs notiert derzeit stabil nahe dem Gebot von 15,60 Euro pro Aktie. Doch bis zum geplanten Abschluss in der zweiten Jahreshälfte 2026 müssen die Käufer noch einige Widerstände überwinden.

Widerstand der Minderheitsaktionäre

Das Konsortium, dem auch die Investmentgesellschaften A&R und PPF angehören, hat sich bereits 48 % des Kapitals durch verbindliche Zusagen gesichert. Für das angestrebte Delisting der Aktie ist jedoch eine Annahmequote von mindestens 80 % erforderlich. Ein kompletter Squeeze-out der verbleibenden Aktionäre würde sogar das Erreichen der 95-Prozent-Schwelle voraussetzen.

Inpost

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Wird das aktuelle Angebot ausreichen, um auch skeptische Investoren zu überzeugen? Erste Risse zeigen sich bereits: Der Großaktionär Aberdeen bezeichnete die Offerte, trotz eines Aufschlags von rund 50 % gegenüber dem Kurs vom 2. Januar 2026, als opportunistisch. In den kommenden Monaten wird es daher entscheidend sein, wie intensiv das Konsortium mit den institutionellen Anlegern verhandeln muss, um die nötigen Mehrheiten zu bewegen.

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Strategischer Wert und Regulierung

Parallel zum Tauziehen um die Anteile läuft die regulatorische Prüfung durch die Wettbewerbsbehörden. In den Märkten, in denen sich die Geschäftsfelder von Inpost und FedEx überschneiden, stehen kartellrechtliche Freigaben noch aus. Jegliche Verzögerungen in diesen Verfahren könnten den anvisierten Zeitplan für das Ende des Jahres 2026 gefährden.

Operativ untermauern neue Daten die Attraktivität des Unternehmens für FedEx. Heute veröffentlichte Zahlen aus dem britischen Markt zeigen die starke Marktstellung der Paketstationen: 44 % der Konsumenten in Großbritannien nutzen diesen Dienst bereits. Besonders signifikant: 79 % der Nutzer gaben an, den Online-Händler zu wechseln, wenn keine Lieferung an Automaten mehr angeboten würde. Diese Zahlen stützen die industrielle Logik hinter dem Deal und könnten das Abwärtsrisiko begrenzen, sollten regulatorische Komplikationen auftreten.

Nächste Meilensteine für Anleger

In der kommenden Phase rücken drei Entwicklungen in den Fokus. Zunächst wird die formelle Veröffentlichung der Angebotsunterlage erwartet, die den genauen Annahmezeitraum festlegt. Zeitgleich stehen die kartellrechtlichen Einreichungen in der Europäischen Union und im Vereinigten Königreich an. Zudem geben Stimmrechtsmitteilungen von passiven Fonds oder aktivistischen Investoren Aufschluss darüber, ob die Unterstützung für das Gebot wächst oder sich organisierter Widerstand formiert.

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