BASF Aktie: EU-Entscheid rückt näher
Die EU-Kommission prüft den Verkauf der BASF-Coatings-Sparte an Carlyle. Parallel stehen Quartalszahlen, eine Dividendenabstimmung und die Ausgliederung der Agrarsparte an.

Kurz zusammengefasst
- EU-Konsultation zum 7,7-Milliarden-Verkauf eröffnet
- Quartalszahlen und Dividendenabstimmung am 30. April
- Kosteneinsparungen übertrumpfen eigene Ziele
- Aktienrückkaufprogramm bereits zur Hälfte ausgeschöpft
Die EU-Wettbewerbsbehörde hat eine öffentliche Konsultation zum geplanten Verkauf der BASF-Coatings-Sparte eröffnet. Zehn Tage haben Dritte Zeit, Stellung zu nehmen — als provisorische Entscheidungsfrist gilt der 18. Mai 2026. Der Milliarden-Deal mit Carlyle tritt damit in seine heiße Phase.
7,7 Milliarden Euro auf dem Prüfstand
Im Oktober 2025 hatten BASF und der US-Finanzinvestor Carlyle, gemeinsam mit der Qatar Investment Authority, einen Kaufvertrag über das Automotive-Lackgeschäft unterzeichnet. Der Transaktionswert beläuft sich auf 7,7 Milliarden Euro; BASF erwartet daraus einen Mittelzufluss vor Steuern von rund 5,8 Milliarden Euro. Ein 40-prozentiger Eigenkapitalanteil am neuen Unternehmen verbleibt beim Konzern.
Der Erlös ist kein Selbstzweck. BASF hat ein Ausschüttungsziel von mindestens 12 Milliarden Euro bis 2028 ausgegeben — und der Coatings-Verkauf gehört zu den tragenden Säulen dieser Finanzierung.
30. April: Drei Entscheidungen, ein Tag
Noch vor dem EU-Entscheid steht der 30. April als Schlüsseltag an. Auf der Hauptversammlung in Mannheim stimmen Aktionäre über die Ausgliederung der Agrarsparte ab — erster Schritt in Richtung eines Börsengangs in Frankfurt bis 2027. Außerdem steht eine Dividende von 2,25 Euro je Aktie zur Abstimmung, identisch mit dem Vorjahr; Auszahlung wäre am 6. Mai.
Zeitgleich präsentiert BASF die Q1-Zahlen. Der Konzern hat für 2026 ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro in Aussicht gestellt — die Obergrenze liegt knapp unter dem Analystenkonsens von 7,02 Milliarden Euro. Als Belastung nennt das Management schwache Nachfrage aus der europäischen Automobil- und Baubranche sowie Währungsgegenwind: Die Dollar-Schwäche könnte das operative Ergebnis im ersten Quartal allein um bis zu 200 Millionen Euro drücken.
Einsparungen laufen besser als geplant
Auf der Kostenseite läuft es runder. Bis Ende 2025 hatte BASF bereits 1,7 Milliarden Euro an jährlichen Einsparungen realisiert — 100 Millionen Euro über dem eigenen Ziel. Bis Ende 2026 soll die Marke auf 2,3 Milliarden Euro steigen.
Parallel zieht der Konzern die Preisschraube an: Haushalts- und Industriereinigungsprodukte in Europa werden um bis zu 30 Prozent teurer, Kunststoffadditive um bis zu 20 Prozent. Als Begründung nennt BASF Rohstoffvolatilität, Logistikkosten und gestiegene Energiepreise.
Beim Aktienrückkauf hatte BASF bis Mitte März bereits knapp 790 Millionen Euro von einem Programm mit einem Gesamtvolumen von bis zu 1,5 Milliarden Euro abgerufen — geplanter Abschluss im Juni 2026.
Die nächsten vier Wochen bündeln damit drei Entscheidungspunkte: Q1-Zahlen am 30. April, EU-Beschluss zum Carlyle-Deal bis 18. Mai und die Abstimmung über die Agrar-Ausgliederung — alles Weichen, die den Kurs der kommenden Monate stellen.
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