MercadoLibre Aktie: Margen unter Druck

Der lateinamerikanische E-Commerce-Riese verzeichnet starkes Umsatzwachstum, doch hohe Ausgaben für Logistik und Fintech drücken die operative Marge. Die Aktie fällt auf ein Jahrestief.

Kurz zusammengefasst:
  • Umsatzwachstum von 45 Prozent übertrifft Erwartungen
  • Nettogewinn bleibt hinter Analystenschätzungen zurück
  • Hohe Investitionen in Logistik und Kreditgeschäft
  • Aktienkurs fällt auf neues 52-Wochen-Tief

MercadoLibre hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem kräftigen Umsatzplus abgeschlossen, doch die Erwartungen der Wall Street beim Gewinn verfehlt. Während das Kerngeschäft in Lateinamerika boomt, belasten hohe Investitionen in Logistik und Finanzdienstleistungen die kurzfristige Profitabilität. Anleger reagieren nervös auf die Entscheidung des Managements, langfristiges Wachstum über unmittelbare Margenstärke zu stellen.

Der Quartalsumsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 45 Prozent auf 8,76 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Prognosen der Analysten deutlich. Vor allem in den Schlüsselmärkten Brasilien und Mexiko verzeichnete der Konzern eine starke Dynamik. Dennoch blieb der Nettogewinn mit 559 Millionen US-Dollar hinter dem Marktkonsens von 587 Millionen US-Dollar zurück.

MercadoLibre

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Strategische Expansion kostet Profitabilität

Verantwortlich für den Ergebnisrückgang ist eine bewusste Strategie. Das Unternehmen investiert massiv in den Ausbau seines Kreditkartengeschäfts und in die Logistikinfrastruktur, um seine Marktanteile weiter zu festigen. Diese Maßnahmen drückten die operative Marge (EBIT) im Schlussquartal von 13,5 Prozent im Vorjahr auf 10,1 Prozent. Insbesondere höhere Kosten für Logistik-Initiativen, wie schnellere Lieferzeiten, und das Wachstum des Eigenhandels erwiesen sich als Margenfresser.

Dazu kam der Wegfall eines steuerlichen Sondereffekts in Brasilien, der das Ergebnis im Vorjahr noch gestützt hatte. Das Management betonte jedoch, dass diese Investitionen in Cross-Border-Handel und Fulfillment-Lösungen notwendig seien, um das Ökosystem langfristig zu skalieren.

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Operatives Geschäft bleibt robust

Trotz des Drucks auf die Ergebnisse präsentieren sich die operativen Kennzahlen stabil. Das gesamte Zahlungsvolumen (TPV) im Fintech-Bereich stieg auf 83,7 Milliarden US-Dollar, während das Kreditportfolio auf 12,5 Milliarden US-Dollar anwuchs. Zudem wickelte das Unternehmen im vierten Quartal rund 752 Millionen Artikel ab – ein Plus von 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Besonders erfolgreich zeigt sich das eigene Logistiknetzwerk: Mittlerweile werden fast 75 Prozent aller schnellen Sendungen innerhalb eines 48-Stunden-Fensters zugestellt. Dieser Service ist ein zentraler Treiber für die Kundenbindung, verursacht jedoch durch Gratis-Versandangebote derzeit noch hohe Kosten.

Die Marktreaktion folgte prompt: Die Aktie rutschte am Mittwoch um rund 4,8 Prozent ab und markierte bei 1.558,60 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. In den kommenden Quartalsberichten wird der Fokus darauf liegen, ob die aggressiven Investitionen in das Ökosystem die erhofften Skaleneffekte liefern, um die operativen Margen wieder nachhaltig zu stabilisieren.

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