Newmont Mining und weitere führende Goldproduzenten sehen sich in Westafrika mit einer potenziellen Belastung ihrer Margen konfrontiert. Die Regierung in Ghana plant eine deutliche Anhebung der Förderabgaben, was die Gewinne der Minenbetreiber direkt schmälern würde. Unterstützung erhält der Sektor nun von unerwarteter Seite: Eine breite Allianz aus Industriestaaten übt diplomatischen Druck auf Accra aus, um die Pläne zu stoppen.
Streit um die Gold-Profite
Im Kern des Konflikts steht der Versuch Ghanas, stärker vom hohen Goldpreis zu profitieren. Der westafrikanische Staat, einer der wichtigsten Goldproduzenten des Kontinents, will das bisherige Modell einer fixen Förderabgabe (Royalty) von 5 Prozent kippen. Stattdessen schlägt die Regierung eine gleitende Skala vor, die sich am aktuellen Marktpreis für das Edelmetall orientiert. Nach diesem Modell könnten die Abgaben auf bis zu 12 Prozent steigen.
Für Konzerne wie Newmont Mining, Gold Fields oder AngloGold Ashanti hätte dies spürbare Folgen. Die Unternehmen warnten bereits formal davor, dass eine solche Anpassung die Rentabilität ihrer regionalen Operationen gefährden könnte. Dies geschieht vor dem Hintergrund eines extrem starken Geschäftsjahres 2025, in dem Newmont Mining nach Industriedaten Gewinne von über 7 Milliarden US-Dollar verzeichnete. Auch andere Akteure in der Region konnten ihre Profite im selben Zeitraum teils verdoppeln oder verdreifachen.
Diplomaten schalten sich ein
Die Bedeutung der Goldreserven für die globalen Lieferketten ruft nun die Politik auf den Plan. Berichten vom gestrigen Donnerstag zufolge hat eine Koalition aus mehreren Staaten – darunter die USA, Großbritannien, China, Kanada, Australien und Südafrika – eine formelle diplomatische Intervention eingeleitet.
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Ziel dieser konzertierten Aktion ist es, die ghanaische Regierung von der geplanten Umstrukturierung der Royalties abzubringen. Dass sich Wettbewerber auf der Weltbühne wie die USA und China in dieser Sache einig sind, unterstreicht die Sensibilität des Themas für die Versorgungssicherheit und die Profitabilität der Minensektors.
Ungewisser Ausgang
Die Aktie von Newmont Mining konnte sich zuletzt gut behaupten und verzeichnet seit Jahresanfang ein Plus von rund 15,75 Prozent. Der aktuelle Konflikt zeigt jedoch, dass operative Risiken in Schlüsselländern auch in einem günstigen Preisumfeld bestehen bleiben.
Der Ausgang des Dialogs zwischen den multinationalen Minenbetreibern und den ghanaischen Behörden ist derzeit offen. Sollte der diplomatische Druck keine Wirkung zeigen und die Gesetzesänderung in Kraft treten, müssten die Unternehmen ihre Kostenkalkulationen für die Region grundlegend überarbeiten.
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