Lange spekulierten Anleger über einen möglichen Börsenrückzug, doch nun sorgt eine doppelte Überraschung für Euphorie im Raumfahrtsektor. Auf dem Capital Market Day erteilte das Management den Delisting-Plänen eine klare Absage und präsentierte gleichzeitig Wachstumsziele, die selbst optimistische Schätzungen übertrafen. Diese strategische Neuausrichtung katapultierte das Bremer Unternehmen in der vergangenen Woche auf ein neues Rekordniveau.
Umsatzverdopplung bis 2028
Der Kern der Kursexplosion liegt in der massiven Anhebung der Mehrjahresprognose. Das Management plant, die Umsätze ausgehend vom Niveau des Jahres 2024 innerhalb von nur drei Jahren zu verdoppeln. Die neuen Zielmarken verdeutlichen den aggressiven Wachstumskurs:
- 2026: Gesamterlöse von 1,4 Mrd. EUR bei einer EBITDA-Marge von 11 %.
- 2027: Anstieg der Erlöse auf 1,7 Mrd. EUR (EBITDA-Marge 12 %).
- 2028: Gesamterlöse von über 2,0 Mrd. EUR.
Parallel dazu soll sich die Profitabilität deutlich verbessern. Für das Jahr 2028 visiert der Vorstand eine EBIT-Marge von über 9 % an. Diese Zahlen untermauern das Vertrauen in die operative Stärke, die sich bereits in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 mit einem Umsatzplus von 21 % abzeichnete.
Absage an den Börsenrückzug
Für ebenso viel Aufsehen sorgte die Kehrtwende von CEO Marco Fuchs bezüglich der Börsennotierung. Entgegen früherer Spekulationen im Kontext des Einstiegs von Finanzinvestor KKR ist ein Delisting vorerst vom Tisch. Fuchs begründete diesen Schritt strategisch: Kunden schätzen die Transparenz einer börsennotierten Gesellschaft, zudem soll der Zugang zum Kapitalmarkt das geplante Wachstum finanzieren.
Der Markt reagierte prompt auf die Beseitigung dieser Unsicherheit. Die Aktie schloss am Freitag auf einem neuen Allzeithoch von 172,00 EUR. Allein in den letzten sieben Tagen legte der Titel um 22,86 % zu, auf Jahressicht summiert sich das Plus auf beachtliche 251,74 %.
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Volle Auftragsbücher dank ESA
Das Fundament für die optimistische Planung bildet ein prall gefülltes Auftragsbuch von aktuell rund 3,1 Mrd. EUR. Haupttreiber ist das Rekordbudget der Europäischen Weltraumorganisation ESA, das für die kommenden drei Jahre auf 22,3 Mrd. EUR festgesetzt wurde. Als etablierter Partner mit Tochtergesellschaften in sieben ESA-Mitgliedsländern profitiert OHB überproportional von diesen Mitteln.
Zusätzlich gewinnt der Verteidigungssektor an Relevanz. Expandierende militärische Raumfahrtprogramme der EU und nationaler Kunden sorgen für weitere Planungssicherheit. Technologisch unterstreicht die jüngste Kooperation mit Thales Alenia Space für die LISA-Mission die Positionierung des Konzerns im Bereich anspruchsvoller wissenschaftlicher Satelliten.
Mit einem Abstand von über 85 % zum 200-Tage-Durchschnitt und einem RSI von 73,0 deutet die charttechnische Lage auf eine kurzfristige Überhitzung hin, spiegelt aber vor allem die fundamentale Neubewertung des Geschäftsmodells wider. Die Kombination aus gesicherter Finanzierung durch ESA-Budgets und dem Verbleib an der Börse schafft klare Verhältnisse für die kommenden Geschäftsjahre.
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