Während der Aktienkurs der Porsche AG zum Handelsstart am 2. Januar 2026 mit einem leichten Plus auf 45,62 Euro reagiert, sieht sich das Unternehmen hinter den Kulissen mit einer komplexen Gemengelage konfrontiert. Der vollzogene Führungswechsel bringt zwar Klarheit, wird jedoch sofort von Qualitätsproblemen im wichtigsten Markt USA überschattet. Anleger wägen nun ab: Überwiegt die Hoffnung auf eine strategische Schärfung oder die Last operativer Hürden?
Leiters übernimmt das Steuer
Seit dem 1. Januar 2026 liegt die Führung allein bei Dr. Michael Leiters. Der ehemalige Ferrari-Manager löst Oliver Blume ab, der seine bisherige Doppelfunktion aufgibt und sich nun ausschließlich auf den Volkswagen-Konzern konzentriert. Marktbeobachter werten diese Trennung als notwendigen Schritt für eine saubere Corporate Governance. Von Leiters, einem ausgewiesenen Technologie-Experten, wird erwartet, dass er das Profil der Marke im absoluten Luxussegment schärft – eine Positionierung, die zuletzt an Kontur verloren hatte.
Rückruf belastet US-Geschäft
Der Einstand des neuen Chefs verläuft jedoch nicht reibungslos. Ausgerechnet im profitablen US-Markt muss Porsche 173.000 Fahrzeuge wegen Problemen mit den Rückfahrkameras in die Werkstätten rufen. Dieser massive Rückruf dürfte nicht nur direkte Kosten verursachen, sondern voraussichtlich auch Rückstellungen im ersten Quartal 2026 erzwingen. In einem Umfeld, in dem Investoren besonders sensibel auf Margendruck reagieren, wiegen solche Qualitätsthemen schwer.
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Möglicher Milliarden-Deal
Fantasie bringt hingegen ein potenzieller Asset-Deal in die Bewertung. Finanzkreisen zufolge gibt es konkretes Kaufinteresse von Investmentgesellschaften an Porsches Beteiligung am Joint Venture Bugatti Rimac. Im Raum steht eine Bewertung von über einer Milliarde Euro. Ein solcher Verkauf würde nicht nur die Liquidität stärken, sondern könnte als erstes Indiz dafür gewertet werden, dass Leiters das Portfolio bereinigt, um den Fokus strikt auf das Kerngeschäft zu lenken.
Das Sorgenkind bleibt jedoch China. Berichte über einen Nachfrageeinbruch von bis zu 80 Prozent im dortigen Luxussegment verdeutlichen die massive Abhängigkeit vom asiatischen Markt. Die Stabilisierung des dortigen Absatzes dürfte für die Kursentwicklung im laufenden Jahr die entscheidende Variable sein.
Trotz der Hoffnungen auf den neuen CEO deckeln die operativen Baustellen – insbesondere der US-Rückruf und die China-Schwäche – das kurzfristige Aufwärtspotenzial. Der Markt verlangt nun Beweise, dass die Profitabilität unter der neuen Führung auch in diesem widrigen Umfeld gesichert werden kann.
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