Ein Millionen-Auftrag aus Indien und eine direkte Kaufempfehlung von Analysten sollten eigentlich für Partystimmung sorgen. Doch bei Rigetti Computing sehen Anleger derzeit das genaue Gegenteil: Die Aktie geriet zum Wochenausklang deutlich unter Druck. Was steckt hinter dieser widersprüchlichen Marktreaktion bei dem Quantencomputing-Spezialisten?
Substanzielle Auftragsbücher
Grund für die positive fundamentale Einschätzung ist eine feste Bestellung des indischen „Centre for Development of Advanced Computing“ (C-DAC). Das vereinbarte Volumen von 8,4 Millionen US-Dollar für ein 108-Qubit-System mag im Vergleich zur Marktkapitalisierung klein wirken, ist für Rigetti operativ jedoch von enormer Bedeutung.
Der Deal deckt allein bereits 36 bis 48 Prozent der gesamten Konsens-Umsatzerwartungen für das Fiskaljahr 2025 ab. Damit wandelt sich theoretische Pipeline-Fantasie in gesicherten Auftragsbestand um. Diese verbesserte Planungssicherheit veranlasste B. Riley Securities am 22. Januar zu einem Upgrade auf „Buy“ mit einem Kursziel von 35 US-Dollar. Analyst Craig Ellis betonte, dass der Auftrag die Sichtbarkeit der Einnahmen für 2026 deutlich untermauere.
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Gewinnmitnahmen und Bewertungsfragen
Trotz dieser Nachrichtenlage beendete das Papier die Handelswoche am Freitag mit einem Minus von 6,05 Prozent auf 23,45 US-Dollar. Marktbeobachter werten dies als klassisches „Sell-the-News“-Szenario. Nachdem die Aktie in den letzten zwölf Monaten bereits stark zugelegt hatte, nutzten Investoren die guten Neuigkeiten für Gewinnmitnahmen.
Der Hauptgrund für die Skepsis liegt jedoch in der fundamentalen Bewertung. Einer Marktkapitalisierung von rund 7,75 Milliarden US-Dollar standen im dritten Quartal 2025 lediglich 1,95 Millionen US-Dollar Umsatz gegenüber. Hinzu kommt ein Quartalsverlust von zuletzt über 200 Millionen US-Dollar. Kritische Stimmen mahnen daher, dass die breite Kommerzialisierung der Technologie noch Jahre entfernt liegt und die aktuelle Bewertung bereits sehr viel Zukunftsmusik einpreist.
Blick nach vorn
Für die weitere Kursentwicklung ist nun die operative Umsetzung entscheidend. Der Fokus richtet sich auf die geplante Installation des Systems in Bengaluru in der zweiten Jahreshälfte 2026. Nur wenn Rigetti beweisen kann, dass auf diesen Referenzauftrag weitere kommerzielle Abschlüsse folgen, lässt sich die Diskrepanz zwischen geringem Umsatz und hoher Börsenbewertung dauerhaft schließen.
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