Der KI-Boom füllt die Auftragsbücher bei Infineon schneller als erwartet. Während Analysten ihre Prognosen nach oben korrigieren, warnt CEO Jochen Hanebeck bereits vor einer neuen Knappheit bei Chips. Diese Mischung aus hoher Nachfrage und begrenztem Angebot könnte die Aktie nun über das jüngste Jahreshoch hieven.
- Analysten-Upgrade: Jefferies sieht dynamischeres Wachstum als prognostiziert.
- Umsatzziel wackelt: Die geplante Marke von 1,5 Milliarden Euro im KI-Segment könnte übertroffen werden.
- CEO-Warnung: Jochen Hanebeck sieht Herausforderungen in der Lieferkette aufziehen.
Dynamik unterschätzt
Den entscheidenden Impuls lieferte zum Wochenstart die Investmentbank Jefferies. Analyst Janardan Menon bestätigte seine Kaufempfehlung, nachdem er sich mit dem Infineon-Vorstand ausgetauscht hatte. Seine Kernbotschaft: Das Geschäft mit Künstlicher Intelligenz entwickelt sich deutlich dynamischer als noch vor wenigen Monaten angenommen.
Menon geht davon aus, dass Infineon das selbst gesteckte Umsatzziel von 1,5 Milliarden Euro für KI-Anwendungen im laufenden Geschäftsjahr übertreffen wird. Die zuvor konservativen Schätzungen scheinen von der Realität der massiven Infrastruktur-Investitionen im Tech-Sektor überholt zu werden.
Warnung vor Engpässen
Unterstützt wird dieses Szenario durch aktuelle Aussagen von Konzernchef Jochen Hanebeck. Er wies am heutigen Dienstag auf die Kehrseite des Booms hin: potenzielle Lieferengpässe. Durch den enormen Bedarf an Speicherchips und zugehöriger Leistungselektronik geraten die Kapazitäten an ihre Grenzen.
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„Es besteht eine gute Chance auf eine Knappheit; es ist eine echte Herausforderung, diese Lieferkette zu managen“, wird Hanebeck zitiert. Was für Einkäufer problematisch klingt, ist für Aktionäre oft ein gutes Signal. Eine Verknappung bei gleichzeitig hoher Nachfrage stärkt die Preissetzungsmacht des Unternehmens und schützt die Margen. Infineon positioniert sich hier als unverzichtbarer Zulieferer für die Energieversorgung von KI-Rechenzentren.
Charttechnik: Angriff auf das Hoch
Diese fundamentalen Treiber treffen auf eine bereits starke Charttechnik. Mit einem Kursanstieg von über 17 Prozent in den letzten 30 Tagen hat die Aktie ein starkes Momentum aufgebaut. Der Kurs notiert aktuell nur noch rund 1 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 42,35 Euro. Ein Ausbruch über diese Marke würde das positive Bild, das auch andere Häuser wie Bernstein und Barclays zeichnen, charttechnisch bestätigen.
Die Nagelprobe folgt am 4. Februar 2026 mit der Vorlage der Zahlen zum ersten Geschäftsquartal. Investoren werden dann genau prüfen, ob sich die von Jefferies prognostizierte Dynamik bereits in den Büchern niederschlägt. Bestätigen die Quartalszahlen die optimistischen Aussagen des Managements zur Nachfrage, wäre der Weg für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends geebnet.
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