Plug Power konnte in der vergangenen Woche deutlich zulegen, doch jetzt drückt eine Pflichtmitteilung die Stimmung. Der Wasserstoff-Spezialist hat seine vertragliche Vereinbarung mit dem Großkunden Walmart neu geregelt. Was auf den ersten Blick wie Routine wirkt, enthält Details zur Lieferkette, die Zweifel an der langfristigen Exklusivität der Partnerschaft wecken.
Vorsichtige Distanzierung
Auslöser für die aktuelle Zurückhaltung am Markt ist ein sogenanntes 8-K-Filing, das Details zur Zusammenarbeit mit Walmart offenlegt. Zwar bleibt der Einzelhandelsriese ein Ankerkunde und stimmte der Beendigung bestehender Optionsscheine (Warrants) zu, was die unmittelbare Verwässerungsgefahr für Aktionäre zunächst mindert. Allerdings sicherte sich Walmart im Gegenzug strategisch ab.
Die neue Vereinbarung gewährt Walmart eine Lizenz zur Nutzung bestimmter „GenKey“-Systeme und etabliert einen Rahmen für die Identifizierung alternativer Lieferanten für Brennstoffzellen-Stacks. Dieser Schritt wird von Marktbeobachtern so interpretiert, dass Walmart seine operativen Risiken minimieren und die Abhängigkeit von der Technologie von Plug Power aktiv reduzieren möchte.
Analysten sind uneins
Die Bewertung dieser Entwicklung spaltet die Expertenlager. BMO Capital bestätigte das Rating „Underperform“ mit einem Kursziel von lediglich 1,30 USD. Die Analysten warnen, dass die Aktie – die aktuell bei 2,29 USD notiert – gemessen am fairen Wert überteuert sei.
Im Gegensatz dazu stufte Clear Street den Titel von „Hold“ auf „Buy“ hoch und sieht Aufwärtspotenzial. Doch selbst dieser optimistische Ausblick kam nicht ohne Einschränkung: Das Kursziel wurde gleichzeitig auf 3,00 USD gesenkt. Diese Diskrepanz verdeutlicht die Unsicherheit darüber, ob Plug Power seinen Turnaround exekutieren kann, während gleichzeitig die finanziellen Reserven schwinden.
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Finanzdruck überschattet Fortschritte
Operativ meldet das Unternehmen zwar Erfolge, wie die Installation eines 5-MW-Elektrolyseurs in Namibia und eine Absichtserklärung für ein Projekt in Frankreich. Diese technischen Meilensteine treten jedoch angesichts der finanziellen Lage in den Hintergrund.
Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf den 29. Januar 2026. An diesem Tag findet die verschobene Hauptversammlung statt, auf der über eine Erhöhung der genehmigten Aktienanzahl abgestimmt werden soll. Diese Maßnahme ist für die Kapitalbeschaffung notwendig, birgt jedoch das Risiko einer signifikanten Verwässerung für die Altaktionäre.
Aktuell kämpft der Kurs darum, wichtige Unterstützungsmarken zu halten. Ein Rutsch unter den Bereich von 2,25 USD könnte technisch den Weg in Richtung des BMO-Kursziels ebnen. Für die mittelfristige Stabilität wird das Votum der Aktionäre Ende Januar ausschlaggebend sein, da es die finanzielle Handlungsfähigkeit des Unternehmens für das laufende Jahr definiert.
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