CureVac Aktie: Blasse Aussichten?

Die Übernahme von CureVac durch BioNTech ist juristisch abgeschlossen. Der Handel mit CureVac-Aktien wurde eingestellt, das Delisting läuft. Künftige Wertentwicklungen spiegeln sich nur noch im BioNTech-Kurs wider.

Kurz zusammengefasst:
  • Juristische Finalisierung der Fusion am 6. Januar
  • Handelsstopp und Delisting an allen Börsenplätzen
  • Analysten stellen Coverage des Einzelwerts ein
  • BioNTech wird zum verbliebenen Investment-Vehikel

Monatelang drehten sich die Schlagzeilen um die geplante Übernahme von CureVac durch BioNTech, nun ist der Prozess abgeschlossen. Mit der rechtlichen Finalisierung der Fusion am 6. Januar 2026 verschwindet CureVac faktisch von der Börse. Damit stellt sich nur noch eine praktische Frage: Was bedeutet das konkret für verbliebene Aktionäre und die weitere Handelbarkeit?

Fusion vollzogen – neue Eigentümerstruktur

Seit dem 6. Januar 2026 ist BioNTech alleinige Eigentümerin aller Geschäftsbereiche von CureVac N.V. Die Transaktion, die lange für Unsicherheit und Spekulationen rund um die Aktie gesorgt hatte, ist damit juristisch abgeschlossen.

CureVac

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Die operative Nachfolgeeinheit firmiert nun unter dem Namen CureVac Merger B.V.. Diese Gesellschaft hält die Vermögenswerte, die zuvor der börsennotierten CureVac N.V. zugeordnet waren. Für den Kapitalmarkt ist entscheidend: Die alte, eigenständige Investment-Story von CureVac existiert nicht mehr – die wirtschaftliche Entwicklung der Technologie wandert vollständig in den BioNTech-Konzern.

Handel eingestellt und Delisting terminiert

Mit Abschluss der Fusion wurde der Handel mit CureVac-Papieren schrittweise beendet und ein klarer Delisting-Fahrplan umgesetzt.

Wesentliche Punkte:

  • Handelsstopp Aktien: Der reguläre Handel der CureVac-Aktie endete unmittelbar nach Closing der Fusion am 6. Januar 2026.
  • Optionen: Die MIAX Options Exchanges (Pearl, Emerald, Sapphire) haben CureVac N.V. mit Wirkung zum 7. Januar 2026 aus ihren Listings gestrichen. Alle „Good-Till-Cancelled“-Orders wurden bereits am 6. Januar gelöscht.
  • Deutsche Börsenplätze: Parallel dazu wurde die Aktie noch am 6. Januar 2026 von XETRA und der Frankfurter Börse genommen.
  • Nasdaq-Delisting: Die formale Streichung des Tickers aus dem Nasdaq Global Market ist für den 16. Januar 2026 vorgesehen.

Anschließend plant die Nachfolgegesellschaft, bei der US-Börsenaufsicht SEC ein Form 15 einzureichen. Damit soll die Registrierung der Aktien aufgehoben und die Pflicht zur regelmäßigen Finanzberichterstattung nach dem US Securities Exchange Act beendet werden. Für Investoren heißt das: Es wird keine regulären, öffentlich zugänglichen Quartals- oder Jahresberichte zur alten CureVac-Struktur mehr geben.

Analysten stellen Coverage ein

Die Reaktion der Analystenlandschaft ist konsequent: Mit dem Verschwinden der Aktie von den Börsen fehlt die Basis für eine eigenständige Bewertung.

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So hat das Analysehaus Alphavalue am 6. Januar 2026 offiziell bekanntgegeben, die Coverage von CureVac einzustellen. Dieser Schritt ist Standard nach einer vollständigen Übernahme, da sich das Chance-Risiko-Profil ab diesem Zeitpunkt ausschließlich im Kurs der Muttergesellschaft widerspiegelt.

Künftige Werttreiber – etwa aus der mRNA-Technologie oder laufenden Entwicklungsprojekten – werden somit nur noch im BioNTech-Kurs sichtbar. Eine unabhängige Investment-These für CureVac als Einzelwert gibt es nicht mehr.

BioNTech als verbliebenes Investment-Vehikel

Während CureVac als eigenständige Beteiligungsmöglichkeit verschwindet, bleibt BioNTech an den Märkten präsent und bildet nun den zentralen Zugang zur kombinierten mRNA-Pipeline.

Im dritten Quartal 2025 erzielte BioNTech rund 1,5 Milliarden Euro Umsatz und reduzierte den Nettoverslust deutlich auf 28,7 Millionen Euro. Diese Zahlen, unterstützt durch Partnerzahlungen, bilden die finanzielle Ausgangsbasis für das erweiterte Unternehmen nach Integration von CureVac.

Einige Analysten sehen weiteres Potenzial: Genannte Kursziele reichen teils bis 171 US-Dollar und spiegeln die Erwartungen an die ausgebaute Onkologie- und Infektionskrankheiten-Pipeline wider. Gleichzeitig zeigt der Blick auf den ehemaligen CureVac-Kurs, wie viel Unsicherheit der Markt zuvor eingepreist hatte: In den letzten sieben Tagen vor dem Handelsstopp hatte die Aktie etwa 14 % verloren und notierte mit rund 10 % Abstand unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt.

Fazit: Kapitel CureVac-Aktie ist geschlossen

Für frühere Aktionäre und Beobachter ist die Lage klar umrissen:

  1. Die Fusion mit BioNTech ist rechtlich vollständig und verbindlich abgeschlossen.
  2. Die CureVac-Aktie wird nicht mehr regulär an großen Börsen wie XETRA oder Nasdaq gehandelt; die formale Nasdaq-Streichung erfolgt am 16. Januar 2026.
  3. CureVac ist nun eine 100%ige Tochter von BioNTech, sämtliche relevanten Werttreiber schlagen künftig ausschließlich im BioNTech-Kurs durch.

Damit ist der spekulative Spielraum rund um das Zustandekommen des Deals vollständig entfallen. Wer weiterhin auf die mRNA-Pipeline und die Technologie aus dem CureVac-Universum setzen möchte, kann dies nur noch indirekt über die BioNTech-Aktie tun.

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