Plug Power verlangt seinen Aktionären derzeit starke Nerven ab. Während der Aktienkurs zum Wochenausklang im Fahrwasser eines boomenden Gesamtmarktes Boden gutmacht, kämpft das Management hinter den Kulissen verzweifelt um die finanzielle Handlungsfähigkeit. Eine entscheidende Abstimmung über die Ausgabe neuer Aktien musste mangels Mehrheit erneut verschoben werden – ein Warnsignal, das die jüngsten operativen Erfolge in Europa überschattet.
Fehlende Mehrheit blockiert frisches Geld
Im Zentrum der Unruhe steht die außerordentliche Hauptversammlung, die eigentlich den Weg für neue Finanzmittel ebnen sollte. Der Plan des Managements: Die Anzahl der autorisierten Stammaktien von 1,5 Milliarden auf 3 Milliarden zu verdoppeln. Dieser Schritt ist essenziell, um durch Kapitalerhöhungen frisches Geld in das Unternehmen zu holen.
Doch die Realität sieht anders aus. Wie Plug Power bekannt gab, wurde die Versammlung auf den 17. Februar 2026 vertagt. Der Grund ist simpel, aber gravierend: Bislang stimmten nur rund 49,4 Prozent der ausstehenden Aktien für den Vorschlag. Damit wurde die erforderliche Mehrheit knapp verfehlt. Sollte die Abstimmung endgültig scheitern, müsste das Unternehmen deutlich unangenehmere Optionen prüfen, darunter einen möglichen Reverse Split, um die finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.
Volatilität zwischen Angst und Markteuphorie
Diese Unsicherheit sorgte an der Börse für heftige Ausschläge. Nachdem die Nachricht über die Vertagung am Donnerstag die Runde machte, rutschte die Aktie zunächst um über 9 Prozent ab. Marktbeobachter werten dies als Zeichen dafür, dass das Vertrauen in die schnelle Umsetzung der Finanzierungsstrategie Risse bekommt.
Dass die Aktie am Freitag dennoch eine Kehrtwende vollzog und mehr als 8 Prozent zulegte, ist weniger der Unternehmensleistung als vielmehr der allgemeinen Marktstimmung geschuldet. Der Dow Jones Industrial Average durchbrach erstmals die historische Marke von 50.000 Punkten, was eine breite Kaufwelle auslöste, von der auch risikoreichere Titel wie Plug Power profitierten. Aktuell notiert das Papier bei 2,08 USD, liegt damit aber weiterhin deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 3,51 USD.
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Lichtblick in Europa und juristischer Gegenwind
Operativ gibt es indes Fortschritte zu vermelden. Am Mittwoch gelang dem Unternehmen in Rotterdam ein wichtiger Meilenstein: Plug Power lieferte 32 Tonnen grünen Wasserstoff für die Erstbefüllung einer 32 Kilometer langen Pipeline des niederländischen Gasnetzbetreibers Hynetwork. Dieses Projekt gilt als Grundstein für das geplante Wasserstoff-Rückgrat in Nordwesteuropa und beweist, dass die Technologie im industriellen Maßstab funktioniert.
Parallel dazu braut sich jedoch juristischer Ärger zusammen. Mehrere Kanzleien haben Sammelklagen eingereicht. Der Vorwurf: Irreführende Aussagen bezüglich der Verfügbarkeit von Darlehen des US-Energieministeriums (DOE) im Jahr 2025.
Der Blick der Anleger richtet sich nun fest auf den 17. Februar 2026. Gelingt es dem Management bis dahin nicht, die fehlenden Stimmen für die Kapitalmaßnahme zu mobilisieren, dürfte die kurzfristige Markterholung schnell wieder in den Hintergrund rücken und die Diskussion um die finanzielle Stabilität neu entfachen.
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