Redcare Pharmacy Aktie: Analysten bleiben bullish

Die Deutsche Bank bestätigt ihre positive Einschätzung für Redcare Pharmacy, senkt das Kursziel jedoch leicht. Die Aktie bietet weiterhin hohes Potenzial, trotz Schwächen im rezeptfreien Segment und neuem Wettbewerb.

Kurz zusammengefasst:
  • Kursziel von 214 auf 200 Euro gesenkt
  • Starke Nachfrage bei elektronischen Rezepten
  • Schwäche im rezeptfreien Medikamentengeschäft
  • Neue Konkurrenz durch DM Online-Versand

Redcare Pharmacy hat ein turbulentes Börsenjahr hinter sich. Nach einer deutlichen Kurskorrektur und gemischten vorläufigen Zahlen suchen Anleger nach Orientierung. Während das Geschäft mit E-Rezepten planmäßig läuft, sorgte eine unerwartete Schwäche bei rezeptfreien Medikamenten zuletzt für Verunsicherung. Trotz wachsender Konkurrenz halten Analysten jedoch an ihren positiven Einschätzungen fest – doch reicht das für eine nachhaltige Trendwende?

Kursziel gesenkt, Potenzial bestätigt

Im Zentrum der aktuellen Bewertung steht eine neue Analyse der Deutschen Bank. Analyst Jan Koch bestätigte am 9. Januar seine Kaufempfehlung („Buy“), korrigierte jedoch das Kursziel leicht von 214 auf 200 Euro nach unten. Diese Anpassung reflektiert eine gesteigerte Vorsicht, impliziert aber vom aktuellen Kursniveau aus immer noch ein theoretisches Aufwärtspotenzial von fast 200 Prozent.

Redcare Pharmacy

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Hintergrund dieser Neubewertung sind die vorläufigen Finanzdaten, die Redcare am 7. Januar veröffentlichte. Zwar erfüllte die Online-Apotheke ihre Ziele im wichtigen Wachstumsmarkt der elektronischen Rezepte (E-Rx), doch das Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten (OTC) enttäuschte. Selbst während der für die Branche wichtigen Erkältungssaison blieb die Nachfrage in diesem margenstarken Segment hinter den Erwartungen zurück.

Konkurrenzdruck durch DM wächst

Neben der operativen Schwäche im OTC-Bereich drückt vor allem die veränderte Wettbewerbssituation auf die Stimmung. Die Drogeriemarktkette DM ist im Dezember in den Online-Versandhandel mit rezeptfreien Medikamenten eingestiegen. Marktbeobachter befürchten, dass dieser Schritt etablierten reinen Online-Apotheken Marktanteile abjagen könnte.

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Die Analysten der Deutschen Bank sehen die langfristige Wachstumsstory dennoch als intakt an. Ihr Argument: Die verpflichtende Einführung des E-Rezepts in Deutschland bleibt der entscheidende strukturelle Treiber für Redcare, den auch neue Einzelhandelskonkurrenten nicht ohne Weiteres neutralisieren können.

Charttechnische Lage

Der Blick auf die Kursentwicklung verdeutlicht die Skepsis der letzten Monate. Auf Jahressicht verzeichnet das Papier ein Minus von rund 40 Prozent. Aktuell bemüht sich die Aktie um eine Bodenbildung und notiert stabil oberhalb der jüngsten Tiefststände.

  • Aktueller Kurs: 67,75 €
  • Abstand zum 52-Wochen-Hoch: -51,05%
  • Volatilität (30 Tage): 37,12%

Blick auf die Jahreszahlen

Für Anleger richtet sich der Fokus nun auf die Veröffentlichung der geprüften Jahresergebnisse für 2025. Das Management muss dabei konkret aufzeigen, wie es die Marktanteile im OTC-Bereich gegen neue Wettbewerber wie DM verteidigen will, ohne die Profitabilität zu gefährden. Erst wenn Redcare beweist, dass das E-Rezept-Wachstum die Margendruck im klassischen Versandgeschäft kompensieren kann, dürfte das Vertrauen des breiten Marktes zurückkehren.

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