TUI stellt die Weichen neu: Auf der Hauptversammlung hat der Konzern die Rückkehr zur Dividende beschlossen – und gleichzeitig ein operativ starkes erstes Geschäftsquartal vorgelegt. Doch während die Zahlen Mut machen, bremst ein Detail die Euphorie: Die Vorausbuchungen für kommende Saisons sind leicht rückläufig. Wie passt das zusammen?
Dividenden-Comeback und neue Politik
Der wichtigste Beschluss für Aktionäre: TUI will wieder ausschütten. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 wurde eine Starter-Dividende von 0,10 Euro je Aktie beschlossen. Ab dem Geschäftsjahr 2026 soll daraus eine feste Leitplanke werden: 10 bis 20% des bereinigten Gewinns je Aktie sind als Ausschüttung vorgesehen.
Neben der Dividende gab es weitere Governance-Entscheidungen. Der Aufsichtsrat wird von 20 auf 16 Mitglieder verkleinert (wirksam nach Ablauf der Hauptversammlung 2026). Außerdem kann das Unternehmen künftige Hauptversammlungen auch virtuell abhalten.
Wichtige Fakten im Überblick:
– Starter-Dividende für GJ 2025: 0,10 € je Aktie
– Dividendenpolitik ab GJ 2026: 10–20% des bereinigten Gewinns je Aktie
– Underlying EBIT Q1 GJ 2026: 77,1 Mio. €
– Umsatz Q1 GJ 2026: 4,86 Mrd. €
– Aufsichtsrat: künftig 16 statt 20 Mitglieder
Bestes Q1 operativ – aber Buchungen bremsen
Parallel zur Hauptversammlung legte TUI die Zahlen für Q1 des Geschäftsjahres 2026 (bis 31. Dezember 2025) vor. Operativ war es für diesen Zeitraum ein Rekord: Das bereinigte operative Ergebnis (Underlying EBIT) lag bei 77,1 Millionen Euro, der Umsatz bei 4,86 Milliarden Euro und damit auf stabilem Niveau zum Vorjahr. Positiv fiel auch aus, dass der Verlust je Aktie im Vergleich zum Vorjahr reduziert wurde.
Als Treiber nennt der Konzern vor allem die Bereiche Kreuzfahrten sowie Touren und Aktivitäten.
Der Haken aus Marktsicht: TUI berichtet von leicht rückläufigen Vorausbuchungen für die Wintersaison 2025/26 und den Sommer 2026. Das dämpfte die Stimmung, obwohl die Jahresprognose bestätigt wurde. Unterm Strich prallen damit starke operative Daten und ein vorsichtiger Blick auf die Nachfrage direkt aufeinander.
Kursbild: kurzfristig unter Druck
An der Börse spiegelt sich dieses gemischte Bild zuletzt in einer schwächeren Tendenz: Der Schlusskurs liegt heute bei 8,32 €, in den vergangenen 7 Tagen ging es um -9,33% nach unten (30 Tage: -9,82%). Auffällig: Der Kurs notiert damit unter dem 50-Tage-Durchschnitt (9,03 €), aber noch leicht über dem 200-Tage-Durchschnitt (8,06 €) – ein Bild, das eher zu „gute Zahlen, aber Zurückhaltung beim Ausblick“ passt.
Damit bleibt die Aktie kurzfristig anfällig für weitere Zweifel am Buchungstrend, während Dividendenpolitik und Q1-Ergebnis die mittelfristige Story stützen.
Zum Ausblick gehört vor allem eines: Entscheidend wird, ob sich die zuletzt leicht rückläufigen Vorausbuchungen in den nächsten Updates stabilisieren – denn TUI hat zwar die Jahresprognose bestätigt, aber die Börse will bei der Nachfrage jetzt klare Signale sehen.
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