Circle Aktie: Rendite-Verbot droht
Ein US-Gesetzesentwurf könnte Zinserträge für Stablecoin-Halter verbieten und damit das Kerngeschäft von Circle gefährden. Das Unternehmen reagiert mit internationaler Expansion.

Kurz zusammengefasst
- CLARITY Act bedroht passive Zinserträge für USDC
- Circle-Aktie verzeichnet deutliche Wochenverluste
- Unternehmen expandiert nach Europa und Afrika
- Großinvestoren nutzen Kursschwäche für Käufe
Ein neuer Gesetzesentwurf im US-Kongress sorgt für Unruhe am Markt für digitale Währungen. Der geplante CLARITY Act könnte das Kernversprechen von Stablecoins wie USDC untergraben, indem er passive Zinserträge für Anleger untersagt. Für Circle steht damit ein wesentlicher Pfeiler der Nutzerbindung auf dem Prüfstand.
US-Gesetz zielt auf Geschäftsmodell
Die Veröffentlichungen zum CLARITY Act trafen die Aktie in dieser Woche empfindlich. Kern der regulatorischen Bemühungen ist die Einschränkung von Belohnungen für das bloße Halten digitaler Dollar-Guthaben. Während aktivitätsbasierte Anreize für Zahlungen oder den Handel weiterhin zulässig sein sollen, geraten „zinshilfliche“ Erträge ins Visier der Gesetzgeber.
Diese Entwicklung trifft Circle an einer empfindlichen Stelle. Das Unternehmen generiert einen Großteil seiner Einnahmen aus den Zinsen der Reserven, die den USDC decken. Da der USDC mit einer Marktkapitalisierung von rund 78 Milliarden Dollar der zweitgrößte Stablecoin weltweit ist, fürchten Investoren nun eine Abwanderung von Kapital, falls die Renditeanreize wegfallen. Auch die Kryptobörse Coinbase, ein wichtiger Vertriebspartner für USDC, verzeichnete im Sog dieser Nachrichten deutliche Kursverluste.
Markt zwischen Panik und Chance
Trotz einer heutigen Erholung von rund neun Prozent auf 94,20 Euro spiegelt der Wochenverlust von fast 19 Prozent die tiefe Skepsis der Marktteilnehmer wider. Die Volatilität bleibt mit annualisierten 138 Prozent extrem hoch. Allerdings werten nicht alle Akteure den Kursrutsch als dauerhaftes Warnsignal.
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Großinvestoren wie Ark Invest nutzten die Kursschwankungen in der Vergangenheit bereits mehrfach für Zukäufe. Sie sehen in Circle eine zentrale Infrastrukturkomponente an der Schnittstelle zwischen klassischem Finanzwesen und Blockchain. Während der Konkurrent Tether versucht, durch neue Audits Transparenzbedenken auszuräumen, verweist Circle auf seine langjährige Zusammenarbeit mit Deloitte und die monatlichen Bestätigungen seiner Reserven.
Expansion trotz regulatorischer Hürden
Circle reagiert auf den Druck in den USA mit einer verstärkten internationalen Ausrichtung. Bereits im Jahr 2024 erfüllte das Unternehmen als erster großer Emittent die europäischen MiCA-Richtlinien, was den Einsatz von USDC in der gesamten EU rechtlich absichert.
Am 24. März 2026 verkündete das Management zudem eine Kooperation mit Sasai Fintech. Ziel ist es, die USDC-Infrastruktur in Afrika zu etablieren, um Kosten und Zeitaufwand bei grenzüberschreitenden Transaktionen zu senken. Die US-Regulierungsbehörden haben nun ein Jahr Zeit, um die genauen Kriterien für zulässige Belohnungen zu definieren. Diese Frist wird darüber entscheiden, ob Circle sein bisheriges Anreizsystem grundlegend umbauen muss.
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