Tesla steht eine richtungsweisende Woche bevor. Während CEO Elon Musk in Davos ambitionierte Pläne für seine Robotaxi-Flotte verkündet, bröckelt das Kerngeschäft so stark wie nie zuvor. Vor den Quartalszahlen am Mittwoch fragen sich Anleger: Rechtfertigen Zukunftsvisionen noch die astronomische Bewertung, während der chinesische Konkurrent BYD längst vorbeigezogen ist?
Historischer Einbruch im Kerngeschäft
Die nackten Zahlen, die Tesla am kommenden Mittwoch (28. Januar) detailliert erläutern muss, zeichnen ein ernüchterndes Bild. Im Jahr 2025 lieferte der US-Konzern rund 1,63 Millionen Fahrzeuge aus – ein Rückgang von 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders das vierte Quartal verdeutlichte die Absatzprobleme mit einem Minus von 16 Prozent im Jahresvergleich.
Diese Schwäche hat symbolträchtige Konsequenzen: Der chinesische Autobauer BYD hat Tesla als weltweit größten Verkäufer von Elektroautos abgelöst. Mit rund 2,26 Millionen verkauften Batterie-Fahrzeugen im Jahr 2025 unterstreicht der Konkurrent den massiven Wettbewerbsdruck, dem sich Tesla inzwischen global stellen muss. Der Aktienkurs spiegelt diese Sorgen wider: Nach einem Verlust von knapp 18 Prozent in den letzten 30 Tagen notiert das Papier zum Wochenstart bei rund 393 Euro.
Spagat zwischen Realität und Vision
Während der Absatz schwächelt, versucht Elon Musk, den Fokus der Investoren auf die autonome Zukunft zu lenken. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos kündigte er vergangene Woche an, dass Teslas Robotaxi-Service bis Ende 2026 in den USA „weit verbreitet“ sein werde.
Zwar konnte Tesla in Austin erste Fahrten ohne Sicherheitsfahrer starten – ein technischer Meilenstein –, doch die regulatorischen Hürden bleiben hoch. Für Kalifornien fehlen bislang die Genehmigungen für fahrerlose Einsätze. Marktbeobachter registrieren zudem eine gewisse Diskrepanz bei den Zeitplänen: Noch im Juli 2025 hatte Musk deutlich schnellere Fortschritte für das Jahresende in Aussicht gestellt, als letztlich realisiert wurden.
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Bewertung und Lichtblicke
Einziger echter Lichtblick in der Bilanz ist die Energiesparte. Mit einer Rekordleistung von 46,7 GWh an installierten Speicherlösungen im Jahr 2025 bietet dieser Bereich eine wichtige Diversifizierung zum volatilen Autogeschäft.
Dennoch bleibt die fundamentale Bewertung der Aktie der kritischste Punkt für Anleger. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von über 200 ist Tesla mehr als fünfmal so teuer bewertet wie Nvidia und fast zehnmal so hoch wie Meta. Diese Bewertung basiert fast ausschließlich auf der Hoffnung, dass das Robotaxi-Geschäft bald explodiert – eine Wette, die durch die wachsende Konkurrenz von Waymo und Zoox riskanter wird.
Beim Quartalsbericht am Mittwoch werden bloße Ankündigungen kaum ausreichen. Anleger erwarten einen konkreten Fahrplan, wie der Absatzschwund gestoppt werden soll und wann genau die Expansion der Robotaxis über Austin und San Francisco hinaus erfolgt.
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