SAP lieferte solide Zahlen für 2025 und kündigte ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm an. Doch die Börse interessierte sich mehr für eine andere Kennzahl: Der Auftragsbestand im Cloud-Geschäft wuchs langsamer als erhofft. Die Folge: ein deutlicher Kursrückgang, der die hohen Erwartungen der Investoren in die Cloud-Transformation des Walldorfer Konzerns offenlegt.
Die wichtigsten Fakten:
– Gesamtumsatz 2025: 36,8 Mrd. Euro (+11% währungsbereinigt)
– Cloud-Erlöse: +26% währungsbereinigt
– Current Cloud Backlog (CCB): +25% währungsbereinigt im Q4
– Aktienrückkaufprogramm: bis zu 10 Mrd. Euro angekündigt
– Kursreaktion: Deutlicher Rückgang trotz übertroffener Prognosen
Auftragsbestand enttäuscht die Märkte
Das Problem lag nicht in der Vergangenheit, sondern in der Zukunft. Der Current Cloud Backlog – also die vertraglich gesicherten Clouderlöse für die kommenden zwölf Monate – stieg im vierten Quartal um 25 Prozent. Klingt stark, reichte den Anlegern aber nicht. Sie hatten mehr erwartet.
Diese Kennzahl gilt in der Branche als Frühindikator für das Wachstumstempo. Ein schwächerer CCB-Anstieg deutet auf nachlassende Dynamik hin. Genau das bereitet Investoren Sorgen, die SAP vor allem wegen der Cloud-Transformation im Depot haben.
Starke Bilanz hilft nicht
Dabei waren die Geschäftszahlen für 2025 durchaus überzeugend. Das Betriebsergebnis übertraf die Prognosen, der Free Cashflow entwickelte sich besser als geplant. Mit dem neuen Aktienrückkaufprogramm über bis zu zehn Milliarden Euro setzt SAP zudem ein Zeichen in Richtung Aktionäre.
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Die Unternehmensführung verwies auf die Integration von Business AI, die bereits in einem Großteil der Cloud-Auftragseingänge im vierten Quartal enthalten gewesen sei. Künstliche Intelligenz soll zum zentralen Wachstumstreiber werden.
Hohe Erwartungen als Last
Die heftige Marktreaktion zeigt, wie kritisch Anleger jede Abweichung vom erhofften Wachstumspfad bewerten. SAP hat in den vergangenen Jahren massiv in die Cloud-Transformation investiert und damit hohe Erwartungen geweckt. Nun wird jede Verlangsamung mit Misstrauen betrachtet.
Die Aktie notiert derzeit bei 170,56 Euro – rund 39 Prozent unter dem Jahreshoch von 280,40 Euro. Die Prognose für 2026 verspricht zwar weiteres Cloud-Wachstum, doch ob das Tempo die Investoren zufriedenstellt, muss sich erst zeigen. Die nächsten Quartale werden entscheidend sein, um das Vertrauen in die Wachstumsstory zurückzugewinnen.
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