Solana: Experteneinschätzung heute

Solana verzeichnet robuste Netzwerkaktivität und institutionelle Zuflüsse, während der Tokenpreis deutlich unter den Höchstständen des Vorjahres notiert. Die Diskrepanz zwischen Fundament und Bewertung prägt den Jahresauftakt.

Kurz zusammengefasst:
  • Starke institutionelle Zuflüsse in Solana-ETFs
  • Wachstum bei tokenisierten Real-World Assets
  • Höhere Protokolleinnahmen als Ethereum
  • Wichtige technische Upgrades für 2026 geplant

Solana startet mit einem gemischten Bild ins neue Jahr. Der Tokenpreis hinkt der starken Entwicklung im Netzwerk deutlich hinterher, während gleichzeitig immer mehr institutionelle Akteure an Bord kommen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie lange diese Lücke zwischen Nutzung und Bewertung noch bestehen bleibt.

Technische Lage und Marktstimmung

Solana notiert aktuell bei 127,15 US‑Dollar. Damit liegt der Kurs zwar leicht im Plus gegenüber gestern, auf Sicht von sieben Tagen ergibt sich aber nur ein überschaubarer Anstieg, während der Monat zuvor von einem Rückgang geprägt war. Besonders ins Gewicht fällt der Abstand von rund 46 % zum 52‑Wochen-Hoch – Solana handelt also deutlich unter den Spitzenkursen des vergangenen Jahres, bleibt aber klar über dem jüngsten Jahrestief.

Solana

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Charttechnisch wirkt das Umfeld eher verhalten. Der RSI von 40,2 signalisiert, dass Solana sich in Richtung überverkauft bewegt, ohne bereits eine klare Gegenbewegung nach oben einzuleiten. Gleichzeitig liegt der Kurs etwas unter dem 50‑Tage-Durchschnitt von 131,72 US‑Dollar, was den Eindruck einer abwartenden Marktphase unterstreicht. Die annualisierte 30‑Tage-Volatilität von knapp 36 % zeigt: Schwankungen bleiben hoch, sind für einen großen Krypto-Asset aber nicht unüblich.

ETF-Zuflüsse und institutionelles Interesse

Trotz der gedämpften Kursentwicklung bleibt das institutionelle Interesse an Solana bemerkenswert robust. Seit der Zulassung erster Solana-Spot-ETFs im Oktober 2025 flossen netto rund 765 Millionen US‑Dollar in diese Produkte, das verwaltete Vermögen liegt bei etwa 950 Millionen US‑Dollar. An der Spitze steht der BSOL-Fonds von Bitwise, der den Großteil dieser Gelder bündelt.

Für Marktbeobachter ist das ein wichtiges Signal: Große Vermögensverwalter wie Fidelity und VanEck nutzen die aktuelle Bewertung eher zum Aufbau von Positionen, statt sie als Ausdruck fundamentaler Schwäche zu interpretieren. Während kurzfristig orientierte Trader auf Kursmuster und Unterstützungszonen schauen, agieren institutionelle Anleger deutlich langfristiger.

Real-World Assets als Wachstumstreiber

Ein zentraler Treiber der Solana-Story zum Jahreswechsel ist die starke Dynamik bei Real-World Assets (RWAs), also der Tokenisierung realer Vermögenswerte. Ende Dezember 2025 belief sich das Volumen tokenisierter RWAs auf der Solana-Blockchain auf 873,3 Millionen US‑Dollar – ein Plus von 10 % gegenüber dem Vormonat.

Die wichtigsten Bausteine dieser Entwicklung:

  • Institutionelle Treasuries:
    BlackRocks USD Institutional Digital Liquidity Fund hält 255,4 Millionen US‑Dollar on-chain, Ondo Finance steuert mit seinem US-Dollar-Yield-Produkt weitere 175,8 Millionen US‑Dollar bei.
  • Tokenisierte Aktien:
    Solana wird zunehmend für tokenisierte Aktien genutzt, darunter 48,3 Millionen US‑Dollar in Tesla‑Tokens und 17,6 Millionen US‑Dollar in Nvidia‑Tokens.
  • Zahlungsinfrastruktur:
    Western Union hat Solana als Basis für eine neue Stablecoin-Remittance-Plattform ausgewählt. Zielgruppe sind rund 150 Millionen Kunden, der Start ist für die erste Jahreshälfte 2026 geplant.

Galaxy Research erwartet, dass diese Entwicklung einen neuen Markt für „Internet Capital Markets“ auf Solana entstehen lässt, der 2026 von aktuell rund 750 Millionen auf über 2 Milliarden US‑Dollar wachsen könnte.

On-Chain-Zahlen und Entwicklerdynamik

Auch auf Protokollebene legt Solana beachtliche Zahlen vor. In den 30 Tagen vor Jahresbeginn 2026 generierten Anwendungen auf Solana rund 110 Millionen US‑Dollar an Einnahmen – mehr als doppelt so viel wie Ethereum im selben Zeitraum mit 47,2 Millionen US‑Dollar. Solana punktet hier vor allem mit Effizienz und hoher Auslastung.

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Besonders wichtig für die langfristige Perspektive ist die Entwicklerbasis. Laut Daten von Electric Capital liegt die Zahl aktiver Entwickler auf Solana bei 17.708, was einem Anstieg von 29,1 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Parallel dazu verarbeitet das Stablecoin-Ökosystem auf Solana inzwischen über 15 Milliarden US‑Dollar an Volumen, vor allem in hochfrequenten Transaktionen. Beides zusammen deutet auf eine wachsende und sich verfestigende Nutzung hin.

Technische Upgrades: Alpenglow und Firedancer

Um die wachsenden institutionellen Ströme und das steigende Transaktionsvolumen zu bewältigen, setzt Solana 2026 stark auf Infrastruktur-Optimierungen.

  • Alpenglow (Q1 2026):
    Dieses Upgrade soll die Transaktionsfinalität von bisher etwa 12,8 Sekunden auf nur noch 100 bis 150 Millisekunden senken. Eine derart schnelle Abwicklung ist entscheidend, um mit klassischen Finanzinfrastrukturen mithalten zu können und komplexe Kapitalmarktanwendungen zu ermöglichen.

  • Firedancer:
    Der unabhängige Validator-Client ist bereits live, seine breite Adoption wird jedoch erst ab dem zweiten Quartal 2026 erwartet. Firedancer soll Engpässe im Netzwerk reduzieren und erlaubt in Testumgebungen theoretisch über 1 Million Transaktionen pro Sekunde. Auf dem Mainnet sind aktuell stabile Werte von mehr als 10.000 Transaktionen pro Sekunde Realität.

Diese Upgrades zielen klar darauf ab, Solana als belastbare Basis für institutionelle Finanzströme und tokenisierte Vermögenswerte zu etablieren.

Sentiment und Regulierung

Die Marktstimmung bleibt trotz der positiven Fundamentaldaten eher verhalten. Ein „Fear & Greed“-Index von 31 signalisiert eine Phase ausgeprägter Vorsicht. Optimistische Marktteilnehmer sehen mit Blick auf die anstehenden Upgrades und die RWA-Dynamik Kurspotenzial in Richtung 140 bis 150 US‑Dollar. Skeptischere Stimmen verweisen dagegen auf das makroökonomische Umfeld und halten einen Rücksetzer in den Bereich um 100 US‑Dollar für möglich, sollte sich das Umfeld eintrüben.

Auf der Regulierungsseite hellt sich das Bild dagegen auf. Mit dem GENIUS Act zu Stablecoins hat die US-Politik 2025 einen Rahmen geschaffen, der Zahlungsdienstleistern wie Visa und PayPal mehr Sicherheit für tiefergehende Solana-Integrationen gibt. Für 2026 schauen Marktteilnehmer zudem auf den Fortschritt des US‑amerikanischen CLARITY Act, der laut Einschätzungen von Bitwise einen weiteren Impuls für die Bewertung digitaler Assets liefern könnte.

Fazit: Fundament stark, Bewertung im Rückstand

Per 2. Januar 2026 steht Solana an einem spannenden Punkt: Der Token konsolidiert nach einem bewegten Jahr deutlich unter früheren Höchstständen, während das Netzwerk selbst neue Rekordmarken bei Umsatz, Entwickleraktivität und institutioneller Nutzung erreicht. Die klare Ausrichtung auf Real-World Assets, stabile Stablecoin-Volumina und die anstehenden Infrastruktur-Upgrades wie Alpenglow und Firedancer unterfüttern ein solides Fundament. Sollte sich das regulatorische Umfeld weiter klären und die angekündigten Integrationen umgesetzt werden, könnte sich die aktuelle Diskrepanz zwischen Netzwerkstärke und Kursverlauf im Laufe des Jahres 2026 schrittweise schließen.

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