Der größte US-Hausbauer D.R. Horton gerät ins Visier der US-Justizbehörden. Berichte über eine mögliche Kartelluntersuchung des Justizministeriums (DOJ) sorgen für Unruhe im gesamten Sektor und belasten den Aktienkurs. Kann die fundamentale Stärke des Unternehmens die drohenden regulatorischen Hürden ausgleichen?
- Aktueller Kurs: ca. 156,27 USD
- Kursziel der Analysten: 160,50 USD
- Jahresperformance (YTD): +7,2 %
- Gewinn pro Aktie (EPS): 2,03 USD (erwartet: 1,98 USD)
Vorwurf illegaler Preisabsprachen
Das US-Justizministerium prüft derzeit die Einleitung einer Untersuchung gegen führende US-Bauunternehmen wegen möglicher Kartellverstöße. Im Zentrum der Ermittlungen steht der Vorwurf, dass über den Branchenverband „Leading Builders of America“, dem auch D.R. Horton angehört, sensible Informationen ausgetauscht wurden. Die Behörden untersuchen, ob diese Praktiken den Wettbewerb eingeschränkt oder die ohnehin hohen Wohnkosten künstlich aufgebläht haben.
Bisher wurden keine formalen Anklagen erhoben und eine endgültige Entscheidung über die Einleitung des Verfahrens steht noch aus. Dennoch reagierte der Markt empfindlich auf die Meldungen vom vergangenen Freitag: Die Anteile von D.R. Horton verloren unmittelbar rund 2 % an Wert.
Bewertung und Analysteneinschätzung
Trotz des regulatorischen Gegenwinds zeigt sich die Aktie im längerfristigen Vergleich widerstandsfähig. Mit einem Plus von 7,2 % seit Jahresbeginn liegt der Kurs aktuell bei rund 156,27 USD. Analysten bleiben jedoch vorsichtig und stufen das Papier mehrheitlich mit „Hold“ ein. Das durchschnittliche Kursziel von 160,50 USD bietet lediglich ein Aufwärtspotenzial von etwa 2,7 %.
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Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) zwischen 13,6 und 14,2 wird die Aktie von einigen Marktbeobachtern als leicht überbewertet angesehen. Demgegenüber stehen jedoch operative Ergebnisse, die zuletzt die Erwartungen übertreffen konnten.
Umsatzrückgang trotz Gewinnplus
Die fundamentalen Daten des Unternehmens bleiben stabil, zeigen aber Licht und Schatten. In den am 20. Januar veröffentlichten Zahlen für das erste Geschäftsquartal wies D.R. Horton einen Gewinn pro Aktie von 2,03 USD aus und schlug damit die Analystenschätzungen von 1,98 USD. Der Quartalsumsatz sank jedoch im Vergleich zum Vorjahr um 9,5 % auf 6,89 Milliarden USD.
Für Anleger bleibt das Kapitalrückführungsprogramm ein wichtiger Anker. Das Unternehmen schüttet eine Quartalsdividende von 0,45 USD pro Aktie aus, was einer Dividendenrendite von etwa 1,2 % entspricht. Die nächste Auszahlung ist für Mitte Februar terminiert. Das solide operative Geschäft bildet damit vorerst ein Gegengewicht zu den drohenden rechtlichen Auseinandersetzungen mit den US-Behörden.
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