Morgen legt Redcare Pharmacy die Zahlen für 2025 vor – und selten war die Ausgangslage so zweigeteilt. Auf der einen Seite brummt das E‑Rezeptgeschäft, auf der anderen Seite schwächelt ausgerechnet das margenträchtige OTC-Segment. Kann das Wachstum bei Rezepten die Lücke bei den profitableren Nicht‑Rezept-Produkten schließen?
Zahlenwerk: Wachstum ja, aber nicht überall
Die vorläufigen Daten zeigen: 2025 ist der Umsatz um 24% auf 2,9 Mrd. Euro gestiegen. Das unterstreicht, dass das Geschäft insgesamt weiter wächst.
Im vierten Quartal wurde es allerdings kniffliger. Der Quartalsumsatz legte zwar um 18% auf 794 Mio. Euro zu, blieb damit aber laut Bericht rund 3% unter den Markterwartungen. Genau hier beginnt die Debatte: Nicht das Wachstum an sich, sondern die Qualität des Wachstums rückt stärker in den Mittelpunkt.
E‑Rezept als Motor – OTC als Bremsklotz
Der klare Lichtblick ist das Rezeptgeschäft in Deutschland. Der Rx-Umsatz sprang 2025 um 98% auf 503 Mio. Euro und lag damit sogar über der eigenen Zielmarke („mehr als 500 Mio. Euro“). Auch im Schlussquartal blieb die Dynamik hoch: plus 60% auf 155 Mio. Euro, leicht über Konsens.
Im OTC-Bereich zeigt sich dagegen Gegenwind. Die Non‑Rx-Erlöse stiegen im vierten Quartal zwar um 9% auf 483 Mio. Euro, lagen aber etwa 9% unter den Erwartungen. Brisant ist das vor allem deshalb, weil die Erkältungs- und Grippesaison normalerweise ein starker, margenreicher Zeitraum ist. Entsprechend vorsichtig reagieren Investoren, wenn ausgerechnet dort die Zahlen enttäuschen.
Wettbewerb, Marge – und ein möglicher Rückenwind aus Berlin
Als ein Grund für die OTC-Delle wird das härtere Wettbewerbsumfeld genannt: Neue Anbieter erhöhen den Druck, was Wachstum und Preissetzung erschweren kann. Redcare reagiert strategisch, indem das Management den Fokus stärker in Richtung Rx verschiebt – also in ein Feld, in dem der neue Wettbewerber derzeit nicht aktiv ist. Bereits die Q3-Zahlen hatten den Trend bestätigt: Rx-Umsatz plus über 42% auf 272 Mio. Euro.
Zusätzliche Fantasie kommt aus der Regulierung. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat Pläne bestätigt, die feste Vergütungspauschale für verschreibungspflichtige Medikamente anzuheben. Da diese Pauschale je Packung gesetzlich fixiert ist, würde ein Plus „fast wie ein Hebel“ auf die Profitabilität im Rx-Segment wirken. Entscheidend wird, ob die Verordnung wie angekündigt im Frühjahr umgesetzt wird.
Am Kapitalmarkt ist die Nervosität trotzdem greifbar: Die Aktie notiert heute bei 58,55 Euro und markiert damit ein neues 52‑Wochentief.
Zum Termin morgen, am 4. März, geht es daher vor allem um zwei Punkte: Wie stark hat das schwächere OTC‑Geschäft die Margen tatsächlich belastet – und welchen Ausblick liefert das Unternehmen erstmals für 2026, nachdem das Ziel für die bereinigte EBITDA‑Marge 2025 bei 2% bis 2,5% bekräftigt wurde?
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