Amazon Aktie: Institutionelle steigen aus

Professionelle Investoren ziehen sich aus Amazon zurück, während der Konzern mit operativen Herausforderungen kämpft. Die Aktie hinkt dem Markt hinterher.

Kurz zusammengefasst:
  • Vermögensverwalter reduzieren ihre Bestände drastisch
  • Aktie unterperformed deutlich gegenüber dem S&P 500
  • Operative Probleme führen zu Ausnahmen der Büropflicht
  • AWS-Quartalszahlen als nächster entscheidender Katalysator

Amazon startet mit spürbarem Gegenwind in das Jahr 2026. Nach einer deutlichen Underperformance gegenüber dem Gesamtmarkt im Vorjahr zeigen neue Daten, dass professionelle Anleger ihre Positionen aktiv reduzieren. Während der Tech-Gigant operativ mit unerwarteten logistischen Hürden kämpft, stellt sich die Frage: Schwindet das Vertrauen der Großinvestoren in die kurzfristigen Perspektiven des E-Commerce-Riesen?

Große Adressen ziehen Kapital ab

Dass die Skepsis wächst, belegen die aktuellen Portfolio-Daten unmissverständlich. Vermögensverwalter haben zuletzt begonnen, ihre Bestände zu bereinigen. So kürzten BSW Wealth Partners ihre Position um 15,6 Prozent, während Seed Wealth Management seinen Anteil sogar drastisch um 65,2 Prozent reduzierte.

Amazon

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Diese defensiven Maßnahmen korrespondieren direkt mit der enttäuschenden Kursentwicklung des Jahres 2025. Während der breite S&P 500 um 18 Prozent zulegen konnte, hinkte die Amazon-Aktie mit einem Plus von lediglich rund sechs Prozent deutlich hinterher. Marktbeobachter werten die Verkäufe als Indiz dafür, dass Asset Manager vorerst nur begrenztes Aufwärtspotenzial sehen.

Rückzieher bei der Büropflicht

Neben den Finanzströmen sorgen operative Herausforderungen für Gesprächsstoff. Aufgrund massiver Verzögerungen bei der Visa-Bearbeitung in den USA sieht sich Amazon gezwungen, von seiner strikten Fünf-Tage-Büropflicht abzuweichen.

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Mitarbeitern in Indien wird vorübergehend bis zum 2. März 2026 gestattet, im Homeoffice zu arbeiten. Dies stellt eine seltene Ausnahme von CEO Andy Jassys rigoroser Präsenzkultur dar und verdeutlicht die logistischen Probleme, mit denen der Konzern in seinen wichtigen globalen Tech-Hubs konfrontiert ist.

Warten auf den AWS-Impuls

Trotz des aktuellen Drucks stufen Analysten die Bewertung der Aktie mittlerweile als „angemessen“ ein, da die historischen Aufschläge abgebaut wurden. Technisch befindet sich das Papier in einer heiklen Konsolidierungsphase nahe der Unterstützung von 230 US-Dollar.

Der Fokus der Anleger richtet sich nun voll auf die Quartalszahlen Ende Januar. Entscheidend wird sein, ob die Cloud-Sparte AWS ihr zuletzt angezogenes Umsatzwachstum von 20 Prozent bestätigen kann. Nur wenn Amazon hier und im Werbegeschäft überzeugende Margen liefert, dürfte der Ausbruch aus der aktuellen Seitwärtsbewegung gelingen und das Interesse der institutionellen Investoren zurückkehren.

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