Die Bilanz für 2025 kann sich sehen lassen: Heidelberg Materials steigerte das operative Ergebnis auf 3,4 Milliarden Euro – ein neuer Rekord. Doch die Anleger reagierten am Mittwoch zunächst enttäuscht. Der Kurs sackte zeitweise um über vier Prozent auf 192,10 Euro ab. Grund dafür war weniger die Vergangenheit als vielmehr die Zukunft.
Für 2026 peilt der Konzern ein bereinigtes Ebit zwischen 3,4 und 3,75 Milliarden Euro an. Das klingt nach Wachstum, liegt aber unter den Hoffnungen vieler Investoren. Der Analystenkonsens bewegt sich bereits am oberen Ende dieser Spanne – Spielraum für positive Überraschungen gibt es kaum.
Emissionshandel bremst die Fantasie
Besonders belastend wirkt die anhaltende Unsicherheit rund um den europäischen Emissionshandel. Nachdem die EU Pläne für ein Aufweichen der Klimaschutzmaßnahmen signalisiert hatte, verlor die Aktie vom Januarhoch bei knapp 242 Euro deutlich an Boden. Heidelberg Materials galt bislang als Profiteur strengerer CO2-Vorgaben, da das Unternehmen führend bei der Dekarbonisierung ist. Fallen die erhofften Kostenvorteile weg, schwindet ein wichtiger Kurstreiber.
In der Telefonkonferenz versuchte das Management zu beruhigen: Man sehe kein Risiko für eine Abschaffung des Emissionshandelssystems, und die Preisgestaltung werde voraussichtlich nicht beeinträchtigt. Die Nachfrage nach CO2-armen Baustoffen bleibe stabil. Diese Aussagen sorgten am Nachmittag für eine leichte Erholung – zwischenzeitlich schaffte es der Kurs sogar kurz ins Plus. Am Ende stand ein Minus von 0,25 Prozent bei 200,30 Euro.
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USA als Hoffnungsträger
Konzernchef Dominik von Achten zeigte sich zuversichtlich für den wichtigen US-Markt, der etwa 30 Prozent zu Umsatz und Ertrag beisteuert. Mit Blick auf die Zwischenwahlen im November erwartet er Impulse: „Im Anlauf zu Wahlen passiert in der Regel auch etwas auf der Bauseite.“ Besonders dynamisch entwickle sich bereits das Geschäft mit Rechenzentren, auch der Gewerbeimmobilienmarkt habe wieder angezogen. Nur im Wohnungsbau bleibe es schwach.
Auch für Deutschland rechnet von Achten mit Rückenwind durch Infrastrukturprogramme, insbesondere in den Bereichen Energie und Verteidigung. Im Tiefbau habe es bereits im vierten Quartal 2025 eine deutliche Nachfragebelebung gegeben.
Die Dividende wird steigen, so viel steht fest. Wie stark, entscheidet sich im Mai auf der Hauptversammlung. Ein kleiner Lichtblick für gebeutelte Aktionäre – doch ob das reicht, um die Abwärtsdynamik zu stoppen, bleibt offen.
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