Ein operativer Sieg auf dem wichtigen US-Markt trifft auf eine abwartende Haltung an der Börse. Siemens Healthineers erhielt am späten Freitagabend die FDA-Zulassung für sein innovatives MRT-System „Magnetom Flow“. Während diese Nachricht die Wettbewerbsposition gegenüber Konkurrenten wie GE HealthCare stärkt, reagierte der Aktienkurs kaum. Investoren wägen derzeit den technologischen Fortschritt gegen die strukturellen Unsicherheiten hinsichtlich der Eigentümerstruktur ab.
Die wichtigsten Entwicklungen:
* Behördliches Go: Die US-FDA hat die Vermarktung des „Magnetom Flow“ genehmigt.
* Technologie: Das System benötigt nur 0,7 Liter Helium statt der üblichen 1.500 Liter.
* Marktreaktion: Der Kurs schloss am Freitag nahezu unverändert bei 46,51 Euro (-0,04 %).
* Analysten-Votum: Die Deutsche Bank bestätigt „Hold“ mit Kursziel 46,00 Euro.
Technologischer Vorsprung im Wettbewerb
Die Zulassung markiert einen strategisch wichtigen Schritt im Kampf um Marktanteile in der medizinischen Bildgebung. Das neue System setzt auf einen geschlossenen Heliumkreislauf und die sogenannte „DryCool“-Technologie. Für Krankenhäuser bedeutet dies den Wegfall aufwendiger Installationsrohre und eine Reduktion des Energieverbrauchs um bis zu 56 Prozent.
Diese Effizienzsteigerung ist essenziell, um im preissensitiven US-Markt zu bestehen. Dennoch bleibt die unmittelbare Euphorie aus. Analysten der Deutschen Bank weisen darauf hin, dass solche operativen Fortschritte im aktuellen Kursniveau bereits weitgehend eingepreist sind. Zudem bleibt das Umfeld für Medizintechnik in Nordamerika hochkompetitiv.
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Operative Stärke gegen Aktienüberhang
Trotz einer soliden Performance seit Jahresanfang (+5,37 %) wirkt die Aktie gedeckelt. Der Grund liegt weniger im operativen Geschäft als in der Eigentümerstruktur. Da die Siemens AG plant, ihren Anteil von derzeit rund 67 Prozent weiter zu reduzieren, lastet ein sogenannter „Overhang“ auf dem Papier. Marktteilnehmer kalkulieren das Risiko ein, dass größere Aktienpakete auf den Markt kommen könnten, was potenzielle Kursanstiege dämpft.
Charttechnisch spiegelt sich diese Pattsituation wider. Mit einem Schlusskurs von 46,51 Euro notiert das Papier fast exakt auf dem Niveau des 200-Tage-Durchschnitts (46,32 Euro). Die Volatilität bleibt moderat, und der RSI von 55 deutet auf eine neutrale Marktverfassung hin. Um neues Momentum zu generieren, müsste die Aktie signifikant aus der aktuellen Seitwärtsrange ausbrechen.
Der Blick richtet sich nun auf Anfang Februar, wenn der Konzern voraussichtlich die Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorlegt. Dann muss das Management belegen, dass sich Innovationen wie der Magnetom Flow auch in konkreten Auftragseingängen niederschlagen. Ein technisches Kaufsignal entstünde erst bei einem nachhaltigen Überwinden der 47-Euro-Marke, während die Unterstützung bei 45 Euro als Untergrenze für die aktuelle Konsolidierung dient.
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