Operative Stärke trifft auf skeptische Analysten. Obwohl ams Osram im vierten Quartal die Erwartungen übertraf und seine Sparziele vorzeitig erreichte, gerät das Papier massiv unter Druck. Der Grund für die Kursverluste liegt nicht in der Vergangenheit, sondern in einem trüben Ausblick für das Übergangsjahr 2026.
Analysten ziehen die Reißleine
Anleger reagierten nervös auf die jüngste Entwicklung. Nachdem die Aktie zuletzt an den US-Märkten bereits über 9 Prozent eingebüßt hatte, setzt sich die Schwäche fort. Aktuell notiert der Titel bei 9,30 Euro und damit rund 33 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch.
Verantwortlich für den Stimmungsumschwung sind vor allem negative Analystenkommentare. Die Deutsche Bank stufte das Papier auf „Hold“ herab und begründete dies mit steigenden Kosten und unsicheren Aussichten. Auch JPMorgan bleibt bei seiner skeptischen Haltung („Underweight“). Der Markt ignoriert damit die eigentlich soliden Zahlen des vierten Quartals: Mit 874 Millionen Euro Umsatz und einer bereinigten EBITDA-Marge von 18,4 Prozent lieferte der Konzern besser ab als prognostiziert.
Radikaler Umbau fordert Opfer
Das Management steuert mit einem harten Restrukturierungskurs gegen die Marktschwäche. Um die Schuldenlast zu drücken, trennt sich ams Osram von Unternehmensteilen: Das Geschäft mit passiven optischen Sensoren geht für 570 Millionen Euro an Infineon, die Lampensparte an Ushio. Diese Verkäufe sollen rund 670 Millionen Euro in die Kasse spülen und den Verschuldungsgrad deutlich senken.
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Gleichzeitig kündigte der Konzern das Programm „Simplify“ an. Das Ziel sind Einsparungen von 200 Millionen Euro bis 2028, doch der Preis ist hoch: Weltweit fallen rund 2.000 Stellen weg. Betroffen sind hierbei insbesondere deutsche Standorte wie Regensburg.
2026 wird zur Geduldsprobe
Der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr dämpft jegliche kurzfristige Euphorie. Der Vorstand bereitet Investoren auf eine Phase der Konsolidierung vor. Durch die Unternehmensverkäufe und makroökonomische Gegenwinde – insbesondere der hohe Goldpreis belastet die LED-Fertigung massiv – wird mit einem Umsatzrückgang gerechnet.
Ob die Schrumpfkur langfristig Früchte trägt, muss ams Osram erst beweisen. Investoren richten ihren Blick nun auf den 7. Mai 2026, wenn die Q1-Zahlen erste Hinweise auf den Erfolg der Neuausrichtung geben. Bis dahin bleibt die Beweislast beim Unternehmen, dass der Verzicht auf Umsatzvolumen tatsächlich zu der versprochenen höheren Profitabilität führt.
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