RWE Aktie: Auf dem Höchststand seit 2010

Der Energiekonzern RWE schließt das Geschäftsjahr mit Rekordergebnissen ab, kündigt massive Investitionen an und erhöht die Dividende. Die Aktie reagierte mit einem Kurs auf dem höchsten Stand seit 2010.

Kurz zusammengefasst:
  • Bereinigtes EBITDA von 5,1 Milliarden Euro erreicht
  • Investitionsplan von 35 Milliarden Euro bis 2031
  • Dividende steigt 2026 um 10 Prozent
  • Analysten bekräftigen Kaufempfehlungen

Starke Jahreszahlen, ein ambitionierter Investitionsplan und eine steigende Dividende — RWE hat zum Wochenabschluss gleich auf mehreren Ebenen überzeugt. Die Aktie kletterte am Freitag auf den höchsten Stand seit 2010.

Ergebnis am oberen Rand der Prognose

Das Geschäftsjahr 2025 schloss RWE mit einem bereinigten EBITDA von 5,1 Milliarden Euro ab — exakt an der Obergrenze der eigenen Zielspanne. Auch das bereinigte Nettoergebnis von 1,8 Milliarden Euro traf den oberen Rand des angepeilten Korridors. Den größten Beitrag lieferte das Segment Onshore-Wind und Solar mit 1,74 Milliarden Euro, gefolgt von Offshore-Wind (1,49 Milliarden Euro) und flexibler Erzeugung, vor allem Gaskraftwerke, mit 1,41 Milliarden Euro.

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Für das abgelaufene Jahr schlägt der Konzern eine Dividende von 1,20 Euro je Aktie vor. 2026 soll die Ausschüttung um 10 Prozent auf 1,32 Euro steigen — eine Ansage, die RWE als wachstumsorientierten Ausschüttungspfad positioniert.

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35 Milliarden Euro bis 2031

Parallel zu den Jahreszahlen legte RWE einen konkreten Investitionsrahmen vor. Bis 2031 sollen netto 35 Milliarden Euro fließen, um die weltweite Erzeugungskapazität von rund 40 auf 65 Gigawatt auszubauen. Der größte Einzelposten entfällt auf die USA, wo 17 Milliarden Euro die Kapazität von 13 auf 22 Gigawatt heben sollen. Deutschland erhält 9 Milliarden Euro, schwerpunktmäßig für flexible Erzeugung. Als Ziel für 2031 nennt das Management ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 4,40 Euro — gegenüber 2,48 Euro im abgelaufenen Jahr eine deutliche Steigerung.

Die Analystenreaktionen fielen überwiegend positiv aus. Goldman Sachs bekräftigte eine Kaufempfehlung mit Kursziel 63 Euro, die Deutsche Bank bestätigte ihr „Buy“-Rating mit 55 Euro und verwies auf die fundamentale Stärke des Konzerns. JP Morgan und die DZ Bank schlossen sich mit positiven Einschätzungen an.

Mit einem Plus von 3,2 Prozent auf 57,10 Euro und einem Jahresgewinn von knapp 22 Prozent seit Januar spiegelt der Kurs wider, dass der Markt den vorgelegten Zahlen und Zielen vertraut. Ob der Investitionsplan in dieser Größenordnung — insbesondere in den USA — planmäßig umgesetzt werden kann, wird die entscheidende Frage der kommenden Jahre sein.

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