Die Deutsche Telekom durchbricht am Wochenende die Funkstille: Eine strategische Kehrtwende beim Glasfaser-Ausbau und technische Neuerungen beim Auto-Notruf eCall treffen auf eine fragile Charttechnik. Der Kurs balanciert an einer kritischen Schwelle.
Nach einem Absturz von rund 25 Prozent seit dem März-Hoch bei 36 Euro notiert das Papier bei 27,06 Euro. Die entscheidende Frage: Hält die Unterstützung bei 26 Euro oder droht der Durchbruch nach unten?
Glasfaser-Offensive: Neue Marschroute
Der Konzern vollzieht einen Strategiewechsel bei der Glasfaser-Vermarktung. Statt nur bis an die Gebäude soll die Faser künftig aggressiver direkt in die Wohnungen gebracht werden. Die Botschaft ist klar: Höhere Anschlussquoten sollen die massiven Infrastruktur-Investitionen schneller amortisieren.
Zentrale Entwicklungen im Überblick:
- Fokus auf direkte Wohnungsanschlüsse statt reiner Gebäudeanbindung
- eCall-Notrufsystem auf moderne Mobilfunktechnik umgestellt (mit Vodafone, O2)
- Jahreszahlen 2025 werden am 26. Februar vorgelegt
- Analysten-Kursziele zwischen 35,70 und 40 Euro
Parallel modernisiert das Unternehmen das automatische Notrufsystem eCall in Kooperation mit Vodafone und O2 Telefónica. Die Umstellung sichert die Zukunftsfähigkeit der sicherheitskritischen Infrastruktur in Fahrzeugen.
Charttechnik: Die 26-Euro-Bastion
Die technische Lage bleibt angespannt. Zum Wochenausklang verteidigte der Titel die 26-Euro-Marke, ein Unterschreiten würde weiteres Abwärtspotenzial bis 20 Euro eröffnen. Gelingt die Stabilisierung, ist eine Erholung Richtung 30 Euro möglich. Der RSI zeigt kurzfristig erste Stabilisierungstendenzen, der übergeordnete Abwärtstrend bleibt jedoch intakt.
Belastend wirkt die Schwäche der US-Tochter T-Mobile US, die auf dem deutschen Papier lastet.
Analystensicht: Massive Diskrepanz
Barclays setzt das Kursziel auf 40 Euro – knapp 50 Prozent über dem aktuellen Niveau. UBS votiert mit „Buy“ bei 35,70 Euro. Die Experten argumentieren, der Markt überbewerte die Risiken und ignoriere die Cashflow-Stärke des Konzerns. Mit einem KGV von rund 15 ist die Bewertung historisch moderat, die erwartete Dividendenanhebung auf bis zu 1,13 Euro stützt den Titel zusätzlich.
Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die strategischen Weichenstellungen und die anstehenden Jahreszahlen am 26. Februar die charttechnische Wende einleiten können. Hält die 26-Euro-Unterstützung, bietet das aktuelle Niveau bei anhaltend optimistischen Analystenvoten eine Chance für langfristig orientierte Anleger.
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