Nach dem erfolgreichen Teil-Börsengang der Marine-Sparte richtet sich der Blick der Anleger nun voll auf das Sorgenkind Stahl. Auf der jüngsten Hauptversammlung bestätigte das Management offiziell Verhandlungen mit einem potenziellen Partner. Könnte dies der nächste Katalysator für die Aktie sein, die seit Jahresbeginn bereits über 20 Prozent zulegen konnte?
- Strategie: Gespräche mit Jindal Steel offiziell bestätigt
- Dividende: 0,15 Euro je Aktie (Ex-Tag war am 02.02.2026)
- Performance: Kursplus von rund 167 % auf Zwölf-Monats-Sicht
- Nächster Termin: Quartalszahlen Mitte Februar
Bestätigte Gespräche mit Jindal Steel
CEO Miguel López nutzte die Bühne der Hauptversammlung Ende Januar, um die Fortschritte der Unternehmensstrategie „APEX“ zu untermauern. Während die Dividende von 0,15 Euro stabil gehalten wurde und der Titel seit Montag ex-Dividende handelt, liegt das eigentliche Interesse des Marktes auf der Zukunft der Sparte Thyssenkrupp Steel Europe.
Das Management bestätigte nun offiziell laufende Verhandlungen mit dem indischen Konzern Jindal Steel. Ziel ist es, die Abhängigkeit von den zyklischen Schwankungen des Stahlmarktes zu verringern. Ein Einstieg des indischen Partners könnte nicht nur dringend benötigtes Kapital liefern, sondern auch Skaleneffekte für die kostenintensive grüne Transformation der Stahlproduktion sichern. Dass der Markt diese Fantasie spielt, zeigt der aktuelle Kurs von 11,84 Euro, der trotz des Dividendenabschlags die starke Aufwärtsbewegung der letzten Monate bestätigt.
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Marine-Sparte als Blaupause
Anleger sehen in der Entwicklung der Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) ein Vorbild für die Stahlsparte. Der Teil-Börsengang im Herbst 2025 hat gezeigt, wie durch eine Verselbstständigung einzelner Geschäftsbereiche verborgene Werte gehoben werden können.
Dieses „Sum-of-the-parts“-Szenario ist der Haupttreiber für die beeindruckende Rallye der letzten zwölf Monate. Die Hoffnung ist groß, dass eine ähnliche Lösung für das Stahlgeschäft den Konzernumbau entscheidend voranbringt und die Bewertungslücke weiter schließt.
Blick auf die Margen
Kurzfristig wird sich die Aufmerksamkeit jedoch auf die operativen Kennzahlen richten. Mitte Februar legt der Konzern den Bericht für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2025/2026 vor. Investoren werden hierbei genau prüfen, ob die Margen im Materialhandel stabil bleiben und wie sich der Cashflow entwickelt. Diese fundamentalen Daten müssen die Vorschusslorbeeren der Börse rechtfertigen, bis konkrete Ergebnisse aus den Verhandlungen mit Jindal Steel vorliegen.
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