D-Wave Quantum lieferte für das vierte Quartal 2025 schwächere Zahlen als erwartet – und präsentierte gleichzeitig Buchungsdaten für 2026, die das Bild erheblich komplizieren. Enttäuschende Quartalsergebnisse treffen auf rekordverdächtige Vorausbestellungen und eine strategisch bedeutsame Übernahme.
Q4 2025: Verfehlte Erwartungen
Die Quartalszahlen vom 26. Februar verfehlten die Konsensschätzungen auf beiden Ebenen. Der bereinigte Verlust je Aktie lag bei 0,09 Dollar – Analysten hatten 0,06 Dollar erwartet. Der Umsatz belief sich auf 2,8 Millionen Dollar, während die Schätzungen bei rund 3,7 Millionen Dollar lagen.
Hinzu kommt: Die Buchungen im vierten Quartal sanken um 27 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 13,4 Millionen Dollar. Dieser Rückgang dürfte das positive Sentiment rund um die Aktie gedämpft haben.
Auf der Habenseite steht eine deutlich gestärkte Liquidität. Zum 31. Dezember 2025 verfügte D-Wave über 884,5 Millionen Dollar in bar und marktfähigen Wertpapieren – ein Anstieg von 397 Prozent gegenüber dem Vorjahr, gespeist unter anderem durch 63,7 Millionen Dollar aus Warrant-Ausübungen im Quartal.
Das Gesamtjahr 2025 zeigte indes eine bemerkenswerte Dynamik: Der Jahresumsatz wuchs um 179 Prozent auf 24,6 Millionen Dollar.
Übernahme von Quantum Circuits
Am 7. Januar 2026 gab D-Wave eine Übernahme bekannt, die das Unternehmen strategisch neu positioniert. Für 550 Millionen Dollar – bestehend aus 300 Millionen Dollar in eigenen Aktien und 250 Millionen Dollar in bar – übernimmt D-Wave Quantum Circuits, einen führenden Entwickler fehlerkorrigierter Gate-Modell-Technologie.
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Die Transaktion kombiniert D-Waves etablierte Annealing-Systeme mit einer komplementären Technologieplattform. Quantum Circuits‘ Dual-Rail-Qubits erkennen 90 Prozent der auftretenden Fehler und erreichen Gate-Treuegrade von über 99,9 Prozent. Das Ziel: einen skalierbaren, fehlerkorrigierten Gate-Modell-Quantencomputer deutlich früher auf den Markt zu bringen.
Parallel dazu gründete D-Wave eine eigene Geschäftseinheit für den US-Regierungsmarkt, geleitet von Jack Sears Jr., der über 25 Jahre Erfahrung im Bereich Verteidigung und Luft- und Raumfahrt mitbringt.
Starke Buchungen, schwaches Marktumfeld
Trotz der verfehlten Quartalszahlen zeichnet der Ausblick ein anderes Bild. Bis zum 25. Februar 2026 verzeichnete D-Wave Buchungen von 32,8 Millionen Dollar für das laufende Jahr – mehr als der gesamte Wert für das Geschäftsjahr 2025. CEO Alan Baratz sprach von einem „acht-stelligen Enterprise-QCaaS-Vertrag“ und verwies auf über 30 Millionen Dollar an Buchungen allein im Januar.
Das makroökonomische Umfeld belastet die Aktie zusätzlich. Ein unerwartet hoher PPI-Anstieg von 0,8 Prozent im Januar sowie ein schwächerer Arbeitsmarktbericht – mit 92.000 verlorenen Stellen statt der erwarteten 50.000 – erhöhen den Druck auf wachstumsorientierte Technologiewerte. Im Februar verlor die D-Wave-Aktie 11,5 Prozent, seit Jahresbeginn beträgt das Minus mehr als 27 Prozent. Die Marktkapitalisierung liegt derzeit bei rund 6,9 Milliarden Dollar, das Kurs-Umsatz-Verhältnis auf Basis der Erwartungen bei etwa dem 157-Fachen.
Die Bruttomarge von 82,6 Prozent zeigt, dass D-Wave seine Produktionskosten effizient kontrolliert. Auf Betriebsebene bleibt das Unternehmen jedoch tief in der Verlustzone. Einen konkreten Ausblick auf den Entwicklungsfahrplan für Gate-Modell-Systeme – inklusive der durch die Quantum-Circuits-Übernahme gewonnenen Kapazitäten – will D-Wave im Rahmen des nächsten Earnings-Calls präsentieren. Das Unternehmen plant, noch 2026 ein erstes Gate-Modell-System auf den Markt zu bringen.
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