Electro Optic Systems (EOS) meldet Vollzug: Mit der Übernahme des europäischen Technologieanbieters MARSS wandelt sich der australische Rüstungskonzern vom reinen Hardware-Lieferanten zum integrierten Systemanbieter. Das Ziel ist klar definiert: Eine dominierende Position im stark wachsenden Markt für Drohnenabwehr durch die Kombination von Feuerkraft und künstlicher Intelligenz.
An der Börse kam der strategische Schritt gut an. Die Aktie legte am Montag um rund 1,7 Prozent auf 9,99 AUD zu. Finanziert wird die Vorabzahlung von 36 Millionen US-Dollar (ca. 54 Millionen AUD) komplett aus der eigenen Kasse. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 erwartet das Management keine Belastung des Gewinns, womit eine sofortige Verwässerung für die Aktionäre vermieden wird.
Interessant ist die Struktur des Deals: Neben dem Kaufpreis winkt ein erfolgsabhängiger Nachschlag („Earnout“) von bis zu 100 Millionen Euro. Dieser wird jedoch nur fällig, wenn MARSS neue Aufträge im Volumen von 500 Millionen Euro an Land zieht. Diese Klausel dient als starker Anreiz für eine aggressive kommerzielle Expansion der neuen Sparte.
Vom Zulieferer zum Hauptakteur
Herzstück der Transaktion ist die KI-gestützte Plattform NiDAR. Bisher lieferte EOS primär die „Effektoren“ – also Laser- oder Waffensysteme. Durch die Integration der MARSS-Software schließt das Unternehmen eine entscheidende Lücke in der Wertschöpfungskette. Künftig kann EOS komplette „Sensor-to-Shooter“-Lösungen aus einer Hand anbieten, die Drohnenbedrohungen autonom erkennen und bekämpfen.
Der strategische Schwenk folgt den aktuellen Anforderungen moderner Streitkräfte. Verteidigungsministerien verlangen zunehmend integrierte Systeme statt fragmentierter Einzelkomponenten. Als vollwertiger Systemanbieter kann EOS nun direkt um große Regierungsaufträge als Hauptauftragnehmer konkurrieren, statt wie bisher oft nur als Unterlieferant zu fungieren.
Der Fokus der Anleger verschiebt sich nun auf die operative Umsetzung und den Abschluss der Transaktion im weiteren Jahresverlauf 2026. Sollte das im Earnout definierte Auftragsvolumen tatsächlich realisiert werden, würde dies das Umsatzprofil des Unternehmens fundamental verändern und die Position im Sektor nachhaltig festigen.
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