Microsoft Aktie: Eigene Modelle, eigene Ambitionen
Microsoft tritt mit drei hauseigenen KI-Grundlagenmodellen als direkter Wettbewerber auf und meldet erfolgreiche Copilot-Verkäufe, während die Aktie trotz starker Fundamentaldaten unter Druck steht.

Kurz zusammengefasst
- Drei neue hauseigene KI-Modelle veröffentlicht
- Copilot-Verkäufe erreichen ambitionierte Ziele
- Starke Quartalszahlen trotz Aktienkursverlust
- Hohe Analysten-Kaufempfehlungen für Microsoft
Microsoft hat drei hauseigene KI-Grundlagenmodelle veröffentlicht — und tritt damit erstmals als direkter Konkurrent zu OpenAI und Google an, nicht nur als Vertriebspartner. Gleichzeitig sendet das Unternehmen positive Signale zur Copilot-Vermarktung. Beides zusammen könnte die Stimmung rund um eine Aktie aufhellen, die 2026 bislang stark unter Druck steht.
Die MAI-Modelle im Überblick
Das MAI Superintelligence Team unter Mustafa Suleyman — seit November 2025 aktiv — hat drei Modelle entwickelt: MAI-Transcribe-1 für Spracherkennung, MAI-Voice-1 für Sprachgenerierung und MAI-Image-2 für Bildgenerierung. Alle drei sind sofort über Microsoft Foundry und ein neues MAI Playground verfügbar.
Besonders MAI-Transcribe-1 sticht hervor. Das Modell erreicht eine durchschnittliche Wortfehlerrate von unter 4 % — besser als GPT-Transcribe (4,2 %) und Gemini 3.1 Flash (4,9 %) — und soll dabei rund 50 % weniger GPU-Kosten verursachen als vergleichbare Alternativen. MAI-Voice-1 generiert 60 Sekunden expressives Audio in unter einer Sekunde auf einer einzigen GPU. MAI-Image-2 rangiert bereits unter den Top drei auf dem Arena.ai-Leaderboard.
Microsoft setzt die Modelle bereits intern ein: Copilots Audio Expressions läuft auf MAI-Voice-1, die Transkription im Voice Mode auf MAI-Transcribe-1. WPP gehört zu den ersten Unternehmenspartnern, die MAI-Image-2 im großen Maßstab nutzen.
Copilot-Verkäufe treffen ehrgeizige Ziele
Parallel zur Modellveröffentlichung gab Judson Althoff, CEO des kommerziellen Geschäfts, bekannt, dass Microsoft im abgelaufenen Märzquartal seine selbst gesteckten Verkaufsziele für Copilot im Wesentlichen erreicht hat. Die Strategie: Copilot aktiv verkaufen statt es kostenlos in Software-Bundles zu integrieren — eine Kurskorrektur als Reaktion auf Rückmeldungen aus dem Markt.
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Im Januar hatte Microsoft 15 Millionen gebuchte Copilot-Plätze gemeldet, was 3 % der Sitze in den Standard-Bundles entspricht. Für das Juniquartal hat das Unternehmen erneut ambitionierte Ziele gesetzt.
Starke Fundamentaldaten, schwacher Kurs
Die Aktie hat 2026 bislang rund 23 % verloren und notiert deutlich unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 478,51 Dollar. Das steht im Kontrast zu den jüngsten Quartalszahlen: Im zweiten Fiskalquartal 2026 stieg der Nettogewinn um 59 % auf 38,46 Milliarden Dollar, der Umsatz wuchs 17 % auf 81,27 Milliarden Dollar. Der Cloud-Umsatz legte 26 % auf 51,5 Milliarden Dollar zu, Azure allein wuchs um 39 %.
54 von 57 Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf, das Konsenskursziel liegt bei 589,90 Dollar. Die nächsten Quartalszahlen werden am 28. April erwartet — dann wird sich zeigen, ob die Copilot-Dynamik auch in den offiziellen Zahlen sichtbar wird.
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