Rio Tinto Aktie: Analysten bremsen

Nach einem deutlichen Kursgewinn senken Barclays und Goldman Sachs ihre Bewertung für Rio Tinto. Analysten sehen die Rally als überzogen und verweisen auf steigende Kosten und steuerliche Forderungen.

Kurz zusammengefasst:
  • Barclays und Goldman Sachs senken Rating
  • Bewertung nach 60% Kursanstieg als überzogen eingestuft
  • Kupfergeschäft stark, Aluminiumsparte enttäuscht
  • Steuerforderungen aus der Mongolei belasten Ergebnis

Nach einem Kursanstieg von rund 60% in sechs Monaten drücken jetzt gleich zwei Großbanken auf die Bremse. Barclays stufte Rio Tinto am Donnerstag von „Overweight“ auf „Equal Weight“ herab – nur Tage nachdem Goldman Sachs das Rating auf „Neutral“ gesenkt hatte. Die Aktie gab daraufhin 1,3% nach auf 7.364 Pence.

Bewertung ausgereizt

Barclays sieht die Rally als überzogen an und senkte das Kursziel auf 6.600 Pence. Die Bewertung im Vergleich zu Wettbewerber BHP sei so eng wie seit 2020 nicht mehr, hieß es. Zudem drohen saisonale Risiken beim Eisenerz. Goldman Sachs argumentierte ähnlich: Das neue Kursziel von 74 Pfund impliziert nur noch 3,9% Aufwärtspotenzial. Die Bank korrigierte ihre EBITDA-Prognosen für 2026 bis 2028 um bis zu 2% nach unten – vor allem wegen gestiegener Kosten in der Aluminiumproduktion.

Rio Tinto

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Kupfer stark, Aluminium enttäuscht

Hintergrund sind die Jahreszahlen vom 19. Februar: Das operative EBITDA stieg um 9% auf 25,4 Milliarden Dollar. Treiber war das Kupfergeschäft, das mit 7,4 Milliarden Dollar sein EBITDA mehr als verdoppelte. Die Mine Oyu Tolgoi steigerte die Lieferungen um 60%, nachdem die unterirdische Entwicklung abgeschlossen wurde. Im Eisenerz erzielte Rio Tinto 15,2 Milliarden Dollar EBITDA. Die Aluminiumsparte verfehlte dagegen die Erwartungen von Goldman Sachs um rund 700 Millionen Dollar.

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Mongolei-Streit belastet

Die mongolische Steuerbehörde fordert zusätzlich 440 Millionen Dollar für die Jahre 2021 und 2022 – oben drauf auf bereits gezahlte 438 Millionen. Goldman Sachs schätzt, dass insgesamt über eine Milliarde Dollar fällig werden könnten. Rio Tinto weist die Forderungen als unvereinbar mit dem Investitionsabkommen zurück.

Dividende und Ausblick

Die Dividende blieb mit 6,5 Milliarden Dollar stabil bei einer Ausschüttungsquote von 60%. Für 2026 plant Rio Tinto 3% Volumenwachstum und Investitionen von rund 11 Milliarden Dollar. Parallel prüft das Unternehmen den Verkauf von Borat- und Titandioxid-Assets im Rahmen eines Divestment-Programms von 5 bis 10 Milliarden Dollar. Ob die Kupferstärke und Effizienzprogramme die Bewertungsprämie rechtfertigen, dürfte davon abhängen, wie sich Eisenerzpreise und Kostenstrukturen entwickeln.

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