Der Speicherchip-Hersteller Micron steht kurz vor der Veröffentlichung seiner Quartalszahlen, und die Erwartungen könnten kaum höher sein. Dank des anhaltenden KI-Booms sind wichtige Produktionskapazitäten bereits für das gesamte Jahr ausverkauft. Nun blicken Investoren gespannt auf den kommenden Mittwoch, um zu sehen, ob das Unternehmen die ohnehin schon ehrgeizigen Prognosen noch übertreffen kann.
Analysten überbieten Unternehmensprognose
Am 18. März wird Micron die Ergebnisse für das zweite Geschäftsquartal 2026 präsentieren. Die Vorzeichen stehen auf starkem Wachstum, da die Nachfrage nach Speicherchips für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz das Angebot derzeit deutlich übersteigt.
Die aktuellen Schätzungen für das abgelaufene Quartal zeigen, dass der Markt dem Unternehmen einiges zutraut:
- Unternehmensprognose (Umsatz): 18,7 Milliarden US-Dollar
- Analystenkonsens (Umsatz): 19,1 Milliarden US-Dollar
- Unternehmensprognose (Gewinn je Aktie): 8,42 US-Dollar
- Analystenkonsens (Gewinn je Aktie): 8,59 US-Dollar
In den vergangenen 90 Tagen haben 23 Analysten ihre Gewinnschätzungen nach oben korrigiert, während es keine einzige Abwärtsrevision gab. Diese Zuversicht stützt sich auf das starke Fundament des ersten Quartals, in dem das Cloud-Speicher-Geschäft als zentraler Wachstumsmotor fungierte und für fast 40 Prozent des Gesamtumsatzes verantwortlich war.
Ausverkaufte Kapazitäten und globale Expansion
Ein wesentlicher Treiber für den Optimismus ist die Marktposition bei High-Bandwidth Memory (HBM). Micron hat bereits Preis- und Volumenvereinbarungen für seine gesamte HBM-Produktion des Kalenderjahres 2026 abgeschlossen. Das Management geht mittlerweile davon aus, dass der adressierbare Gesamtmarkt für diese speziellen Speicherchips die Marke von 100 Milliarden US-Dollar zwei Jahre früher erreichen wird als bisher prognostiziert.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Micron?
Um die gewaltige Nachfrage aus dem KI- und Industriesektor langfristig bedienen zu können, forciert der Konzern den weltweiten Ausbau seiner Fertigung. Ende Februar eröffnete Micron eine neue Anlage in Indien, zudem stehen Milliardeninvestitionen für den Kauf einer Fabrik in Taiwan sowie für einen gigantischen neuen Fertigungskomplex im US-Bundesstaat New York auf dem Programm.
Diese fundamentale Stärke spiegelt sich auch in der langfristigen Kursentwicklung wider. Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet das Papier ein massives Plus von über 310 Prozent und notiert aktuell bei 360,15 Euro in unmittelbarer Nähe seines 52-Wochen-Hochs.
Wenn das Management am 18. März die Bücher öffnet, wird der Fokus der Marktteilnehmer nicht nur auf den reinen Umsatzzahlen liegen. Entscheidend für die kurzfristige Kursentwicklung werden vor allem die Aussagen zur Preisentwicklung bei HBM-Chips, die konkrete Prognose für das dritte Quartal sowie Details zum Hochlauf der neuen globalen Produktionsstätten sein.
Micron-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Micron-Analyse vom 12. März liefert die Antwort:
Die neusten Micron-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Micron-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Micron: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
