Nordex Aktie: Auftragsserie beflügelt

Der Windkraftanlagenbauer Nordex meldet internationale Großaufträge mit Serviceverträgen. Analysten sind sich uneinig über die faire Bewertung der stark gestiegenen Aktie.

Kurz zusammengefasst:
  • Internationale Auftragsserie aus fünf Ländern
  • Langfristige Wartungsverträge sichern Cashflow
  • Analysten bewerten Aktie kontrovers
  • Management präsentiert auf Investorenkonferenz

Der Windturbinenhersteller aus Hamburg meldet eine Serie internationaler Vertragsabschlüsse – und die Börse reagiert wohlwollend. Doch während das operative Geschäft Fahrt aufnimmt, spaltet die Bewertung der Aktie die Analystengemeinschaft. Mit einem aktuellen Kurs von 32,14 Euro und einem Plus von über 165 Prozent binnen Jahresfrist bewegt sich das Papier in anspruchsvollem Terrain.

Die wichtigsten Fakten:
* Neue Großaufträge aus fünf Märkten: Spanien, Frankreich, Belgien, Portugal und Kanada
* Vereinbarungen umfassen langfristige Serviceverträge für stabile Folgeerlöse
* Bewertungsspreizung zwischen 27,75 Euro (Narrative Fair Value) und 40,09 Euro (DCF-Modell)
* Am 20. Januar präsentiert sich das Management auf der German Corporate Conference

Nordex

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Aufträge mit strategischer Komponente

Die jüngste Auftragsserie unterscheidet sich in einem wichtigen Detail von reinen Liefervereinbarungen: Nordex sicherte sich nicht nur die Hardware-Kontrakte, sondern auch mehrjährige Wartungsverträge. Diese Service-Komponente stabilisiert den Cashflow über die reine Installation hinaus und macht das Unternehmen weniger abhängig von konjunkturellen Schwankungen im Neuanlagengeschäft.

Die geografische Streuung der Projekte minimiert zudem Klumpenrisiken. Während Europa mit vier Märkten weiterhin das Rückgrat bildet, erweitert der Kanada-Auftrag die Präsenz in Nordamerika – einem Markt, der durch staatliche Förderprogramme zusätzlichen Rückenwind erhält.

Bewertungsfrage spaltet Analytiker

Die aktuelle Kursbewertung sorgt für kontroverse Einschätzungen. Nach dem Narrative-Fair-Value-Modell liegt der innere Wert bei 27,75 Euro, was eine Überbewertung von knapp 16 Prozent impliziert. Dagegen sieht die Discounted-Cash-Flow-Methode Aufwärtspotenzial von fast 20 Prozent bis auf 40,09 Euro.

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Diese Diskrepanz signalisiert: Der Markt preist bereits erhebliches Wachstum ein. Die operativen Cashflows der kommenden Quartale müssen diese Erwartungen nun bestätigen. Bei einer annualisierten Volatilität von knapp 64 Prozent reagiert der Titel sensibel auf jede Abweichung von den Prognosen.

Frankfurter Konferenz im Fokus

Am kommenden Dienstag tritt Nordex bei Kepler Cheuvreux in Frankfurt auf. Institutionelle Investoren werden vor allem auf zwei Punkte achten: die Margenentwicklung bei den Neuaufträgen und den Fortschritt bei der Abarbeitung des Auftragsbestands. Konkrete Aussagen zu diesen Themen könnten kurzfristig richtungsweisend für den Kurs werden.

Mit einer 90-Tage-Performance von 39 Prozent und einem Abstand von über 40 Prozent zum 200-Tage-Durchschnitt bewegt sich die Aktie technisch in übergeordneten Aufwärtstrend. Der Spielraum für Enttäuschungen bleibt auf dem aktuellen Niveau allerdings begrenzt.

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