Erste Group Bank Aktie: Dividende gekappt

Die Erste Group Bank meldet einen zweistelligen Gewinnanstieg, schlägt jedoch eine stark reduzierte Dividende vor. Das Kapital wird für die Finanzierung der Expansion in Polen benötigt.

Kurz zusammengefasst:
  • Nettogewinn steigt um 12,3 Prozent auf 3,51 Mrd. Euro
  • Dividendenvorschlag liegt bei nur 0,75 Euro je Aktie
  • Kapital wird für Akquisition in Polen zurückgehalten
  • Aktie verliert auf Monatssicht rund sieben Prozent

Rekordgewinne sorgen normalerweise für Feierstimmung bei Anlegern, doch bei der Erste Group Bank AG mischt sich ein bitterer Beigeschmack in die Bilanzvorlage für 2025. Trotz zweistelliger Gewinnsteigerung müssen sich Aktionäre mit einer drastisch reduzierten Ausschüttung begnügen. Das Management opfert die Dividende zugunsten einer kostspieligen Expansion, um die Marktposition in Osteuropa langfristig zu sichern.

Operative Stärke trifft auf Sparzwang

Rein operativ präsentiert sich das Finanzinstitut in robuster Verfassung. Der den Eigentümern zurechenbare Nettogewinn kletterte im Geschäftsjahr 2025 um 12,3 Prozent auf 3,51 Milliarden Euro. Noch deutlicher fiel der Anstieg beim Ergebnis je Aktie aus, das von 7,20 Euro auf starke 8,24 Euro zulegte. Auch das Kerngeschäft wächst: Das Betriebsergebnis verbesserte sich auf über 6 Milliarden Euro, getrieben durch ein solides Plus bei der Kreditvergabe von 6,4 Prozent.

Erste Bank

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Trotz dieser fundamentalen Stärke schlägt das Management der Hauptversammlung lediglich eine Dividende von 0,75 Euro je Aktie vor. Im Verhältnis zum Gewinn je Aktie entspricht dies einer extrem niedrigen Ausschüttungsquote. Der Grund für diese Zurückhaltung liegt in der Strategie: Die Bank benötigt das Kapital, um die kürzlich erfolgte Akquisition in Polen aus eigenen Mitteln zu stemmen.

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Ambitionierte Ziele für 2026

Der Blick nach vorne bleibt indes optimistisch. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 peilt der Vorstand unter Einbeziehung der neuen polnischen Tochter einen Nettogewinn von knapp unter 4 Milliarden Euro an. Bereinigt um Sondereffekte soll dieser Wert sogar leicht überschritten werden. Zudem rechnet die Bank mit einem steigenden Zinsüberschuss von über 11 Milliarden Euro.

An der Börse reagierten Anleger zuletzt verhalten auf die Gemengelage. Die Aktie steht auf Monatssicht mit rund 7 Prozent im Minus und ging gestern bei 102,40 Euro aus dem Handel. Der strategische Schwenk hin zu anorganischem Wachstum auf Kosten der direkten Aktionärsvergütung erfordert Geduld.

Ob die Rechnung aufgeht, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen. Der Erfolg der Strategie hängt nun maßgeblich davon ab, wie schnell und effizient die Integration des polnischen Geschäfts gelingt und ob die prognostizierten Synergien das entgangene Dividendeneinkommen langfristig durch Kursgewinne kompensieren können.

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