Der jahrelange Rechtsstreit um Glyphosat könnte eine entscheidende Wende nehmen. Der Oberste Gerichtshof der USA hat angekündigt, einen Schlüsselfall zu prüfen – eine Entwicklung, die tausende weitere Klagen beeinflussen könnte. Gleichzeitig präsentiert die Pharmasparte ambitionierte Wachstumspläne.
Grundsatzentscheidung im Glyphosat-Komplex
Der US Supreme Court nimmt den Fall „Durnell“ zur Überprüfung an. Diese Entscheidung könnte für Bayer zum erhofften Wendepunkt werden. Das Unternehmen sieht darin die Chance auf Rechtssicherheit in den milliardenschweren Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten.
Die Fakten im Überblick:
- Supreme Court prüft Schlüsselfall im Glyphosat-Streit
- Entscheidung wird bis Ende Juni erwartet
- Urteil könnte tausende Klagen beeinflussen
- Bayer begrüßt die Überprüfung ausdrücklich
Die Börse reagierte umgehend: Die Aktie legte deutlich zu und notierte zuletzt bei 41,52 Euro – ein Plus von über 100 Prozent binnen Jahresfrist.
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Pharma soll ab 2027 wieder wachsen
Auf einer Branchenkonferenz skizzierte Bayer die strategische Neuausrichtung der Pharmasparte. Ab 2027 soll das Geschäft wieder auf solidem Wachstumskurs liegen. Fünf Medikamentenkandidaten mit Blockbuster-Potenzial sollen den Turnaround einleiten. Die Unternehmensführung zeigt sich überzeugt, langfristiges Wachstum bis in die 2030er Jahre erzielen zu können. Die zunehmende Konzentration auf neue Präparate soll zudem die Margen verbessern.
Analysten bleiben vorsichtig
Die UBS hält trotz der positiven Entwicklungen an ihrem „Neutral“-Rating fest. Als Begründung nennen die Analysten auslaufende Patente für umsatzstarke Medikamente wie Eylea und Xarelto. Diese bringen erhebliche Generika-Risiken mit sich und belasten die mittelfristige Perspektive.
Die kommenden Monate werden zeigen, ob der Supreme Court für die erhoffte Rechtssicherheit sorgt. Bis zur Entscheidung im Juni bleibt der juristische Ausgang die zentrale Variable für die weitere Kursentwicklung.
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