Rolls-Royce Aktie: Aktuelle Geschäftsprognose

Rolls-Royce profitiert stark vom Rechenzentrumsboom mit Power Systems, während Analysten die hohe Bewertung nach der Rally kritisch hinterfragen.

Kurz zusammengefasst:
  • Power Systems als Hauptwachstumstreiber identifiziert
  • Aufträge aus Rechenzentrumsbau um 85 Prozent gestiegen
  • KGV für 2025/26 bei 38 bis 44 – deutlich über Branchendurchschnitt
  • Vollständige Jahreszahlen am 26. Februar 2026 erwartet

Nach einer beeindruckenden Rally von über 117 Prozent auf Zwölf-Monats-Sicht legt der Triebwerksbauer eine Atempause ein. Seit dem 52-Wochen-Hoch am 2. Januar hat der Titel rund 6 Prozent an Wert eingebüßt. Während das operative Geschäft – insbesondere im Energiebereich – brummt, mehren sich am Markt die Stimmen, die vor einer Überhitzung warnen.

Mehr als nur ein Rüstungswert

Zwar profitiert Rolls-Royce von der allgemeinen Stimmung im Verteidigungssektor, die durch geopolitische Spannungen und US-Militäroperationen angeheizt wird, doch dieser Blickwinkel greift zu kurz. Das Rüstungsgeschäft macht lediglich etwa 25 Prozent des bereinigten Umsatzes aus und zeigte zuletzt nur minimales Wachstum.

Rolls-Royce

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Der eigentliche Motor für die Kursfantasie liegt in einem anderen Bereich: Power Systems. Finanzvorstand Helen McCabe betonte kürzlich, dass das wachstumsstarke Geschäft nicht primär aus der Verteidigung, sondern aus dem Bereich der Energiesysteme stammt.

Der versteckte Wachstumstreiber

Die Sparte Power Systems, die Motoren für Schiffe und U-Boote herstellt, profitiert massiv vom globalen Ausbau der Rechenzentren. Die Auftragseingänge aus diesem Segment sind im Jahresvergleich um 85 Prozent in die Höhe geschossen. Das Management spricht hier von einem „riesigen Potenzial“.

Analysten haben diese Entwicklung bereits auf dem Radar. Die UBS hob ihr Kursziel deutlich an und verwies auf die verbesserten Aussichten im Energieerzeugungsgeschäft. Prognosen gehen davon aus, dass das EBIT in diesem Bereich bis 2028 um bis zu 60 Prozent steigen könnte. Zusätzlich sorgt die staatliche Unterstützung für den ersten kleinen modularen Atomreaktor (SMR) in Großbritannien für langfristige Fantasie.

Auch operativ werden Fakten geschaffen: Am 8. Januar startete der Bau eines neuen Wartungszentrums am Flughafen Istanbul in Partnerschaft mit Turkish Technic. Die Anlage soll bis Ende 2027 betriebsbereit sein und die Wartungskapazitäten für die Trent-Triebwerke erheblich erweitern.

Warnsignale bei der Bewertung

Trotz der starken fundamentalen Lage rückt die Bewertung der Aktie zunehmend in den Fokus kritischer Betrachtungen. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für die Jahre 2025 und 2026 bewegt sich im Bereich von 38 bis 44 – ein Wert, der deutlich über dem vieler Branchenkollegen liegt.

Marktbeobachter weisen auf ein gemischtes Bild hin:
* Das PEG-Ratio (Verhältnis von KGV zu Gewinnwachstum) liegt bei etwa 2,8, was darauf hindeutet, dass die hohen Wachstumserwartungen bereits vollständig eingepreist sind.
* Morningstar beziffert den fairen Wert deutlich unter dem aktuellen Kursniveau.
* Positiv steht dem eine Netto-Cash-Position von 1,1 Milliarden Pfund gegenüber – eine bemerkenswerte Wende nach den hohen Schulden vor drei Jahren.

Der jüngste Rücksetzer der Aktie um 5,75 Prozent in den letzten sieben Tagen spiegelt diese Skepsis wider. Anleger scheinen Gewinne mitzunehmen und die hohen Multiplikatoren zu hinterfragen.

Der nächste wichtige Impuls wird am 26. Februar 2026 erwartet, wenn Rolls-Royce die vollständigen Jahreszahlen vorlegt. Bis dahin bleibt das laufende Aktienrückkaufprogramm über 200 Millionen Pfund eine wichtige Stütze für den Kurs.

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