TeamViewer Aktie: Situation eskaliert?

TeamViewers Aktie erreicht ein historisches Tief, nachdem Analysten vor KI-bedingter Disruption im Kerngeschäft warnen. Das Unternehmen erwartet für 2026 nur geringes Umsatzwachstum.

Kurz zusammengefasst:
  • Aktienkurs fällt auf Rekordtief von 4,81 Euro
  • Analysten warnen vor Automatisierungsrisiko durch KI
  • Erwartetes Umsatzwachstum 2026 liegt bei 0-3%
  • Q4-Umsatz übertrifft Erwartungen der Analysten

Die Aktie des Göppinger Softwareunternehmens TeamViewer ist am Dienstag auf ein historisches Tief gefallen. Der Auslöser: Eine drastische Warnung von Analysten, die das traditionelle Geschäftsmodell durch Künstliche Intelligenz bedroht sehen. Gleichzeitig kämpft das Unternehmen mit schwachem Wachstum.

Die wichtigsten Fakten:
– Aktie fällt auf historisches Tief von 4,81 Euro
– Bernstein Research warnt vor KI-bedingter Disruption im Kerngeschäft
– Ausblick 2026: Nur 0-3% Umsatzwachstum erwartet
– Q4-Zahlen übertrafen Erwartungen mit 194,6 Mio. Euro Umsatz

TeamViewer

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KI als Bedrohung für das Kerngeschäft

Bernstein Research setzt TeamViewer auf eine Liste von Unternehmen mit hohem Automatisierungsrisiko. Die Analysten sehen besonders das traditionelle Remote-Support-Segment in Gefahr. Hier könnte fortschreitende KI-Automatisierung die arbeitsintensiven Prozesse zunehmend ersetzen. Die Warnung wiegt schwer: Viele Firmen würden KI-bedingte Umwälzungen als „Problem anderer“ behandeln – TeamViewer könne sich dieser Entwicklung jedoch nicht entziehen.

Der Markt reagierte prompt. Die Aktie rutschte im frühen Xetra-Handel bis auf 4,81 Euro ab. Der Jahresverlust beläuft sich damit auf rund ein Fünftel.

Verhaltener Ausblick belastet zusätzlich

Die Schwäche kommt nicht überraschend. Anfang Februar hatte TeamViewer bereits einen vorsichtigen Jahresausblick präsentiert. Für 2026 erwartet das Management ein Umsatzwachstum von lediglich 0 bis 3 Prozent auf währungsbereinigter Basis bei einer bereinigten EBITDA-Marge von etwa 43 Prozent.

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Immerhin: Die Quartalszahlen für Q4 2025 übertrafen die Erwartungen. Der Pro-forma-Umsatz lag mit 194,6 Millionen Euro über dem Analystenkonsens von 192,6 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge erreichte solide 45 Prozent. CEO Oliver Steil zeigte sich zuversichtlich, mittelfristig zu einem Umsatzwachstum im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich zurückzukehren.

Strategischer Umbau auf Enterprise-Fokus

TeamViewer setzt verstärkt auf Großkunden, um nachhaltigeres Wachstum zu generieren. Die im Dezember eingeführte Plattform TeamViewer ONE soll als umfassende Digital-Workplace-Management-Lösung sowohl Unternehmenskunden als auch kleine und mittelständische Betriebe ansprechen. Ob dieser strategische Schwenk die strukturellen Herausforderungen durch KI kompensieren kann, bleibt abzuwarten.

Die Analystenmeinungen bleiben gespalten. Während Bernstein die Aktie mit „Market-perform“ neutral bewertet, halten Häuser wie Barclays und RBC an ihrer Kaufempfehlung fest. Die Aktie steht damit vor einer Richtungsentscheidung: Gelingt die Transformation zum Enterprise-Anbieter, oder droht eine weitere Marginenerosion durch KI-Konkurrenz? Die nächsten Quartale dürften entscheidend sein.

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