Der Luxus-Sportwagenhersteller steckt in der tiefsten Krise seiner jüngeren Geschichte. Mit einem beispiellosen Einbruch des operativen Gewinns schockiert Porsche die Märkte. Der frisch gebackene CEO Michael Leiters zieht nun die Reißleine und kündigt einen radikalen Konzernumbau an, der Tausende Arbeitsplätze kosten dürfte.
Toxischer Mix belastet die Bilanz
Die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres 2025 offenbaren das ganze Ausmaß der Misere. In der Automobilsparte schmolz das operative Ergebnis um 98 Prozent auf magere 90 Millionen Euro zusammen. Verantwortlich für diesen Einbruch sind gleich mehrere Faktoren: Die Nachfrage im wichtigen Markt China schwächelt spürbar, während US-Zölle das Geschäft zusätzlich belasten. Hinzu kommen gewaltige Sonderaufwendungen in Höhe von 3,9 Milliarden Euro für Batterieprojekte und den hastigen Strategiewechsel.
Wie tief der Schmerz bei den Verkaufszahlen sitzt, zeigt das vollelektrische Modell Taycan. Dessen Absatz stürzte im vergangenen Jahr auf rund 16.300 Fahrzeuge ab – ein Bruchteil des Spitzenwerts aus 2023. Der Gesamtumsatz des Konzerns schrumpfte parallel um 10 Prozent auf 36,3 Milliarden Euro.
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Radikalkur und Analysten-Skepsis
Um den Konzern zu stabilisieren, hat Leiters nach nur 70 Tagen im Amt die „Strategie 2035“ ausgerufen. Der Plan fokussiert sich auf margenstarke Luxusmodelle und sieht einen drastischen Personalabbau vor. Dieser geht offenbar weit über die bereits kommunizierten 3.900 Stellen hinaus. Arbeitnehmervertreter befürchten mittlerweile, dass an den deutschen Standorten jeder vierte Arbeitsplatz gefährdet ist.
Die Börse quittiert diese harte Realität mit einem konsequenten Abverkauf. Pünktlich zum Wochenende markierte der Titel bei 37,28 Euro ein exaktes neues 52-Wochen-Tief. Analyst Michael Punzet von der DZ Bank sieht angesichts dieser Gemengelage vorerst keine Entwarnung: Er bestätigte sein Verkaufsvotum und kappte das Kursziel auf 33 Euro.
Die Umsetzung der angekündigten Sparmaßnahmen duldet nun keinen Aufschub mehr. Angesichts anhaltender Störungen in den globalen Lieferketten und eines schwierigen makroökonomischen Umfelds muss das Management zügig beweisen, dass die massiven internen Einschnitte die operative Marge nachhaltig reparieren.
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