Aegon treibt den Umbau voran: Der Verkauf der britischen Lebensversicherungs- und Workplace‑Pensions‑Sparte steht offenbar kurz bevor. Mehrere strategische Bieter – darunter Phoenix Group und Royal London – sowie Finanzinvestoren haben Interesse signalisiert. Kann der Deal die geplante Verlagerung des Konzerns in die USA beschleunigen?
- Schlusskurs Freitag: 6,55 € (-0,61%)
- Käuferinteresse: Phoenix Group, Royal London, Scottish Widows, potenziell CVC
- Aktienrückkauf: 227 Mio. Euro (gestartet am 12. Januar 2026)
Bieterwettstreit und Zeitplan
Aegon hat den Verkaufsprozess für die UK‑Einheit formalisiert. Goldman Sachs soll die Auktion leiten. Die Sparte gilt als einer der führenden Anbieter im britischen Workplace‑Pensions‑Segment, weshalb sowohl strategische Käufer als auch Private‑Equity‑Gruppen Gebote vorbereiten. Marktteilnehmer erwarten, dass Nachrichten über die Gebotsrunden die Aktie kurzfristig beweglich halten.
Parallel läuft bereits ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 227 Mio. Euro. Das Programm signalisiert, dass das Management Handlungsspielraum für aktionärsfreundliche Maßnahmen nutzen will, sobald Kapital aus Desinvestitionen frei wird.
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Warum der Verkauf wichtig ist
Der Verkauf ist Kernbestandteil der im Dezember 2025 vorgestellten Strategie „The Next Frontier“. Ziel ist, Aegon stärker auf das US‑Geschäft auszurichten, den juristischen Sitz in die USA zu verlegen und das Group‑Branding bis Januar 2028 in Transamerica Inc. zu überführen. Das US‑Segment liefert derzeit rund 70 % des operativen Ergebnisses. Eine Desinvestition in Großbritannien würde regulatorisches Kapital freisetzen, die Holding‑Komplexität reduzieren und laut Analysten die Pläne für Dividendenwachstum von mehr als 5 % jährlich stützen.
Technisch bleibt die Marke um 6,60 Euro ein relevanter Widerstand. Solche Marken und die laufenden Rückkäufe dürften kurzfristig als Stabilisatoren wirken, während die Volatilität von Neuigkeiten zum Verkaufsprozess getrieben wird.
Konkreter Ausblick
Wichtigster Termin ist der 19. Februar 2026: Aegon legt dann die Ergebnisse für 2025 und Q4 vor und will im Analystencall (09:00 Uhr MEZ) voraussichtlich Details zum Verkaufsprozess nennen. Die strategische Überprüfung der UK‑Einheit soll bis Mitte 2026 abgeschlossen sein. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung werden sein: der Abschluss eines Verkaufs (Freisetzung von Kapital), konkrete Angaben zum Zeitplan und Auswirkungen auf die RBC‑Ratio in den USA. Gelingen diese Schritte, stützt das die US‑Fokussierung; verzögert sich der Prozess, dürfte die Aktie weiterhin von Nachrichten und Bieteraktivität getrieben bleiben.
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