Intel hat die Handelswoche zwar im Plus beendet. Doch an der Wall Street wächst parallel die Vorsicht: Der Umbau zum Auftragsfertiger muss erst noch beweisen, dass er funktioniert. Genau darauf zielt eine neue Einschätzung von DA Davidson ab – die Phase sei eine klare „Zeig’s mir“-Story.
Wichtige Punkte auf einen Blick:
– DA Davidson startet die Beobachtung mit „Neutral“
– Chip-Umsätze 2025 laut SIA: knapp 800 Mrd. US-Dollar
– Prognose 2026 laut SIA: Richtung 1 Bio. US-Dollar
– AMD holte in Q4 2025 einen Rekordanteil am Serverprozessor-Umsatz
– Lieferkettenengpässe belasteten zuletzt den Ausblick fürs erste Quartal
Neuer Analystenblick: „Neutral“ und viele Fragezeichen
DA-Davidson-Analyst Gil Luria nahm Intel am Freitag neu in die Coverage auf und vergab ein „Neutral“-Rating. Der Kern der Zurückhaltung: Intels strategischer Schwenk hin zu einer Foundry, also zur Fertigung für Drittkunden.
Luria stellt dabei vor allem die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber etablierten Marktführern infrage. Anders gesagt: Der Markt will Ergebnisse sehen – nicht nur Pläne. Passend dazu hatte die Aktie Ende Januar 2026 bereits deutlich geschwankt, nachdem Lieferkettenprobleme und ein schwächer als erhoffter Ausblick für das erste Quartal für Unruhe sorgten.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Intel?
Rückenwind für Chips – aber harter Kampf um Marktanteile
Das Umfeld wirkt grundsätzlich freundlich. Die Semiconductor Industry Association beziffert die weltweiten Chipverkäufe 2025 auf nahezu 800 Milliarden US-Dollar. Für 2026 stellt der Verband weiteres Wachstum in Aussicht, bis hin zu rund 1 Billion US-Dollar. Treiber sind vor allem die hohen Investitionen großer Tech-Konzerne in KI-Infrastruktur.
Doch vom Wachstumskuchen bekommt nicht automatisch jeder gleich viel ab. Laut jüngsten Daten sicherte sich AMD im Schlussquartal 2025 einen Rekordanteil am Umsatz im Serverprozessor-Markt. Für Intel bedeutet das: Selbst bei robustem Gesamtmarkt bleibt der Druck hoch, den Turnaround operativ sauber abzuliefern.
Was für die Aktie jetzt zählt
Trotz einer deutlichen Kurssteigerung in den vergangenen zwölf Monaten bleibt der Titel anfällig für Ausführungsrisiken. Die jüngsten Reaktionen auf Lieferkettenengpässe zeigen, wie schnell sich Erwartungen wieder verschieben können. Entscheidend dürfte daher sein, ob Intel in den kommenden Quartalen den Foundry-Kurs mit messbaren Fortschritten untermauert und gleichzeitig die operativen Stolpersteine im Griff behält.
Intel-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Intel-Analyse vom 14. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Intel-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Intel-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Intel: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
