Investmentidee: Vontobel-Zertifikat auf Smart Platform Economy - Selbst Warren Buffett wird zum Fan - Zertifikateanalyse


20.04.21 12:00
Meldung
 
München (www.zertifikatecheck.de) - Für Vontobel ist der Solactive Smart Platform Economy Index (ISIN DE000SL0BU07 / WKN SL0BU0 ) eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Anlagezertifikaten von dieser Einschätzung profitieren können.


Apple, Amazon, Alphabet oder Microsoft würden zu den Börsensuperstars gehören. Die US-Technologieriesen würden ihre jeweiligen Märkte zu einem großen Teil beherrschen, weil sie das Plattform-Konzept besonders gut verstehen und umsetzen würden.

Als erstes Unternehmen überhaupt habe Apple die Schallmauer von 2 Billionen US-Dollar beim Börsenwert durchbrochen. Zu den wenigen Konzernen, die die Marke von 1 Billion US-Dollar hätten knacken können, würden Amazon, die Google-Muttergesellschaft Alphabet oder Microsoft gehören. Sie seien absolute Börsenstars. Diese Konzerne hätten viele Gemeinsamkeiten. Bei ihnen handle es sich nicht nur um US-Technologiekonzerne. Sie würden auch zu der Gruppe der sogenannten Plattform-Unternehmen gehören. Das Plattform-Konzept sei sehr zentralistisch. Um einen Kern würden sich sehr viele komplexe Gebilde entwickeln. Es entstünden verschiedene Dienstleistungen und Produkte. Ein Beispiel für eine sehr erfolgreiche Plattform der vergangenen Jahre sei das iPhone von Apple. Rund um das iPhone würden weitere Hardwareprodukte wie Kopfhörer verkauft. Diese Produkte müssten nicht von Apple kommen, sondern könnten von anderen Entwicklern stammen.

Die Drittanbieter würden sich nur der Plattform iPhone bedienen. Inzwischen wolle der Konzern mit dem Apfel im Logo jedoch nicht nur für Hardwareprodukte stehen. Entsprechend wichtig für den zukünftigen Unternehmenserfolg sei eine weitere Apple-Plattform. Aufgrund der enormen Verbreitung von Apple-Geräten wie iPhones, der Apple Watch oder iPads würden das iOS-Betriebssystem und der Apple App Store Softwareentwicklern die Möglichkeit bieten, sehr viele Endkunden zu erreichen. Auf diese Weise habe Apple in den vergangenen Jahren sein Geschäft mit Dienstleistungen enorm ausbauen und die Abhängigkeit von den reinen Smartphoneverkäufen verringern können. In Zukunft dürfte das digitale Ökosystem rund um Videospiele, Musik, Filme oder Fitnesskurse weiter an Bedeutung gewinnen. Der Erfolg Apples sei selbst Warren Buffett nicht verborgen geblieben. Apple habe dazu beigetragen, dass die Investorenlegende seine Scheu vor Investments in Technologieunternehmen abgelegt habe.

Warren Buffetts Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway habe nicht nur in Apple investiert, Buffett und sein Unternehmen seien auch mit einer Beteiligung an Amazon glücklich geworden. Genauso wie Apple sei auch Amazon ein sehr erfolgreiches Plattform-Unternehmen. Der E-Commerce-Riese betreibe heute die erfolgreichste Transaktionsplattform im Internet. Im Zuge der Corona-Krise habe diese sogar noch an Bedeutung gewonnen. Schließlich würden die Menschen häufiger Waren online bestellen, wenn sie Lockdown-bedingt zu Hause bleiben müssten.

Ein weiteres Beispiel für eine Plattform sei Microsofts Betriebssystem Windows. Dieses ermögliche es Softwareentwicklern andere Software-Produkte und Dienstleistungen rund um Windows anzubieten. Ein Grund, warum Waren Buffett Gefallen an Apple und Amazon finde, sei der Umstand, dass besonders erfolgreiche Plattform-Unternehmen dazu neigen würden, ihre Märkte zu dominieren und starke Marken herauszubilden. Auf diese Weise würden sie es besonders gut schaffen, sich gegen Konkurrenten zu schützen.

Warren Buffett habe sogar den Begriff des Burggrabens (englisch: moat) für monopolartige Unternehmen geprägt. Diese könnten Kunden in ihrem Ökosystem besonders gut halten. Wer ein iPhone besitze, werde heutzutage oft auch ein iPad oder Mac von Apple besitzen, unter anderem, da sich diese Geräte einfach bedienen lassen würden und der Wechsel des Geräts bei der Nutzung der Apple-Services ohne Probleme erfolge. Im Fall von Amazon sei es zum Beispiel das Prime-Angebot, das Kunden im Amazon-Universum halte. Diese würden am Anfang vielleicht nur die schnelle und kostenlose Paketlieferung in Anspruch nehmen. Später kämen das Streaming von Filmen oder Musik hinzu. Auf diese Weise würden Plattform-Unternehmen ihr Angebot stetig ausweiten und auch ganz neue Märkte erobern. So sei es auch zu erklären, dass Amazon trotz seiner enormen Größe weiterhin hohe Umsatzwachstumsraten vorzuweisen habe. Zuletzt sei besonders der Vorstoß in den Bereich Cloud Computing von Erfolg gekrönt gewesen.

Die erfolgreichsten Plattform-Unternehmen kämen aus den USA. Allerdings hätten in den vergangenen Jahren Konzerne aus China stark aufgeholt. Auch weil sie den Plattform-Gedanken von Beginn an noch stärker im Fokus hätten und eine breite Palette von Dienstleistungen anbieten würden. Alibaba sei vor allem als Amazon-Pendant mit seinen Online-Handelsplätzen in China groß geworden. Zudem wachse der Konzern stark im Bereich Cloud Computing. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2020/21 (Ende Dezember) habe Alibaba in diesem Bereich einen wichtigen Meilenstein erreicht. Das Cloud-Geschäft habe erstmals auf einer bereinigten EBITA-Basis profitabel arbeiten können.

Tencent beschäftige sich wiederum mit Online-Videospielen, Video-Plattformen, Internetwerbung, Bezahlsystemen oder Messenger-Diensten wie WeChat. Es sei noch nicht sicher, wie die dominierenden Technologie-und Plattform-Unternehmen aus China und den USA in Zukunft gegenseitig konkurrieren würden. Die Geopolitik und der chinesisch-amerikanische Handelsstreit würden in dieser Hinsicht eine wichtige Rolle spielen. Derzeit würden die USA und China versuchen eine Art Firewall um ihr Internet aufzubauen. Im Fall der US-Regierung sei dies anhand des Vorgehens gegen Unternehmen wie Huawei, die beliebte Video-App TikTok oder den Messenger-Dienst WeChat deutlich geworden.

Unabhängig davon, ob in China, den USA oder im Rest der Welt, Plattform-Unternehmen hätten sich im Zuge der voranschreitenden Digitalisierung zu marktbeherrschenden Riesen entwickelt, die in ihren jeweiligen Segmenten kaum Konkurrenz fürchten müssten.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel das Open-End Partizipationszertifikat (ISIN DE000VQ11SP4 / WKN VQ11SP ) auf den Solactive Smart Platform Economy Index. Der anfängliche Ausgabepreis belaufe sich auf EUR 100,00. Management-Gebühr liege bei 1,5000% p.a. Der Geldkurs liege bei EUR 112,30. Der Briefkurs werde bei EUR 114,00 gesehen. (Stand: 20.04.2021, 11:45)

Anleger seien dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen könnten. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde könne im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei möglich. Das Produkt unterliege als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (Ausgabe vom 19.04.2021) (20.04.2021/zc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.


 

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