Meta Aktie: Getrübte Aussicht?

Die britische Glücksspielaufsicht wirft Meta vor, bewusst illegale Casino-Werbung zuzulassen. Parallel läuft in Deutschland eine Datenschutz-Musterklage, während Insider Aktien verkaufen.

Kurz zusammengefasst:
  • Vorwurf des Wegschauens bei illegaler Glücksspielwerbung
  • Fortsetzung der Datenschutz-Musterfeststellungsklage in Hamburg
  • Insider-Verkäufe bei Meta und Wettbewerber Snap
  • Aktienkurs reagiert mit deutlichem Verlust

Für Meta Platforms wird die Luft dünner. Gleich mehrere Fronten beschäftigen den Social-Media-Riesen derzeit – und die Konsequenzen könnten teuer werden. Während Insider ihre Positionen reduzieren, melden sich Aufsichtsbehörden mit schweren Vorwürfen zu Wort. Die Aktie reagierte am Dienstag mit einem Minus von 2,17 Prozent und notierte bei 606,77 US-Dollar.

Die britische Glücksspielaufsicht Gambling Commission hat Meta am 20. Januar 2026 scharf attackiert. Tim Miller, Executive Director der Behörde, warf dem Konzern vor, bewusst illegale Online-Casino-Werbung auf Facebook und Instagram zuzulassen. Besonders brisant: Viele der beworbenen Seiten würden nicht am britischen Selbstausschluss-Programm „GamStop“ teilnehmen – ein klarer Verstoß gegen geltende Regeln.

Meta

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Systematisches Wegschauen oder Kontrollverlust?

Millers Vorwurf wiegt schwer. Meta behaupte, erst nach Hinweisen von illegalen Anzeigen zu erfahren – das sei „schlichtweg falsch“. Die Behörde könne problemlos verbotene Werbung in Metas eigenem Anzeigenarchiv finden. „Wenn wir sie finden können, dann kann Meta das auch“, so Miller. Der Verdacht: Der Konzern schaue bewusst weg und nehme weiter Geld von Kriminellen und Betrügern ein.

Meta wies die Anschuldigungen zurück. Man setze strenge Werberichtlinien für Online-Glücksspiel durch und entferne regelwidrige Anzeigen umgehend nach Identifizierung. Die Zusammenarbeit mit der Behörde solle intensiviert werden, um Nutzer und legitime Werbetreibende besser zu schützen.

Datenskandal belastet weiter

Doch das ist nicht die einzige Baustelle. In Hamburg wird am 20. Januar 2026 die Verhandlung einer Musterfeststellungsklage fortgesetzt. Der Verbraucherzentrale Bundesverband wirft Meta Verstöße gegen das Datenschutzrecht vor – Hintergrund ist eine massive Datenpanne zwischen Mai 2018 und September 2019. Kriminelle verbreiteten im April 2021 die Daten von über 530 Millionen Nutzern im Darknet. Mehr als 14.000 Verbraucher hatten sich bis Oktober 2025 der Klage angeschlossen.

Die erste Verhandlung im Oktober 2025 verlief chaotisch. Der Vorsitzende Richter äußerte Zweifel an der Zuständigkeit des Gerichts, Meta bezeichnete die Klage als unzulässig. Ob das Verfahren überhaupt weitergehen wird, bleibt offen – mit einem Urteil rechnet das Gericht am 20. Januar nicht.

Insider verkaufen Aktien

Parallel reduzierten Führungskräfte ihre Positionen. Director Robert M. Kimmitt veräußerte am 15. Januar 2026 insgesamt 580 Stammaktien der Klasse A zu einem Preis von 618,28 US-Dollar – Gesamtwert: 358.602 US-Dollar. Der Verkauf erfolgte im Rahmen eines bereits im August 2025 aufgesetzten Handelsplans nach Regel 10b5-1. Kimmitt hält nach der Transaktion noch 5.587 Aktien direkt.

Auch bei Snap Inc., einem kleineren Wettbewerber, gab es Insiderverkäufe. Chief Business Officer Mohan Ajit trennte sich am 16. Januar 2026 von 20.848 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 7,62 US-Dollar – allerdings zur Deckung von Steuerverpflichtungen im Zusammenhang mit Restricted Stock Units.

Für Meta jedenfalls dürfte 2026 ungemütlich werden. Die regulatorischen Risiken steigen, das Vertrauen der Aufsichtsbehörden schwindet – und die Märkte schauen genau hin.

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