In einer Branche, die häufig durch Lieferverzögerungen und technische Pannen Schlagzeilen macht, setzt Stadler Rail ein positives Ausrufezeichen. Der Schweizer Zughersteller hat drei Hochgeschwindigkeitszüge pünktlich an den privaten Betreiber WESTbahn übergeben und damit seine Lieferzuverlässigkeit unter Beweis gestellt. Doch honoriert der Markt diese operative Stärke angesichts des jüngsten Kursrückgangs?
Schnelle Lieferung als Trumpf
Seit dem 1. März verkehren die drei Züge des Typs SMILE planmäßig auf der Strecke zwischen Wien und Villach. Die Inbetriebnahme erfolgte weniger als zwei Jahre nach Vertragsunterzeichnung – ein Tempo, das im komplexen Schienenfahrzeugmarkt als bemerkenswert gilt. Für den Kunden WESTbahn ist dies strategisch entscheidend: Mit den neuen Garnituren tritt das Privatunternehmen auf der wichtigen Südbahn in direkten Wettbewerb mit den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB).
Die eigentlich für den Gotthard-Basistunnel konzipierten Triebzüge erreichen Spitzengeschwindigkeiten von 250 km/h und zählen damit zu den schnellsten Fahrzeugen im österreichischen Regelbetrieb. Stadler setzt hierbei auf ein flexibles Modell: Die Züge sind für einen Zeitraum von sechs Jahren direkt vom Hersteller geleast.
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Gemischte Nachrichtenlage
Der Erfolg in Österreich reiht sich in eine Phase hoher Aktivität ein. So schloss Stadler kürzlich die Auslieferung von Metro-Zügen in Nordengland ab und gründete ein Software-Joint-Venture in Portugal, um die Digitalisierung voranzutreiben. Getrübt wird das Bild jedoch durch eine laufende behördliche Untersuchung zu einem Straßenbahnunfall in Mailand Ende Februar.
Diese Gemengelage spiegelt sich auch im Aktienkurs wider. Trotz der operativen Erfolge steht das Papier unter Druck und verlor auf Wochensicht rund 6 Prozent. Mit einem Kurs von zuletzt 21,22 Euro notiert die Aktie deutlich unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt, was die derzeitige Zurückhaltung der Anleger verdeutlicht.
Ob die operative Disziplin auch finanzielle Früchte trägt, wird sich in Kürze zeigen. Am 18. März legt Stadler Rail die detaillierten Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vor, die Aufschluss über die Profitabilität dieser Großaufträge geben werden.
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