Während der Aktienkurs zuletzt eine deutliche Korrektur durchlief, punktet der Leverkusener Konzern operativ mit Erfolgen in der Forschungspipeline. Auf einem renommierten Fachkongress in San Francisco präsentierte Bayer am Freitag vielversprechende Ergebnisse für eine neue Krebstherapie. Diese fundamentalen Fortschritte könnten für Anleger gerade jetzt, wo die Aktie charttechnisch angeschlagen wirkt, ein wichtiges Signal sein.
Am Freitag legte Bayer im Rahmen des ASCO GU Symposiums erstmals klinische Daten für den Wirkstoffkandidaten 225Ac-PSMA-Trillium offen. Dabei handelt es sich um eine sogenannte „Targeted Alpha Therapy“. Der Ansatz zielt darauf ab, Prostatakrebszellen im gesamten Körper anhand spezifischer Oberflächenmoleküle aufzuspüren und gezielt mit einer Strahlendosis zu bekämpfen. Für Bayer ist die Onkologie ein strategisch entscheidender Bereich, um künftige Umsatzquellen zu erschließen.
Hohe Ansprechrate in früher Studie
Die vorgestellten Zahlen der Phase-I-Studie stützen die Hoffnungen der Entwickler. Bei 83 Prozent der behandelten Patienten konnte entweder ein Schrumpfen der Tumore oder ein Stopp des Wachstums beobachtet werden. Diese Daten zur Wirksamkeit und Verträglichkeit sind die Voraussetzung, um den Wirkstoff nun in die nächsten klinischen Phasen zu überführen. Besonders für Patienten, die auf gängige Hormontherapien nicht mehr ansprechen, wäre eine solche Behandlungsoption von hoher Bedeutung.
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Charttechnik: Überverkauft
Die fundamental positive Nachricht trifft auf eine angespannte charttechnische Lage. Zwar verzeichnet das Papier auf Sicht von zwölf Monaten noch immer ein beeindruckendes Plus von rund 84 Prozent, doch kurzfristig dominieren Gewinnmitnahmen. Am Freitag ging die Aktie bei 41,75 Euro aus dem Handel und notiert damit gut 15 Prozent unter dem erst kürzlich markierten 52-Wochen-Hoch.
Der jüngste Abverkauf hat den Kurs mittlerweile unter den 50-Tage-Durchschnitt gedrückt. Gleichzeitig deutet der RSI-Indikator mit einem extrem tiefen Wert von 19,6 auf eine technisch stark überverkaufte Situation hin. Die Kombination aus tiefer Bewertung im kurzfristigen Bild und den neuen Pipeline-Fortschritten könnte das Interesse antizyklischer Investoren wecken.
Mit den erfolgreichen Phase-I-Daten ist der Weg für die weitere klinische Entwicklung geebnet. Entscheidend für die langfristige Bewertung der Aktie bleibt nun die Geschwindigkeit, mit der Bayer diesen Hoffnungsträger durch die Zulassungsstudien bringen kann.
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