BYD Aktie: Eine Erfolgsstory!

BYD meldet historischen Absatzrückgang im Heimatmarkt, übertrifft diesen jedoch erstmals mit Exportrekorden. Der Fokus liegt nun auf der Ankündigung disruptiver Technologien am 5. März.

Kurz zusammengefasst:
  • Stärkster Tageskursanstieg seit einem Jahr
  • Exporte übersteigen erstmals Inlandsverkäufe
  • Vier neue Technologie-Säulen angekündigt
  • Historischer Absatzrückgang im Februar

BYD legte am Montag die stärkste Tagesperformance seit einem Jahr hin. Der Auslöser: eine knappe Ankündigung auf WeChat. Am 5. März will der Konzern in Shenzhen eine „disruptive Technologie“ vorstellen. Das reichte, um einen historischen Absatzeinbruch im Februar in den Hintergrund zu drängen.

Kurssprung überschattet Verkaufskrise

Die in Shenzhen gelisteten Aktien des Konzerns schossen am Montag um 8,4 Prozent auf 96,79 Yuan nach oben. Details zur angekündigten Technologie nannte BYD nicht. Die Spannung vor dem Event überlagerte die schwachen Verkaufszahlen, die das Unternehmen nur Tage zuvor vorgelegt hatte.

BYD

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Im Februar brachen die Auslieferungen um 41 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein – der stärkste Rückgang seit Februar 2020. BYD verkaufte 190.190 Fahrzeuge, darunter 187.782 Pkw. Die reinen E-Auto-Verkäufe sanken um 36,3 Prozent auf 79.539 Einheiten. Es war der sechste Monatsrückgang in Folge.

Das neuntägige Neujahrsfest vom 15. bis 23. Februar ließ nur 16 Arbeitstage übrig. Die Produktion stand weitgehend still. Im Vorjahr fiel das Fest größtenteils in den Januar, was die Vergleichsbasis verzerrt. Hinzu kommt: Seit Januar zahlen chinesische Käufer von Elektrofahrzeugen eine fünfprozentige Kaufsteuer. Frühere Subventionen laufen aus.

Auslandsgeschäft überholt erstmals Heimatmarkt

Trotz des Einbruchs in China markierte BYD im Februar einen Meilenstein: Erstmals übertrafen die Exporte die Inlandsverkäufe. 100.600 Fahrzeuge gingen ins Ausland – ein Plus von 50 Prozent zum Vorjahr. Damit knackte BYD zum vierten Mal in Folge die Marke von 100.000 Export-Einheiten pro Monat.

In Europa übertraf BYD im Januar Tesla bei den Neuzulassungen. Über 18.000 Fahrzeuge wurden in der EU, Großbritannien und den EFTA-Staaten zugelassen – fast dreimal so viele wie im Vorjahr. Tesla verzeichnete im gleichen Zeitraum einen Rückgang von 17 Prozent.

BYD peilt für 2026 weltweit 1,3 Millionen Exporte an, ein Zuwachs von 24 Prozent gegenüber den knapp 1,05 Millionen Einheiten aus 2025. Werke in Thailand, Usbekistan und Brasilien sollen künftig 300.000 Fahrzeuge pro Jahr liefern. Die ungarische Fabrik startete den Probebetrieb, die Serienproduktion beginnt im zweiten Quartal.

Vier Technologie-Säulen am 5. März

Chinesische Branchenberichte gehen von vier Kernankündigungen aus: Megawatt Flash Charging 2.0, eine zweite Generation der Blade-Batterie, das Plug-in-Hybridsystem DM-i 6.0 und die Fahrassistenz-Suite DiPilot 5.0.

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Megawatt Flash Charging 2.0 soll mit 1.500 kW Spitzenleistung und 1.000-Volt-Architektur ausgestattet sein. Bis Ende 2026 will BYD 4.000 dieser Ladestationen aufbauen. Auf chinesischen Social-Media-Kanälen kursieren Bilder neuer Ladesäulen in Cyan mit T-förmiger Struktur.

Die zweite Blade-Batterie-Generation kommt laut Industrieberichten in zwei Varianten: Ein Kurzformat zielt auf Laderaten von 8C bis 10C, ein Langformat erreicht eine Energiedichte von bis zu 210 Wh/kg – gegenüber rund 150 Wh/kg der aktuellen Generation. Damit rückt eine rein elektrische Reichweite von über 1.000 Kilometern im CLTC-Zyklus in Reichweite, ohne die Lithium-Eisenphosphat-Chemie zu verlassen.

DiPilot 5.0 baut auf dem im Februar 2025 eingeführten God’s Eye-System auf. Die Weiterentwicklung umfasst automatisches Notlenken und -bremsen, Sensorfusion aus Kameras, Millimeterwellen-Radar und Ultraschallsensoren sowie einen durchgängigen KI-Workflow von der Wahrnehmung bis zur Fahrzeugreaktion.

Parallel starten neue Modelle: Der Seal 07 EV kommt offiziell auf den Markt, für den Song Ultra EV und den überarbeiteten Denza Z9 GT beginnen die Vorbestellungen. Letzterer erreicht mit einem 122,5-kWh-Akku und 370-kW-Motor eine CLTC-Reichweite von 1.036 Kilometern – Bestwert bei Serienfahrzeugen. Auch die 2026er-Versionen des Yangwang U7, U8 und U8L werden am 5. März präsentiert.

Siebenjährige Finanzierungen gegen Kaufzurückhaltung

Ende Februar startete BYD niedrig verzinste Finanzierungen mit bis zu sieben Jahren Laufzeit. Da chinesische Behörden offene Preiskämpfe unterbinden, weichen Hersteller auf großzügige Kreditkonditionen aus. Das senkt die Einstiegshürde, ohne die Margen offen zu attackieren.

Die Deutsche Bank prognostiziert für 2026 einen Absatzanstieg von 6 Prozent auf 4,9 Millionen Einheiten. Als Treiber nennen die Analysten die zweite Blade-Generation und die Megawatt-Ladetechnik.

Der Wettbewerb bleibt hart. Nach HSBC-Daten tummeln sich rund 150 Automarken und über 50 E-Auto-Hersteller auf dem chinesischen Markt. Geely, Leapmotor und Xiaomi nagen an BYDs Anteil, der von 35 Prozent im Jahr 2023 auf 29 Prozent in den ersten elf Monaten 2025 fiel.

Historischer Gegensatz

BYD geht mit einer Extremsituation in den 5. März: Auf der einen Seite der schwerste Heimatmarkt-Einbruch seit der Pandemie, auf der anderen Seite erstmals mehr Export- als Inlandsverkäufe. Ob Ultra-Schnellladen, Batterie-Upgrade und KI-Assistenz die chinesischen Käufer zurückgewinnen, entscheidet über BYDs Jahresverlauf.

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