Weniger Umsatz, aber deutlich mehr Gewinn: Der österreichische Stahlkonzern Voestalpine zeigt in den ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2025/26 eine bemerkenswerte Effizienz. Während das Marktumfeld herausfordernd bleibt, gelingt dem Unternehmen die Entschuldung und eine signifikante Ergebnisverbesserung. Wie nachhaltig ist diese Entwicklung angesichts der unterschiedlichen Branchenkonjunkturen?
Profitabilität schlägt Umsatzschwund
Der Blick auf die reinen Erlöse könnte zunächst täuschen: Der Umsatz sank in den ersten neun Monaten (per 31. Dezember 2025) leicht von 11,7 auf 11,1 Milliarden Euro. Doch unter dem Strich wirtschaftet der Konzern deutlich erfolgreicher als im Vorjahr. Das operative Ergebnis (EBITDA) kletterte um 7,2 Prozent auf rund eine Milliarde Euro. Noch deutlicher fiel der Anstieg beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) aus, das um 20,9 Prozent auf 473 Millionen Euro zulegte. Der Nettogewinn stieg sogar um gut ein Viertel auf 259 Millionen Euro.
Bilanzqualität deutlich verbessert
Neben der Ertragskraft steht die finanzielle Stabilität im Vordergrund. Voestalpine konnte die Nettofinanzverschuldung im Jahresvergleich massiv um 27,4 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro drücken. Ein starker Free Cashflow von 345 Millionen Euro untermauert diese Entwicklung. Diese finanzielle Flexibilität ist essenziell, da der Konzern kapitalintensive Zukunftsprojekte stemmen muss, insbesondere die Transformation zur grünen Stahlproduktion („greentec steel“) und Expansionspläne in Indien.
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Gespaltene Branchenentwicklung
Die Quartalszahlen offenbaren eine klare Zweiteilung der Absatzmärkte:
* Gewinner: Die Bereiche Bahnsysteme und Luftfahrt verzeichnen eine durchweg positive Nachfrage. Auch die Stahldivision profitiert von soliden Abrufen der Automobilindustrie.
* Sorgenkinder: Die Sektoren Bau, Maschinenbau und Konsumgüter bewegen sich auf einem stabilen, aber niedrigen Niveau. Im Bereich der Automobilkomponenten laufen derzeit Restrukturierungsmaßnahmen, um das Zuliefergeschäft zukunftsfähig aufzustellen.
Das Management bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr und erwartet weiterhin ein EBITDA zwischen 1,4 und 1,55 Milliarden Euro. Mit der bestätigten Guidance und der erfolgreichen Schuldenreduktion hat sich Voestalpine eine solide Basis geschaffen, um die laufenden Restrukturierungen im Autozulieferbereich ohne bilanzielle Engpässe abzuschließen.
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