Die Symrise Aktie beendet die Woche in einer Zwickmühle. Während die DZ Bank trotz gekapptem Kursziel enormes Aufholpotenzial sieht, warnt Barclays vor anhaltender Branchenschwäche. Diese Diskrepanz zwischen langfristiger Wachstumsstory und kurzfristigem Sektordruck sorgt für Verunsicherung bei Investoren.
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- DZ Bank: Bekräftigt „Kaufen“, senkt Kursziel auf 107 Euro (zuvor 115 Euro).
- Barclays: Bestätigt „Equal Weight“, Kursziel bei 84 Euro.
- Aktueller Kurs: 73,58 Euro (Schlusskurs Freitag).
- Performance 2026: Seit Jahresanfang liegt der Titel 7,64 Prozent im Plus.
DZ Bank setzt auf Megatrends
Analyst Thomas Maul von der DZ Bank sieht den jüngsten Kursrückgang differenziert. Zwar reduzierte er das Kursziel leicht von 115 auf 107 Euro, die Kaufempfehlung bleibt jedoch bestehen. Die These: Der Markt gewichtet kurzfristige Risiken derzeit zu stark und übersieht die langfristigen Wachstumstreiber.
Symrise profitiert laut dieser Einschätzung weiterhin von robusten Megatrends. Dazu gehören die steigende Nachfrage nach funktionellen Lebensmitteln, der Trend zu natürlichen Inhaltsstoffen sowie der wachsende Markt für Heimtiernahrung. Mit einem aktuellen Abstand von über 30 Prozent zum 52-Wochen-Hoch bei 106,55 Euro sieht die DZ Bank hier deutliches Aufholpotenzial.
Barclays warnt vor Chemie-Krise
Ein vorsichtigeres Bild zeichnet die britische Investmentbank Barclays. Die Analysten belassen ihre Einstufung auf „Equal Weight“ mit einem Kursziel von 84 Euro, was deutlich näher am aktuellen Kursniveau liegt. Analyst Alex Sloane verweist auf das schwierige Umfeld in der europäischen Chemiebranche.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Symrise?
Der Sektor leidet unter einer Kombination aus schwachen Absatzvolumina und fehlender Preisdynamik. Solange diese fundamentalen Probleme in den Endmärkten bestehen, sehen die Experten von Barclays nur begrenzten Spielraum für eine dynamische Erholung, wenngleich sich die Aktie mit einem Plus von über 7 Prozent seit Jahresbeginn etwas stabilisieren konnte.
Charttechnische Lage
Der Schlusskurs vom Freitag bei 73,58 Euro (-1,02 Prozent) zeigt, dass die Nervosität im Markt greifbar bleibt. Technisch ist die Situation angespannt: Der RSI (Relative Strength Index) von 27,5 deutet auf eine überverkaufte Situation hin. Gleichzeitig notiert der Titel noch immer rund 11 Prozent unter dem langfristigen 200-Tage-Durchschnitt von 82,87 Euro, was den übergeordneten Abwärtstrend der letzten 12 Monate bestätigt.
Die Diskrepanz der Analystenziele ist signifikant: Sollte sich das Szenario der DZ Bank bewahrheiten, winkt ein Kurspotenzial von rund 45 Prozent. Das vorsichtigere Ziel von Barclays impliziert hingegen nur noch moderates Aufwärtspotenzial von etwa 14 Prozent. Anleger müssen abwägen, ob die operativen Megatrends stark genug sind, um sich vom negativen Branchensentiment abzukoppeln.
Symrise-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Symrise-Analyse vom 17. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Symrise-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Symrise-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Symrise: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
