Lufthansa Aktie: Barclays warnt vor Streiks

Die Investmentbank Barclays senkt das Rating für Lufthansa und sieht die Risiken durch Tarifkonflikte und die ITA-Übernahme als zu hoch bewertet an.

Kurz zusammengefasst:
  • Rating-Absenkung durch Barclays auf 'Underweight'
  • Warnung vor unterschätzter Streikgefahr bei Piloten und Bodenpersonal
  • ITA-Übernahme als strategischer Fehler eingestuft
  • Starlink-Internet für gesamte Flotte ab 2026 geplant

Die Deutsche Lufthansa feiert ihr 100-jähriges Bestehen – doch die Stimmung an der Börse ist getrübt. Barclays stuft die Aktie überraschend ab und verweist auf unterschätzte Streikrisiken. Gleichzeitig steigen die Short-Positionen deutlich. Was steckt hinter der Skepsis der Bären?

Abstufung trotz starker Kursperformance

Barclays senkt das Rating von „Equalweight“ auf „Underweight“ und warnt vor überzogenem Optimismus am Markt. Das Kursziel liegt nun bei 7,80 Euro. Die Begründung:

Lufthansa

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  • Streikgefahr unterschätzt: Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit befindet sich in schwierigen Verhandlungen
  • Lohnforderungen: Die Bodengewerkschaft Verdi fordert sechs Prozent mehr Gehalt
  • ITA-Übernahme problematisch: Die Belegschaft von ITA Airways plant Streiks gegen den neuen Strategieplan

Die Abstufung erfolgt nach einer beeindruckenden Kursrally von 77 Prozent im vergangenen Jahr. Die Analysten sehen das Risiko-Ertrags-Verhältnis mittlerweile als ungünstig.

ITA-Deal unter Druck

Besonders kritisch bewertet Barclays die Übernahme der italienischen Airline ITA Airways. Der Deal wird als strategischer Fehlschritt bezeichnet. Die Verschuldung des Konzerns könnte durch die Akquisition zusätzlich belastet werden – das Verhältnis von Schulden zu Eigenkapital liegt bereits bei 1,28.

Hinzu kommen operative Herausforderungen bei der Flottenerneuerung. Die FAA-Zulassung für die neue Allegris Business-Class-Kabine in der Boeing 787 verzögert sich bis April 2026. Aktuell können 24 von 28 Business-Class-Sitzen nicht gebucht werden.

Short-Seller erhöhen Positionen

Die Skepsis spiegelt sich auch in den Leerverkäufen wider. Die Short-Positionen kletterten zum Jahresende um 23,2 Prozent auf 44.103 Aktien. Offenbar rechnen Spekulanten mit fallenden Kursen.

Das Analystenurteil bleibt gespalten: Während Morgan Stanley und Kepler Capital Markets optimistisch sind und Hochstufungen vornahmen, folgte JPMorgan dem Beispiel von Barclays mit einer vorsichtigeren Einschätzung. Der Konsens liegt derzeit bei „Hold“.

Starlink-Deal als Lichtblick

Positiv für die Langfristperspektive: Ab der zweiten Jahreshälfte 2026 stattet Lufthansa alle 850 Flugzeuge der Gruppe mit Starlink-Internet aus. Bis 2029 soll die komplette Flotte umgerüstet sein. Das Angebot gilt für alle Konzern-Airlines und wird für Statuskunden kostenlos sein.

Die Aktie notiert bei 8,45 Euro und liegt damit deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 10,20 Euro. Die nächsten Wochen dürften zeigen, ob die Streikwarnungen von Barclays berechtigt sind – oder ob der Konzern die Tarifkonflikte entschärfen kann.

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