Tesla meldet gleich mehrere Entwicklungen an einem Tag — von einer neuen Energielizenz in Großbritannien über Produktstarts in Australien bis hin zu Elon Musks Aussagen zur Beschäftigungsstrategie. Das Bild, das sich ergibt, ist das eines Unternehmens, das aktiv diversifiziert — während das Kerngeschäft mit Elektroautos in einigen Märkten unter Druck steht.
Energiemarkt als zweites Standbein
Am 13. März 2026 erteilte der britische Energieregulator Ofgem der Tesla-Tochter Tesla Energy Ventures eine Lizenz zur Stromversorgung von Privat- und Geschäftskunden in England, Schottland und Wales. Den Antrag hatte Tesla bereits im Juli 2025 gestellt — auf Basis einer Erzeugungslizenz, die das Unternehmen seit 2020 im Vereinigten Königreich hält.
Das Geschäftsmodell orientiert sich an Teslas „Tesla Electric“-Betrieb in Texas: Solarenergie und Wind werden mit dem Powerwall-Heimspeicher kombiniert und per Software gesteuert. Damit tritt Tesla in direkten Wettbewerb mit etablierten britischen Anbietern wie Octopus Energy.
Der Zeitpunkt ist nicht zufällig gewählt. Im Februar 2026 brachen die Fahrzeugzulassungen in Großbritannien um 37 Prozent auf 2.422 Einheiten ein — ein Marktanteil von nur noch rund 1,34 Prozent. Mit über 250.000 Tesla-Fahrzeugen auf britischen Straßen bietet der Energiebereich eine naheliegende Möglichkeit, die Kundenbasis anders zu monetarisieren.
Musk: KI schafft Jobs, ersetzt sie nicht
Auf der Personalseite positionierte sich Musk am selben Tag gegen den Trend. Während Unternehmen wie Atlassian und Block KI-bedingte Stellenabbaus ankündigten, erklärte der Tesla-Chef, sein Unternehmen werde die Gesamtbelegschaft vergrößern. Die Integration von KI und dem humanoiden Roboter Optimus solle die Produktivität steigern — nicht Mitarbeiter ersetzen. Den erwarteten Output pro Mitarbeiter bezeichnete Musk als „extrem hoch“.
Neue Modelle, neue Märkte
In Australien und Neuseeland startete am 13. März der Verkauf des Model Y L — einer um 150 Millimeter verlängerten Variante mit 88,2-kWh-Akku, Sechs-Personen-Bestuhlung im 2-2-2-Format und einer WLTP-Reichweite von 681 Kilometern. Einstiegspreis: 74.900 AUD. Es ist das erste Tesla-Modell in der Region mit Vehicle-to-Load-Funktion.
In Kanada wurde zeitgleich das Model Y Hinterradantrieb für den staatlichen EVAP-Förderbonus von 5.000 CAD zugelassen. Nach Abzug der Prämie liegt der Basispreis bei 44.990 CAD — in Quebec, wo zusätzlich 2.000 CAD Provinzförderung fließen, sogar bei 42.990 CAD.
Analysten uneins, Aktie unter Druck
Das Analystenbild bleibt gespalten. Gordon Johnson von GLJ Research bekräftigte am 13. März sein Verkaufsvotum mit einem Kursziel von 25,28 USD — begründet mit NHTSA-Daten, die laut Johnson auf eine deutlich höhere Unfallrate des autonomen Cybercab im Vergleich zu menschlichen Fahrern hindeuten. Der breitere Konsens sieht das hingegen anders: 19 Kaufempfehlungen stehen 9 Verkaufsempfehlungen gegenüber, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 406,84 USD.
Die Tesla-Aktie notiert aktuell bei rund 348,70 Euro und damit seit Jahresbeginn gut 6,7 Prozent im Minus — trotz einer starken Erholung vom April-Tief. Ob die Energieexpansion und die neuen Marktanreize das schwächelnde Autogeschäft in Europa mittelfristig kompensieren können, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell Tesla Energy in Großbritannien Marktanteile gewinnt.
Tesla-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Tesla-Analyse vom 13. März liefert die Antwort:
Die neusten Tesla-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Tesla-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Tesla: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
