Die gescheiterte Mega-Fusion mit Rio Tinto ist Geschichte – jetzt zeigt Glencore, wie der eigenständige Weg aussehen könnte. Während die Aktie am Mittwoch wieder anzieht, verdichten sich Signale für einen strategischen Umbau: Der Rohstoffkonzern will offenbar seine Kasachstan-Beteiligung abstoßen und das Portfolio straffen.
Die wichtigsten Fakten
- Kursreaktion: Aktie erholt sich mit 1,1 Prozent Plus im Londoner Handel
- Strategischer Schwenk: Verkauf der 70-Prozent-Beteiligung an Kazzinc forciert
- Nächster Termin: Vorläufige Jahresergebnisse am 18. Februar könnten Klarheit bringen
- Fusions-Aus: Verhandlungen mit Rio Tinto am 5. Februar gescheitert
Kazzinc-Exit als Signal
Nach dem Scheitern der Rio-Tinto-Fusion richtet CEO Gary Nagle den Fokus auf Portfolio-Optimierung. Der geplante Verkauf der Mehrheitsbeteiligung an Kazzinc, einem bedeutenden Zink-, Blei- und Goldproduzenten in Kasachstan, gilt als Indiz für die neue Marschrichtung. Statt auf einen externen Deal zu setzen, will Glencore durch gezielte Desinvestitionen in Randbereichen Werte heben und die Bilanz stärken.
Das Timing ist kein Zufall: Am 18. Februar legt der Konzern seine vorläufigen Zahlen für 2025 vor. Analysten erwarten, dass Glencore dann seine aktualisierte Strategie für Kapitalallokation und Kupfer-Wachstum präzisieren wird.
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Warum die Fusion platzte
Die unterschiedlichen Preisvorstellungen waren nicht zu überbrücken. Glencore argumentierte, Rio Tinto unterschätze massiv den Wert des Kupfergeschäfts. Rio wiederum verwies auf Disziplin bei der Kapitalallokation und sah keine Einigung im Interesse der eigenen Aktionäre. Die geplante Fusion hätte einen Bergbau-Giganten mit über 200 Milliarden US-Dollar Marktwert geschaffen.
Die heutige Kursstabilisierung zeigt: Der Markt hat den ersten Schock verdaut und bewertet Glencores Kupfer- und Kohle-Portfolio wieder nüchterner. Feste Kupferpreise stützen zusätzlich die Stimmung im gesamten Minensektor.
Die kommenden Tage werden zeigen, ob Glencore aus eigener Kraft überzeugen kann. Die Zahlen am 18. Februar dürften richtungsweisend sein – insbesondere der Ausblick auf das Kupfergeschäft und konkrete Details zur Portfolio-Bereinigung.
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