Adesso Aktie: 27 Millionen EBITDA im Q1 2026
Adesso überrascht mit erstem Gewinnquartal seit 2023, während der Aktienkurs weiter unter Druck bleibt. Technische Indikatoren deuten auf eine mögliche Erholung hin.

Kurz zusammengefasst
- Erster Gewinn seit 2023 erzielt
- Umsatz um 13 Prozent gestiegen
- RSI zeigt überverkauftes Niveau an
- Hedgefonds setzt auf fallende Kurse
Über 40 Prozent hat die Adesso-Aktie seit Januar verloren. Das Jahrestief liegt erst zwei Wochen zurück. Doch die jüngsten Quartalszahlen erzählen eine andere Geschichte als der Kurs.
Der IT-Dienstleister hat das erste Quartal 2026 mit einem Gewinn abgeschlossen. Das EBITDA erreichte 27 Millionen Euro, die Marge liegt bei rund 7 Prozent. Für Adesso ist das der erste positive Quartalsabschluss seit 2023. Der Umsatz kletterte um 13 Prozent auf 398 Millionen Euro – und das Management bestätigt die Jahresprognose von 1,6 bis 1,7 Milliarden Euro.
Technische Signale auf dem Prüfstand
Der RSI fiel in den vergangenen Tagen kurzzeitig auf 28 – ein stark überverkauftes Niveau. Inzwischen erholt sich der Indikator auf 46,6. Marktbeobachter sprechen von einer bullischen Divergenz. Ein nachhaltiger Ausbruch über 55 Euro könnte den Weg in Richtung 60 bis 65 Euro ebnen.
Allerdings: Die Aktie notiert mit 52,60 Euro fast 30 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Das 52-Wochen-Hoch von 102,20 Euro wirkt inzwischen wie eine ferne Erinnerung. Der Abstand beträgt 48,5 Prozent.
Shortseller vs. Auftragsbücher
Ein Hedgefonds hat eine Leerverkaufsposition aufgebaut. WorldQuant setzt auf weiter fallende Kurse – das erhöht den Verkaufsdruck. Gleichzeitig läuft das operative Geschäft besser. RWE und die Bundesbank gehören zu den Kunden von Adesso. Die Positionierung in kritischen Infrastrukturprojekten gibt dem Unternehmen ein stabiles Fundament.
Die entscheidende Frage: Hält die Unterstützung bei 47,30 Euro? Dann bleibt das Szenario einer technischen Erholung intakt. Der Halbjahresbericht im August wird zeigen, ob Adesso die Margenverbesserung aus dem ersten Quartal verstetigen konnte. Die annualisierte Volatilität von 45 Prozent macht das Papier zu einer Heiß-Kalt-Wette – mit hohem Risiko, aber auch mit Potenzial für antizyklische Anleger.
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