Adidas: 1.380.101 Aktien bis 24. Juli

Adidas-Aktie legt vor Halbjahreszahlen zu. Fußball-WM bringt Rekordumsätze, während Analysten von Nikes Schwäche profitieren sehen.

Dr. Robert Sasse ·
Adidas Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Kurssprung vor Quartalszahlen
  • WM bringt Rekord-Trikotverkäufe
  • Analysten sehen Nike-Vorteil
  • Aktienrückkauf läuft weiter

Die Adidas-Aktie ist am Montag um 4,35 Prozent auf 180,00 Euro gesprungen – kurz bevor der Sportartikelkonzern am Donnerstag seine Halbjahreszahlen vorlegt. Trotz des Sprungs bleibt der Titel rund 9,4 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 198,65 Euro vom 29. Juli 2025 entfernt und notiert damit über seinem gleitenden 50-Tage-Durchschnitt von 172,67 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 6,48 Prozent zu Buche.

Fußball-WM beflügelt das Geschäft

Im Zentrum der Erwartungen steht die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. Nach Angaben von Konzernchef Bjørn Gulden verkaufte Adidas rund viermal so viele Trikots und doppelt so viele Bälle wie beim vorherigen Turnier. Gulden rechnet für das Turnier mit einem Umsatz von 1,5 Milliarden Euro und damit am oberen Ende der zuvor ausgegebenen Zielspanne von 1 bis 1,5 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr 2026 stellt der Konzern ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich in Aussicht, was absolut einem Plus von rund 2 Milliarden Euro entspräche. Beim operativen Gewinn peilt Adidas etwa 2,3 Milliarden Euro an, nach 2,1 Milliarden Euro im Vorjahr – wobei Zölle und Währungseffekte die Erträge um 400 Millionen Euro belasten sollen.

Für das anstehende zweite Quartal rechnen Analysten mit einem Umsatz von knapp 6,6 Milliarden Euro nach rund 6 Milliarden Euro im Vorjahresquartal, bei einer leicht rückläufigen Bruttomarge von 51,2 Prozent gegenüber 51,7 Prozent. Der operative Gewinn wird auf 615,6 Millionen Euro geschätzt, nach 546 Millionen Euro im Vorjahr. Einige Analysten gehen davon aus, dass der tatsächliche operative Gewinn die eigene Konzern-Guidance sogar übertreffen könnte.

Analysten sehen Rückenwind durch Nike-Schwäche

JPMorgan verweist darauf, dass Adidas von der aktuellen Schwächephase des Erzrivalen Nike profitiere. UBS wiederum sieht vor allem im Running-Segment langfristige Wachstumschancen für den Konzern. Beide Einschätzungen stützen die These, dass Adidas seine Marktposition im laufenden Jahr weiter ausbauen kann, auch wenn Zölle und Wechselkurse die Gewinnmargen dämpfen.

Aktienrückkaufprogramm läuft unvermindert weiter

Parallel zur Berichtssaison setzt Adidas sein Aktienrückkaufprogramm fort. In der jüngsten Zwischenmeldung zur zweiten Tranche gab der Konzern bekannt, bis zum 24. Juli insgesamt 1.380.101 eigene Aktien zurückerworben zu haben. Allein in der Woche vom 20. bis 24. Juli kaufte Adidas täglich zwischen rund 39.000 und knapp 120.000 Aktien zu Kursen zwischen 167,68 und 181,55 Euro zurück, verteilt auf Xetra sowie die Handelsplätze Aquis, Cboe DXE und Turquoise. Solche kontinuierlichen Rückkäufe signalisieren, dass der Konzern trotz der zoll- und währungsbedingten Gewinnbelastung an seiner Kapitalrückführung festhält.

Die kommenden Quartalszahlen am Donnerstag dürften zeigen, ob der WM-Effekt die Zollbelastung tatsächlich kompensieren kann. Anleger werden dabei besonders auf die Prognose für das zweite Halbjahr achten, in dem sich zeigen muss, ob der positive Sondereffekt aus dem Fußballturnier nachhaltig in operative Stärke übersetzt wird.

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161,65 EUR

– 5,70 EUR -3,41 %
KGV 21,35
Sektor Zyklischer Konsum
Div.-Rendite 1,70 %
Marktkapitalisierung 29,11 Mrd. EUR
ISIN: DE000A1EWWW0 WKN: A1EWWW

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