Adidas Aktie: 14 Prozent Umsatzwachstum, Margen bröckeln
Adidas verzeichnet im ersten Quartal 2026 ein deutliches Umsatzplus, kämpft jedoch mit sinkender Bruttomarge durch Währungen und US-Zölle.

Kurz zusammengefasst
- Umsatz steigt währungsbereinigt um 14 Prozent
- Operativer Gewinn wächst auf 705 Millionen Euro
- Bruttomarge fällt auf 51,1 Prozent
- Aktie erholt sich vom 52-Wochen-Tief
Starkes Wachstum, bröckelnde Marge – Adidas liefert im ersten Quartal 2026 solide Zahlen, aber nicht ohne Schatten. Der operative Gewinn steigt, die Nachfrage zieht an. Doch Währungseffekte und höhere US-Zölle fressen einen Teil des Erfolgs auf.
Robustes Q1 – mit einem Haken
Währungsbereinigt legten die Erlöse um 14 Prozent auf rund 6,6 Milliarden Euro zu. Das Direktvertriebsgeschäft (DTC) wuchs weltweit zweistellig und trieb das Wachstum. Der operative Gewinn stieg um 16 Prozent auf 705 Millionen Euro, die operative Marge verbesserte sich um 0,8 Prozentpunkte auf 10,7 Prozent.
Doch die Freude ist getrübt. Die Bruttomarge rutschte auf 51,1 Prozent. Grund: ungünstige Währungsentwicklungen und gestiegene US-Zölle. Adidas betont, dass diese externen Faktoren eine eigentlich positive Margenentwicklung überkompensiert hätten. Konzernchef Bjørn Gulden zeigte sich dennoch zufrieden – ein solches Wachstum sei im aktuellen Umfeld „sehr stark“.
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Kurserholung, aber noch Luft nach oben
Ausgehend vom 52-Wochen-Tief bei 130,20 Euro (März 2026) hat sich die Aktie spürbar erholt. Aktuell notiert sie bei 162,35 Euro, gut neun Prozent über dem Stand von vor 30 Tagen. Der RSI liegt mit 61,8 im neutralen Bereich – die Aktie ist weder überkauft noch überverkauft. Der Abstand zum 200-Tage-Schnitt beträgt nur zwei Prozent, zum 52-Wochen-Hoch von 213,70 Euro fehlen 24 Prozent.
Analysten sehen im Schnitt ein Kursziel von 202,67 Euro für 2026 und erwarten einen Gewinn pro Aktie von 9,41 Euro. Das impliziert deutliches Potenzial – vorausgesetzt, die externen Belastungen lassen nach.
Ausblick: Prognose unter Volatilität
Für das Gesamtjahr 2026 peilt der Konzern ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich an. Ob diese Zielmarke erreichbar bleibt, hängt maßgeblich von der weiteren Währungsentwicklung und den US-Handelszöllen ab. Adidas muss operative Stärke und Kostenkontrolle gegen volatile Rahmenbedingungen stemmen. Das dürfte spannend werden.
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