Adidas Aktie: Abschied nach 70 Jahren
Adidas verliert den DFB-Vertrag an Nike, doch die Aktie leidet stärker unter einer enttäuschenden Gewinnprognose für 2026. Die Quartalszahlen Ende April werden zum nächsten Prüfstein.

Kurz zusammengefasst
- Nike übernimmt DFB-Ausrüstung ab 2027
- Enttäuschende Gewinnprognose für 2026 belastet Aktie
- Starke operative Ergebnisse für das Vorjahr 2025
- Nächste Meilensteine sind Q1-Zahlen und Dividende
Die WM 2026 wird das letzte große Turnier sein, bei dem die deutsche Nationalmannschaft im Adidas-Trikot aufläuft. Nach über 70 Jahren gemeinsamer Geschichte übernimmt Nike ab 2027 die Ausrüstung aller DFB-Teams — und zahlt dem Verband mit mindestens 100 Millionen Euro pro Jahr doppelt so viel wie Adidas zuletzt.
Für Adidas bedeutet das nicht nur den Verlust eines prestigeträchtigen Partners. Deutschland ist einer der größten Fußballmärkte weltweit, und die Verbindung zum DFB war über Jahrzehnte ein wirksames Vermarktungsinstrument. Alle vier WM-Titel und alle drei EM-Trophäen der Männer gingen mit Adidas-Streifen einher. Gerüchten zufolge plant der Konzern zum Abschluss ein drittes Deutschland-Trikot in Schwarz mit goldenen Logos — allerdings ohne offizielle Bestätigung.
Schwache Prognose belastet stärker als der DFB-Abgang
Der eigentliche Druck auf die Aktie kommt von anderer Stelle. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 21 Prozent verloren und notiert knapp über seinem 52-Wochen-Tief. Der Auslöser: Adidas rechnet für 2026 mit einem operativen Ergebnis von rund 2,3 Milliarden Euro — ein Wert, der Analysten enttäuscht hat. Währungsschwankungen und Zölle belasten das Ergebnis dabei mit rund 400 Millionen Euro.
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Das steht in deutlichem Kontrast zu den starken Jahreszahlen für 2025: Der währungsbereinigte Umsatz stieg um 13 Prozent auf 24,8 Milliarden Euro, das operative Ergebnis kletterte um 54 Prozent auf 2,06 Milliarden Euro. Ein starkes Vorjahr, dem nun eine vorsichtige Prognose folgt.
Nächste Wegmarken: Quartalszahlen und Dividende
Konkreter Ausblick für Aktionäre: Am 29. April 2026 legt Adidas seine Q1-Zahlen vor. Sie werden zeigen, ob die Jahresziele realistisch sind oder weiterer Anpassungsbedarf besteht. Kurz darauf, am 12. Mai, fließt die Dividende — der Ex-Tag ist der 8. Mai. Analysten sehen das durchschnittliche Kursziel bei 207,70 Euro, was gemessen am aktuellen Kurs erhebliches Aufholpotenzial impliziert. Bis dahin muss der Konzern allerdings beweisen, dass der Turnaround der vergangenen Jahre auch unter schwierigeren Rahmenbedingungen trägt.
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